Straßensanierung nach Winnenden-Bürg Bekommt der Kreis einen Zuschuss vom Land?

Blick auf die notdürftig geflickte Fahrbahn: Kreis-Baudezernent Stefan Hein, Regierungspräsident Wolfgang Reimer, Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth, Kreis-Straßenbauamtsleiter Matthias Straus, Landrat Dr. Richard Sigel Foto: Benjamin Beytekin

Winnenden-Bürg. Noch ein gutes Signal für die Kreisstraße von Baach nach Bürg: Regierungspräsident Wolfgang Reimer hat die marode Fahrbahn am Freitag angeschaut und hat seine Unterstützung zugesichert. Allerdings trifft nicht er die letzte Entscheidung über einen Sanierungszuschuss, sondern das Landesverkehrsministerium.

Aber Reimer versprach an Ort und Stelle: „Die Aussichten sind gut.“ Der Regierungspräsident möchte vom Landratsamt noch eine aktualisierte Kostenaufstellung, die auf den genauen, aktuellen Umbauplänen aufbaut. Damit will er sich dann für einen Zuschuss vom Land an den Kreis einsetzen.

Die Bevölkerung beklagt den Missstand seit Jahren

Die Straße von Baach nach Bürg ist marode – die Fahrbahn sackt abschnittsweise an der Talseite ab. Der Asphalt bekommt Risse. Zwei Busse, die sich begegnen auf dieser steilen Route, kommen nicht aneinander vorbei. Es ist ein Missstand, den die Bevölkerung seit Jahren beklagt, den wir von der Zeitung in zig Artikeln beschrieben haben. Der Leiter des Kreis-Straßenbauamts, Matthias Straus, erklärte am Freitag selbst: „Eine gut ausgebaute, verkehrssichere Strecke sieht anders aus.“

Landrat Dr. Richard Sigel und der Kreistag sind für die Straße verantwortlich. Dass sie bald gebaut wird, stellt der Landrat in Aussicht. Stefan Hein, Verkehrsdezernent im Landratsamt, und Matthias Straus wollen den Umbau der Straße und haben bereits Pläne entwickelt. Zurzeit ist die Fahrbahn zwischen 4,70 und 5,70 Meter breit und muss immer wieder wegen Hangrutschungen notdürftig repariert werden. Straus sagt nun: „Wir werden die Straße durchgängig auf sechs Meter verbreitern.“ Die Bushaltestellen sollen sicher ausgebaut und die Entwässerung der Straße soll neu gemacht werden.

Der Landkreis alleine kann die Kosten nicht aufbringen

Das Ganze wird teuer: Vier Millionen Euro Baukosten haben die Baufachleute des Landratsamts ausgerechnet. Landrat Sigel hatte schon in einem früheren Gespräch erklärt, dass der Landkreis diese Kosten nicht alleine aufbringen könne. Er brauche die Unterstützung des Landes. Am Freitag erinnerte der Landrat an den gewünschten Zuschuss und erklärte: „Wir brauchen hier ein klares Signal.“ Es könnte in den nächsten Jahren ein Konjunktureinbruch kommen, und dennoch müsse die Straße gebaut werden. Die Straßenbauer des Landkreises möchten Mitte 2021 mit dem Bauen beginnen und Mitte 2022 fertig werden. Ihre Pläne werden sie ans Regierungspräsidium weitergeben – zusammen mit der aktualisierten Kostenkalkulation.


Kreisräte beim Vor-Ort-Termin

Dass auch der Kreistag hinter der geplanten Straßensanierung zwischen Baach und Bürg steht, wurde durch die Anwesenheit von Fraktionssprechern des Kreistags unterstrichen: Reinhold Szuka (CDU, Althütte) und Christine Besa (Grüne, Leutenbach).

Landrat Sigel hatte für diesen Termin, um den er den Regierungspräsidenten gebeten hatte, ein größeres Team aus der Kreis-Straßenbauverwaltung und eine Mitarbeiterin der Pressestelle nach Bürg und zum Schulerhof bestellt.

Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth erklärte am Ort die Bedeutung der Strecke für Busse und Schulbusse.

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