Taiyuan Spätzlespresse made in China

Taiyuan.
An unserem 4. Tag hier in China ging es früh los. Um 6.40 Uhr wurden wir an unserem Hotel in Peking abgeholt und mit dem Bus zum Bahnhof gefahren, von wo aus wir mit dem Schnellzug (s. Blog 5) die etwa 2-stündige Reise nach Taiyuan antraten. Bei unserer Ankunft lernten wir zuerst unsere neue Reiseleiterin Mina kennen. Sie spricht Englisch, aber wir konnten uns sehr gut mit ihr verständigen. In Taiyuan angekommen, ging es nach einer weiteren Stunde Busfahrt zum Mittagessen, das an diesem Tag recht fad ausfiel und uns daher nicht besonders schmeckte. Auf der Fahrt erhielten wir die wichtigsten Informationen über unser nächstes Besichtigungsziel: das Haus der Familie Qiao. Der Kaufmann Qiao, der während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch den Verkauf von Tofu und Getreide zu Geld und Ansehen gekommen war, baute seiner Familie ein labyrinthartig angelegtes Haus aus dutzenden Räumen, das eher an ein kleines Dorf erinnert. Das Anwesen mit seinem malerischen Garten ist sehr groß und gut erhalten. Am Ende der Führung, die anstrengend aber auch interessant war, fuhren wir zu einem buddhistischen Tempel. Der Tempel wird nicht aktiv genutzt, d.h. es leben keine Mönche dort. Er hat eher den Charakter eines Museums und wurde offensichtlich nach der Kulturrevolution nicht restauriert.

Danach ging es weiter nach Pingyao, unserem eigentlichen Ziel des Tages. Die Fahrt dorthin führte uns durch eine Gegend, die schmutzig und heruntergekommen aussah. Die vollständig erhaltene mittelalterliche Stadtanlage, die wir besichtigen wollten, liegt im Zentrum der Stadt. Da der Stadtkern nicht von Autos oder Bussen befahren werden darf, hielt unser Bus vor der Stadtmauer am westlichen Eingangstor zur Altstadt. Unsere Koffer wurden von zwei Shuttlefahrzeugen abgeholt und zum Hotel gebracht. Wir gingen zu Fuß durch die Altstadt zum Hotel. Aufgrund unseres ersten Eindrucks während der Anfahrt waren unsere Erwartungen an das Hotel niedrig. Wir wurden jedoch sehr positiv überrascht: Das Hotel war sehr schön und traditionell chinesisch eingerichtet. Nachdem wir uns alle in unseren Zimmern zurecht gefunden hatten, erkundeten wir die schöne Altstadt! Ein Souvenirladen schließt an den anderen an. Dazwischen wird an kleinen Ständen gekocht und gebacken. Die Stadt ist geprägt von einer lebendigen Geschäftigkeit und scheint auch für die Chinesen ein beliebtes Ausflugziel zu sein. Abends aßen wir alle gemeinsam sehr lecker in unserem Hotel. Nach dem anstrengenden Tag gingen wir alle müde ins Bett.

PS: Im Wohnhof der Familie Qiao hat einer der Lehrer den Beweis dafür gefunden, dass die Chinesen schon immer das schwäbische Know-how genutzt haben: Die Spätzlespresse! 

Peking, Pingyao, Xian und Shanghai

Die Reise der Schüler des GBG dauert vom 29. März bis zum 18. April. Die Schüler werden die berühmtesten Sehenswürdigkeiten wie Sommerpalast, Himmelstempel und Chinesische Mauer in Peking besichtigen sowie einen Wohnhof und einen Shuanglin-Tempel in Pingyao. Bei uns bloggen sie über ihre Erfahrungen. Alle Blogeinträge finden Sie unter www.zvw.de/chinaaustausch

  • Bewertung
    46
Der ZVW Morgen-Newsletter

Gut informiert in den Tag starten. Einfach kostenlos anmelden.

Heute in Ihrer Tageszeitung

  • Waiblinger Kreiszeitung
  • Schorndorfer Nachrichten
  • Winnender Zeitung
  • Welzheimer Zeitung
Lust auf mehr?

Lesen Sie Ihre Zeitung immer und überall digital: Hier ePAPER-Angebote entdecken!