Technische Probleme im Kappelbergtunnel Der Fehler ist kaum zu finden, aber vielleicht schon behoben

Symbolbild. Foto: ZVW/Gabriel Habermann

Waiblingen/Fellbach. Nach zwei Fehlalarmen im Kappelbergtunnel ist die genaue Ursache weiterhin unklar. Das Problem könnte aber bereits behoben sein. Das zeigte ausgerechnet ein defekter, qualmender Lkw.

Zwei Tage hintereinander ist der Kappelbergtunnel in dieser Woche automatisch gesperrt worden. Die Polizei hatte in beiden Fällen zunächst von einem Fehlalarm der Brandmeldeanlage gesprochen. Beim Landratsamt hieß es am Mittwochnachmittag noch: "Wir sind dran an der Fehlersuche." 

Weitere nächtliche Sperrungen möglich

Die Ursache der technischen Probleme sei im Bereich der Lüftungsanlage zu finden, sagte eine Sprecherin des Landratsamts am Freitag. "Es handelt sich laut unsere Experten möglicherweise um einen Kontaktfehler im Mikrobereich." Es ließe sich daher kaum abklären, an welcher Stelle genau der Fehler aufgetreten sei. Deshalb sei der Plan, sicherheitshalber alle Steuerungsmodule der Lüftung auszutauschen.

Damit hätte man bereits begonnen, so die Sprecherin weiter. "In der nächsten Woche werden wir noch weitere Module austauschen. Möglicherweise wird es dafür zu weiteren nächtlichen Sperrungen kommen, über die wir aber rechtzeitig informieren werden."

Ausgerechnet eine erneute Sperrung gibt Grund zur Hoffnung

Möglicherweise wurde das Problem aber schon behoben. Gegen 12 Uhr fuhr ein Lkw-Fahrer am Freitag mit seinem defekten Fahrzeug durch den Tunnel Richtung Waiblingen. Weil er dabei eine Qualmwolke hinter sich herzog, musste der Tunnel für einige Zeit in beide Richtungen gesperrt werden. Der Verkehr staute sich kilometerlang, in den sozialen Medien zeigten sich etliche Autofahrer frustriert.

Für die Arbeiten am Kappelbergtunnel könnte es dagegen ein gutes Zeichen sein. "Die Lüftung hat funktioniert", sagte die Sprecherin des Landratsamts. Der Qualm zog wieder ab. 

Sperrung im Engelbergtunnel am Donnerstag

Beim Engelbergtunnel an der A 81 bei Leonberg sorgte am Donnerstagabend eine automatische Sperrung für Frust bei Autofahrern aus der Region.

Das Regierungspräsidium in Stuttgart sagt hierzu: "Wir können bestätigen, dass es gestern Abend zu einer kurzzeitigen automatischen Sperrung im Engelbergtunnel in der Weströhre kam. Grund hierfür war die Auslösung der Sichttrübungsanlage." Diese könne beispielsweise durch Reifen- und Bremsabriebe oder Staubentwicklung ausgelöst werden, heißt es weiter. "Der Tunnel wurde nach einer knappen halben Stunden wieder freigegeben."


Automatische Sperrung?

Eine Streckenbeeinflussungsanlage regelt an der B14 zwischen Waiblingen und Stuttgart-Wangen den Verkehr und greift dafür auf eine Vielzahl von Instrumenten zurück. Ein paar Beispiele: 

  • Kontaktschleifen messen, wie viele Autos unterwegs sind
  • Dynamische Verkehrsschilder "reagieren" darauf mit entsprechenden Geschwindigkeitsbegrenzungen und Warnhinweisen 
  • Ein Sicherheitsdienst überwacht auf über 50 Kameras das Geschehen im Kappelbergtunnel
  • Warnmeldeanlagen sorgen dafür, dass der Tunnel bei möglicher Gefahr für den Verkehr gesperrt wird - die Ampeln springen dann auf Rot

Ob die Sensoren der Anlagen eine echte, oder nur eine scheinbare Gefahr melden, lässt sich mit Sicherheit nur durch einen Besuch vor Ort abklären. Deshalb kann von einem Fehlalarm bis zur Aufhebung der Sperrung einige Zeit vergehen.

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