TSG Hoffenheim - VfB Stuttgart Der VfB fährt optimistisch in den Kraichgau

VfB-Coach Markus Weinzierl vor der Auswärtspartie beim 1. FC Nürnberg Foto: Galm / ZVW

Stuttgart.
Nach der deutlichen 0:4-Heimniederlage gegen den BVB gastiert der VfB am Samstagabend (18.30 Uhr/ZVW-Liveticker) bei der TSG Hoffenheim. Die Mannschaft von Julian Nagelsmann ist aktuell mit zehn Punkten Tabellenachter und hinkt den eigenen Ansprüchen ein wenig hinterher.

Kompakt zusammengefasst: Die wichtigsten Aussagen von VfB-Trainer Markus Weinzierl vor dem Spiel im Kaichgau:

Personal
"Dennis Aogo ist wieder fit", beginnt Weinzierl die Pressekonferenz mit einer frohen Kunde für die VfB-Fans. Einzig Mittelfeldspieler Daniel Didavi bleibt das Sorgenkind beim Club mit dem Brustring. "Die Situation von Daniel ist unverändert - ein Einsatz bleibt fraglich", sagt der Trainer. Bei den anderen Langzeitverletzten gebe es "nichts neues".

Gegner
Markus Weinzierl hat viel Lob für die TSG Hoffenheim übrig: "Da kommt eine CL-Mannschaft mit tollen Einzelspielern auf uns zu", mahnt er. Von der Arbeit seines jungen Trainerkollegen Julian Nagelsmann zeigt sich Weinzierl durchaus angetan: "Julian hat sein Team kontinuierlich weiterentwickelt - heute zählt es zu den Top-Teams der Bundesliga".

Doch auch diese Mannschaft sei bei all der "offensiven Qualität" nicht unverwundbar. "Defensiv sind sie immer mal wieder für individuelle Fehler gut", sagt Weinzierl. Dass der kommende Gegner "den eigenen Erwartungen noch hinterher hinkt" liegt auch an der bisweilen schwachen Chancenverwertung des Teams aus dem Kraichgau.

Dennoch gibt Weinzierl offen zu: "Die vergangenen Leistungen der TSG waren durchweg sehr gut - nur die Ergebnisse passten nicht immer". Der VfB-Trainer ist der Meinung, die Hoffenheimer stünden aktuell "zu weit unten" in der Tabelle.

Tabellensituation

"Wir müssen uns der aktuellen Situation stellen und nun schleunigst damit beginnen, zu punkten", gibt Weinzierl die Marschroute vor. Dass die aktuelle Lage "schwierig" ist, hätten gerade die ersten 30 Minuten gegen den Tabellenführer noch einmal gnadenlos aufgezeigt.

"Die Bundesliga ist so eng", gibt Weinzierl zu Bedenken. Man dürfe nun nicht die Köpfe hängen lassen: "Bei all der berechtigten Unzufriedenheit müssen wir auch optimistisch bleiben". Das übergeordnete Ziel des Vereins, die Mannschaft zu stabilisieren und im nächsten Schritt auch weiterzuentwickeln sei "ein Langstreckenlauf, kein Sprint", sagt Weinzierl.

"Wir haben etwas gut zu machen", sagt der VfB-Coach und nimmt im selben Atemzug die Führungsspieler in die Pflicht: "Es geht nun darum, eine zuverlässige Achse zu finden", so Weinzierl.

Spielweise

Der taktischen Frage, ob man zukünftig mit einer Vierer- respektive Dreierkette spielen möchte, weicht Weinzierl etwas aus: "Die Grundordnung ist zweitrangig - die Art und Weise ist entscheidend". Der VfB wolle in Sinsheim "aktiv und mutig verteidigen". Nur tief zu stehen und abzuwarten sei "der falsche Weg" - davon ist Weinzierl überzeugt.

Dass seine Mannschaft zuletzt den nötigen Biss vermissen ließ, habe der Trainer bewusst thematisiert."In unserer Situation dürfen wir nicht zu brav agieren", warnt Weinzierl. Voraussetzung für eine "engagierte Leistung" sei es, "eine Grundagressivität in die Mannschaft einzubringen", so der Trainer.

Ein wichtiges Stichwort für Weinzierl ist dabei die Stabilität. Diese habe zuletzt häufiger gefehlt, was der Coach an den unterschiedlichen Phasen im Spiel seiner Mannschaft festmacht."Wir müssen die Schwankungen abstellen und von der ersten Minute an helwach sein", sagt Weinzierl.

Die Pressekonferenz im Video

Das sagt TSG-Trainer Julian Nagelsmann

Der 31-Jährige freut sich zunächst einmal auf eine "ausverkaufte Arena" - knapp 30.000 Zuschauer werden am Samstagabend mit dabei sein. Der junge Trainer kündigt an, dass es nach einer intensiven englischen Woche eine Belastungssteuerung geben wird - möglicherweise werden Kerem Demirbay und Ermin Bicakcic der Rotation zum Opfer fallen.

Größere Verletzungen haben die Hoffenheimer nicht zu verkraften. Auch Leonardo Bittencourt, der zuletzt angeschlagen fehlte, "kehrt wieder zurück ins Team", so Nagelsmann. Der Trainer bricht die Erfolgsformel für das anstehende Heimspiel gegen den VfB auf das Einfachste herunter: "Wenn wir öfter zu Null spielen, werden wir häufiger gewinnen".

Dies soll nun gegen den Tabellen-Siebzehnten gelingen. Auch wenn Julian Nagelsmann warnt, man habe in jüngerer Vergangenheit "nicht die besten Erfahrungen" mit den Stuttgartern gemacht". Seine Mannschaft wolle sich in diesem Spiel "auf die eigenen Stärken besinnen" - ungeachtet der Tabellensituation.

Voraussichtliche Aufstellungen

Hoffenheim: Baumann - Adams, Vogt, Bicakcic - Schulz, Grillitsch, Demirbay, Kaderabek - Kramaric, Joelinton, Nelson

Stuttgart: Zieler - Pavard, Badstuber, Baumgartl - Insua, Gentner, Ascacibar, Castro, Maffeo - Gonzalez, Gomez

Matchfacts und Statistiken

Bilanz aus VfB-Sicht:

Gesamt: 18 Spiele, 8 Siege, 5 Unentschieden, 5 Niederlagen, 32:25 Tore

Heim: 9 Spiele, 5 Siege, 2 Unentschieden, 2 Niederlagen, 22:13 Tore

Auswärts: 9 Spiele, 3 Siege, 3 Unentschieden, 3 Niederlagen, 10:12 Tore

Rückkehrer: Die VfB-Spieler Andreas Beck und Jens Grahl trugen in ihrer Laufbahn bereits das Trikot der TSG Hoffenheim. Auf Seiten der TSG haben Alexander Stolz, Ermin Bicakcic, Lukas Rupp und Adam Szalai eine VfB-Vergangenheit.

Lieblingsgegner: Mario Gomez hat bisher keines seiner zwölf Pflichtspiele gegen die TSG verloren und erzielte dabei neun Tore.

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