Der Drittligist hat den Spielbetrieb eingestellt und der 25-Jährige seinen Vertrag aufgelöst. Spielmacher hält sich beim TVB fit - Rückkehr nicht ausgeschlossen.

Die Drittliga-Saison wird ohne den HV Stuttgarter Kickers an den Start gehen. Das Team der ehemaligen Bittenfelder Sebastian Seitner, Marcel Lenz und Alexander Heib steht damit ohne Verein da. Heib hält sich derzeit bei seinem Heimatverein fit – Rückkehr nicht ausgeschlossen.

Der HV Stuttgarter Kickers hat seinen vollständigen Spielbetrieb eingestellt. Das hat der Handballverband Württemberg (HVW) mitgeteilt. Die Mitgliederversammlung des HV Stuttgarter Kickers habe beim HVW einen Antrag auf Spielklassenübertragung aller Spielrechte auf den SV Stuttgarter Kickers gestellt. Die Möglichkeit einer Übertragung des Spielrechts für die 3. Liga der Männer sei gemäß DHB-Ordnung ausgeschlossen. Im Klartext bedeutet dies: Die Kickers ziehen ihr Team aus der 3. Liga zurück. Die Spieler – unter anderem die drei Ex-Bittenfelder Sebastian Seitner, Marcel Lenz und Alexander Heib – stehen ohne Verein da. Letzterer hatte sich im November vergangenen Jahres für einen Wechsel zur neuen Spielzeit entschieden.  Turbulenzen hatte es bei den Kickers bereits zu Beginn der vergangenen Saison gegeben: Die Bundesliga-Handballerinnen der SG Kickers/Sindelfingen zogen vor Saisonbeginn ihr Team zurück, da die Spielbetriebs-GmbH Insolvenz anmelden musste. Zuletzt hatte der Club eine Hallensperre der Stadt Stuttgart hinnehmen müssen aufgrund ausstehender Zahlungen an die Stadt. Bereits vor zwei Wochen, nachdem sich das Unheil angekündigt hatte, hat Alexander Heib seinen Vertrag bei den Kickers aufgelöst. „Das ist natürlich sehr bitter“, sagt der 25-Jährige. „Eigentlich waren die nächsten beiden Jahre abgesichert.“ Die Spieler hätten sich mit der schwierigen Situation auseinandergesetzt und auch finanzielle Einbußen in Kauf genommen.

Nun muss sich Heib kurzfristig nach einem neuen Club umsehen. Natürlich wird über die Rückkehr zu seinem Stammverein spekuliert. „Der TVB ist sicherlich eine Option“, sagt Heib. „Ich werde mich jetzt aber nicht unter Druck setzen.“ Es gebe auch keinerlei Tendenz, wohin sein Weg führe. „Ich möchte aber gerne im Kreis bleiben.“

Zunächst einmal freue er sich, dass ihm der TVB die Möglichkeit gebe, sich in Bittenfeld fit zu halten. Er habe sich bei Trainer Günter Schweikardt auch schon bedankt, dass er ihn überhaupt angehört habe. „Das ist nicht selbstverständlich, schließlich sind wir im Profibereich und der TVB hat die Saison ohne mich geplant“, sagt Heib.

Er werde jetzt die nächsten zwei, drei Wochen beim TVB mittrainieren. „Dann sehen wir, ob es passt oder nicht.“ Sollte er tatsächlich wieder in der 2. Liga spielen, müssten die Rahmenbedingungen stimmen. Will heißen: Zwischen dem TVB und Heibs Ausbildungsbetrieb müssten „klare Vereinbarungen“ getroffen werden. „Wenn ich auf diesem Niveau spielen will, darf die Doppelbelastung nicht so hoch sein wie sie phasenweise in der vergangenen Saison war.“ Da machten ihm immer wieder Verletzungen zu schaffen. Die Arbeitszeiten müssten so angepasst werden, dass er alle Trainingseinheiten mitmachen könne. „Sonst macht das für beide Seiten keinen Sinn.“

Für den TVB hat sich mit Rückzug des HV Stuttgarter Kickers die Option ergeben, seinen Spielmacher zurückzuholen. So weit indes sei man noch längst nicht, sagt TVB-Trainer Günter Schweikardt. Zunächst einmal seien die Kaderplanungen für die neue Saison abgeschlossen. „Aber natürlich bieten wir Alex die Möglichkeit, sich bis auf Weiteres bei uns fit zu halten.“ Es sei eine neue Situation entstanden, mit der der TVB nicht gerechnet habe. „Wir werden die nächsten Wochen abwarten, noch gibt es keinerlei Tendenz“, sagt Schweikardt.