Stuttgart Angeklagte im "Paradise"-Prozess werfen Befangenheit vor

Blick in einem gemeinsamen Sitzungssaal des Stuttgarter Landgericht und Oberlandesgericht Foto: Sebastian Kahnert/Archiv Foto: dpa

Stuttgart. Im sogenannten Paradise-Prozess haben die Verteidiger der Angeklagten einen Befangenheitsantrag gegen die Strafkammer des Stuttgarter Landgerichts gestellt. Das bestätigte ein Sprecher des Gerichts am Freitag. Wie der Antrag begründet wird, war zunächst nicht bekannt. Zuerst hatte "Bild" berichtet.

In dem Prozess geht es um Menschenhandel und Zwangsprostitution in einem Großbordell nahe Stuttgart. Hauptangeklagt ist der inzwischen 65 Jahre alte ehemalige Bordellchef. Ihm wird unter anderem die Förderung von schwerem Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung, Beihilfe zur Zuhälterei und Betrug vorgeworfen. Mitangeklagt sind Mitarbeiter, darunter sein Presse- und Marketingchef. Die Verhandlung sollte ursprünglich am 8. Januar 2019 fortgesetzt werden. Ob bis dahin über den Befangenheitsantrag entschieden sein wird, ist unklar.

Ende Dezember 2018 war bereits der frühere Geschäftsführer des Bordells in einem abgetrennten Verfahren zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Er hatte ein weitgehendes Geständnis abgelegt.

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