Stimmen zur VfB-Pleite in Düsseldorf "Das war in allen Belangen zu wenig"

VfB-Trainer Markus Weinzierl war nach dem Abfiff bedient: "Der Gegner hat uns in den Zweikämpfen den Schneid abgekauft." Foto: Pressefoto Baumann

Düsseldorf.
Der VfB Stuttgart und sein Trainer Markus Weinzierl rutschen in der Fußball-Bundesliga immer tiefer in die Krise. Der Tabellen-16. verlor zum Abschluss des 21. Spieltages am Sonntagabend nach einer schwachen Vorstellung 0:3 (0:1) bei Aufsteiger Fortuna Düsseldorf und wartet nun bereits seit sechs Spielen auf ein Erfolgserlebnis. 

Angesichts der miserablen Bilanz von nur drei Siegen, einem Unentschieden und zehn Niederlagen unter Weinzierl richtet sich der Fokus auf den Trainer, der nach dem siebten Spieltag das Amt von Tayfun Korkut übernommen hatte. Der Rückstand des VfB, der auf dem Relegationsrang steht, auf den 15. Augsburg beträgt weiter drei Punkte, der auf den vermeintlichen Konkurrenten im Abstiegskampf aus Düsseldorf bereits zehn. 

Wir haben die Stimmen zum Spiel gesammelt:

Fortuna-Coach Friedhelm Funkel (bei Sky): „Das Spiel heute gibt uns weiter Selbstvertrauen. Das war ein überzeugender Auftritt meiner Mannschaft und der Sieg ist auch in der Höhe absolut verdient. Die Jungs haben hervorragend umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Diese Mannschaft hat einen unglaublichen Charakter und tritt als Team auf, was uns optimistisch in die nächsten Wochen gehen lässt.“

VfB-Trainer Markus Weinzierl (bei Sky): „Wir sind natürlich sehr enttäuscht, da wir an die Leistung vom vergangenen Sonntag anknüpfen wollten. Von Anfang an haben wir uns aber schwergetan, ins Spiel zu finden und bei den Gegentoren tatkräftig mitgeholfen. Mit dieser Leistung kommt so ein Ergebnis zustande. Der Gegner hat uns in den Zweikämpfen den Schneid abgekauft, da er sehr aggressiv aufgetreten ist. Der Mannschaft ist es heute nicht gelungen, sich dagegen zu wehren. Es gilt nun, so schnell wie möglich eine Reaktion zu zeigen. Dazu haben wir am Samstag die nächste Chance.“ 

VfB-Mittelfeldspieler Daniel Didavi (bei Sky): „Wir haben hochverdient verloren und müssen uns bei den Fans entschuldigen. So können wir nicht auftreten. Eigentlich müssen wir denen das Geld zurückzahlen. Die Düsseldorfer haben uns heute gezeigt, was es braucht, um da unten rauszukommen und das haben wir nicht gezeigt. Wir nehmen uns viel vor aber das bringt alles nichts, wenn wir es nicht auf den Platz bringen. Klar ist das auch eine mentale Blockade, aber das darf keine Ausrede sein. Aktuell haben wir keine Argumente und das müssen wir schleunigst ändern.“ 

VfB-Keeper Ron-Robert Zieler: „Wir hätten Düsseldorf heute noch mal unten mit reinziehen können. Aber unsere Leistung war von der ersten bis zur letzten Minute nicht gut genug. Das ist ein Tiefpunkt. Es geht weiter keine Frage, aber es ist gerade brutal. Wenn wir so weiter spielen, kann es in die zweite Liga gehen. Die Mannschaft ist aktuell blockiert und befindet sich in einem Negativ-Strudel. Die Trainer-Frage stellt sich für mich nicht. Die Mannschaft steht auf dem Platz und muss die Dinge besser lösen. Sie steht in der Pflicht - und so wie heute können wir nicht weitermachen. Die Relegation ist auch eine Möglichkeit, mit der wir uns beschäftigen müssen.“

VfB-Kapitän Christian Gentner: „Wir haben heute versagt und durch unseren Auftritt noch mehr Selbstvertrauen verloren. Das war in allen Belangen zu wenig. In den kommenden Wochen müssen wir eine andere Leistung zeigen. Die Entwicklung geht in eine falsche Richtung und das müssen wir schnellstmöglich korrigieren. Die Zeit wird knapper, die Spiele weniger und die Situation spitzt sich zu. Die Mannschaft ist jetzt gefragt. Qualität darf man nicht nur theoretisch in den Beinen haben. Wir müssen die Köpfe so weit hinbekommen, dass wir in der Lage sind eine bundesligataugliche Leistung abzuliefern.“


Ausblick 22. Spieltag

Freitag, 15. Februar

  • FC Augsburg - Bayern München; 20.30 Uhr

Samstag, 16. Februar

  • FC Schalke 04 - SC Freiburg; 15.30 Uhr
  • 1899 Hoffenheim - Hannover 96; 15.30 Uhr
  • VfB Stuttgart - RB Leipzig; 15.30 Uhr
  • VfL Wolfsburg - FSV Mainz 05; 15.30 Uhr
  • Hertha BSC - Werder Bremen; 18.30 Uhr

Sonntag, 17. Februar

  • Eintracht Frankfurt - Bor. Mönchengladbach; 15.30 Uhr
  • Bayer Leverkusen - Fortuna Düsseldorf; 18 Uhr

Montag, 18. Februar

  • 1. FC Nürnberg - Borussia Dortmund; 20.30 Uhr
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