TVB 1898 Stuttgart - Füchse Berlin Unentschieden reicht zum Ligaverbleib

Manuel Späth wird von (von links) Maximilian Janke, Bastian Roschek und Alen Milosevic bedrängt (rechts am Boden David Schmidt). Foto: Ralph Steinemann

Nach dem verpassten Punkterekord gegen Leipzig bietet sich dem Handball-Erstligisten TVB 1898 Stuttgart an diesem Donnerstag (19 Uhr/ZVW-Liveticker) in der Scharrena erneut die Gelegenheit, eine Bestmarke aufzustellen. Mit dem zweimaligen Vereinsweltmeister und EHF-Pokalsieger Berlin kommt allerdings ein Hochkaräter. Nach einer Durststrecke haben sich die Füchse berappelt.


Die Partie in der Scharrena ist ausverkauft. Das Spiel können Sie aber bei uns im Liveticker verfolgen. 


Eigentlich hatte sich Jürgen Schweikardt vorgenommen, am Montagmittag einen Haken unter die 29:32-Niederlage gegen Leipzig zu setzen. „Wenn ich aber jetzt auf die Tabelle schaue, ärgert es mich doch, dass wir die Punkte mehr oder weniger hergeschenkt haben“, sagt der TVB-Trainer. Ein Zähler hätte den TVB im Erfolgsfall von Rang neun getrennt. Zudem hätte er 24 Punkte auf dem Konto gehabt und damit seinen Bundesliga-Rekord geknackt.

Berlin blieb hinter den Erwartungen zurück

Das können die Bittenfelder an diesem Donnerstag nachholen, wobei die Aussichten deutlich schlechter sind als am Ostersonntag. Schließlich zählen die Füchse zu den Top-Adressen im deutschen Handball, auch wenn sie in dieser Saison mit Rang sieben und 30:24 Punkten ein gutes Stück hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind und die eine oder andere bittere Enttäuschung wegstecken mussten.

Beispielsweise im November bei der überraschenden 25:30-Niederlage gegen den TVB. In den acht Partien nach der WM-Pause weist die Bilanz erschreckende 4:12 Punkte auf. Es setzte Pleiten in Lemgo, Hannover, Melsungen, Leipzig und gegen Göppingen. Auch wenn sich die Berliner oft ordentlich präsentierten: Die Talfahrt lässt die ambitionierten Hauptstädter um die Teilnahme am Europacup bangen. Mindestens Platz fünf müssen sie erreichen, zwei Punkte Rückstand freilich sind in sieben Spielen leicht aufzuholen.

Schweikardt: "Nicht mehr die Mannschaft, gegen die wir im Herbst gewonnen haben"

Zumal die Formkurve mittlerweile wieder deutlich nach oben zeigt. Bei der 29:30-Niederlage gegen den Tabellenzweiten THW Kiel zeigte das Team von Trainer Velimir Petkovic eine starke Leistung – und setzte im Achtelfinal-Hinspiel des EHF-Cups noch einen drauf mit dem souveränen 34:26-Sieg in Hannover.

„Es sieht leider so aus, als ob Berlin wieder in der Spur ist“, sagt Schweikardt. „Wir müssen realistisch sein: Es ist nicht mehr die Mannschaft, gegen die wir im Herbst gewonnen haben.“ Damals waren die Füchse extrem ersatzgeschwächt, es fehlten unter anderem die deutschen Nationalspieler Fabian Wiede und Paul Drux. Der TVB nahm mit 30:25 die Punkte mit. „Mit Heinevetter im Tor und Lindberg auf Rechtsaußen haben die Füchse weitere Weltklassespieler“, sagt Schweikardt. Sein Team gehe jedenfalls als klarer Außenseiter in die Partie. Es müsse mindestens an die Leistung aus dem Melsungen-Spiel anknüpfen, um an der Überraschung zu schnuppern. In der vergangenen Saison trotzte es den Füchsen ein 24:24-Remis ab.

Bei einem Remis ist der Klassenerhalt sicher

Sollte sich der TVB auch im Rückspiel durchsetzen, könnte er gleich doppelt feiern: Außer dem Punkterekord wäre auch der Klassenverbleib fix, dazu reichte bereits ein Unentschieden. Drei Spieler des TVB treffen auf ihren ehemaligen Trainer Velimir Petkovic: Simon Baumgarten, Michael Schweikardt und Manuel Späth. Auch der TVB-Coach Jürgen Schweikardt „kennt und schätzt“ Petkovic seit Jahren.

Dass sich die Berliner auf dem Weg zu einem Europapokalplatz nicht mehr viele Aussetzer leisten dürfen, sieht Schweikardt eher als Nachteil für sein Team. Erschwerend hinzu kommen die Ausfälle von Robert Markotic und Tobias Schimmelbauer. Wie schon gegen Leipzig, wird Martin Kienzle aus dem Oberligateam aufrücken. Weitere Kandidaten wären eigentlich Luis Foege und Max Öhler. Bei kehrten allerdings angeschlagen vom Lehrgang der A-Jugend-Nationalmannschaft zurück. Der A-Jugendliche Yannick Wissmann könnte erstmals im Kader der Bundesligamannschaft stehen.

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