Tischtennis Bundesliga SVP-Trainer Matthias Landfried im Interview - Seite 6

Was würden Sie machen, wenn es nach 2013/2014 doch nicht beim SVP weiter gehen sollte?

Das ist ein Thema, mit dem ich mich momentan nicht beschäftige. Natürlich ist die Situation nicht einfach, aber wir würden alle nicht so viel Zeit in das Projekt Bundesliga investieren, wenn wir nicht an die Zukunftsperspektiven glauben würden.

Aber wenn es tatsächlich so kommen sollte, dann würde ich vermutlich nach Kroatien zurück gehen. Der Präsident von STK Dr. Casl Zagreb hat meine Beweggründe für Plüderhausen verstanden, obwohl der SVP momentan nicht international spielt, aber er möchte das so verstanden wissen, dass er mich nach Plüderhausen ausleiht und ich unabhängig von der Dauer meines Engagements beim SVP, danach nach Zagreb zurück kehre. Es ist sehr erfreulich, wenn man mit meiner Arbeit zufrieden ist.

Aber wer weiß, vielleicht würde ich dann auch meine Karriere beenden. Ich habe fast alles erreicht, was man erreichen kann und habe mit meinem Unternehmen mehr als genug zu tun, bin bis heute nicht dazu gekommen, mein gekauftes Wohn- und Geschäftshaus umzubauen und der tragische Herzinfarkt-Tod von Ochsenhausens langjährigem Präsidenten und Manager Rainer Ihle hat mir schon zu denken gegeben, ob der ganze Stress tatsächlich sein muss. 

Matthias Landfried

Matthias Landfried ist 38 Jahre alt und wohnt in Wendlingen.

Nach einem Jahrzehnt in der deutschen Bundesliga – sechs Jahre Würzburg, vier Saarbrücken – wechselte er als Cheftrainer zum kroatischen Spitzenclub STK Dr. Casl Zagreb.

Erfolge: Mit Müller Würzburger Hofbräu Deutscher Meister, im deutschen Pokalfinale und zweimal im Europapokalfinale; mit dem 1. FC Saarbrücken Deutscher Pokalsieger, Meister und Vizemeister; mit Zagreb zweifacher kroatischer Meister, das European Superleague Finale erreicht; mit allen drei Vereinen in der Champions League, dabei mit Würzburg im Viertelfinale, mit Saarbrücken im Halbfinale.

Trotz langfristiger Perspektive in Kroatien nahm Landfried das Angebot als Cheftrainer und Manager des dreifachen Europapokalsiegers SV Plüderhausen in der 1. Bundesliga an.
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