TVB 1898 Stuttgart Neuer Rechtsaußen-Spieler: Wieling wechselt zum TVB

Rechtsaußen Tim Roman Wieling (links) wechselt vom Zweitligisten TSV Bayer Dormagen an den Neckar. Foto: ZVW/Thomas Wagner

Der Kader des Handball-Erstligisten TVB 1898 Stuttgart für die neue Saison steht: Tim Roman Wieling kommt vom Zweitligisten TSV Bayer Dormagen und wird mit Sascha Pfattheicher (21) das Duo auf Rechtsaußen bilden. Seinen Vertrag vorzeitig um zwei Jahre bis 2022 verlängert hat Max Häfner (21). Außerdem wird der TVB mit einem neuen Logo an den Start gehen.

Weil sich Bobby Schagen zur kommenden Spielzeit dem Ligakonkurrenten TBV Lemgo anschließen wird, hatte der TVB Handlungsbedarf auf der Rechtsaußen-Position. Nun ist klar, wer den Niederländer ersetzen und zusammen mit Sascha Pfattheicher die rechte Außenbahn bilden wird: Der 1,82 Meter große und 22 Jahre alte Tim Roman Wieling hat für den Zweitligisten TSV Bayer Dormagen in der laufenden Saison in 29 Spielen 203 Tore erzielt. Öfter hat nur der Ex-Bittenfelder Michael Spatz (TV Großwallstadt/206) getroffen. Mit über 70 Prozent ist Wielings Quote sehr gut, er hat ein Viertel der Dormagener Tore geworfen.

Zwischen 2012 und 2017 spielte Wieling beim TSV GWD Minden – in der Jugend, in der zweiten Mannschaft sowie bei den Profis. Im zweiten Jahr nun ist er für Dormagen in der zweiten Liga am Ball. Beim TVB hat Wieling einen Vertrag über zwei Jahre unterzeichnet.

Wieling: "Für mich war's der logische nächste Schritt"

„Mit Tim und Sascha haben wir zwei große Talente auf der Rechtsaußen-Position, die sich gegenseitig motivieren sollen, ein neues Level zu erreichen“, sagte der TVB-Trainer und -Geschäftsführer Jürgen Schweikardt am Montag bei der Pressekonferenz in der Scharrena. „Ich denke, das passt zu unserer neuen Ausrichtung.“

Er freue sich riesig, dass es mit dem TVB geklappt habe, sagte Wieling. „Für mich war’s der logische nächste Schritt.“ Wichtig für seine Entwicklung sei ebenfalls gewesen, zunächst den Schritt zurückzugehen von der ersten in die zweite Liga, um Spielpraxis zu sammeln. In Minden sei er mit 18 Jahren nicht so richtig zum Zug gekommen.

Noch sehr jung ist auch Max Häfner. 2017 kam der 22-Jährige vom Oberligisten TSB Schwäbisch Gmünd zum TVB, hat sich hier prächtig entwickelt und nimmt in den Planungen des TVB eine wichtige Rolle ein. Beiden Parteien haben sich darauf geeinigt, Häfners bis 2020 datierten Vertrag vorzeitig um zwei weitere Jahre zu verlängern. „Es macht mich stolz, dass wir das unter Dach und Fach gebracht haben“, so Schweikardt. In Zusammenhang mit der Causa Mimi Kraus sei Max Häfner in den vergangenen Wochen in aller Munde gewesen. Nach Kraus’ Abgang zum Ligakonkurrenten Bietigheim hat Häfner auf der Spielmacher-Position reichlich Spielanteile bekommen und seine Sache sehr gut gemacht.

In den Fußstapfen der Spieler, die den TVB geprägt haben

„In den Gedankenspielen, die Mannschaft zu verjüngen, hat Max eine ganz große Rolle gespielt“, so Schweikardt. Zudem komme Häfner aus der Region und könne in die Fußstapfen von Spielern treten, die den TVB über viele Jahre hinweg geprägt hätten.

Für Häfner gab’s „wenig bis gar keine Gründe, die gegen eine vorzeitige Verlängerung gesprochen haben“. Er freue sich darüber, dass er das Vertrauen auf der Spielmacher-Position bekommen habe. „Es macht mir da deutlich mehr Spaß, man ist viel mehr im Spiel involviert und hat Verantwortung.“

Lediglich einfach besetzt bleibt die Linksaußenposition. Patrick Zieker stößt vom TBV Lemgo hinzu. Aufgefüllt wird die Lücke durch Spieler, die zum erweiterten Kader gehören werden. Erster Kandidat als Zieker-Ersatz ist Max Öhler, der aus der eigenen Jugend kommt und schon einige Minuten mit den Profis auf dem Spielfeld stand. „Außerdem kann im Notfall auch Max Häfner auf Linksaußen spielen“, so Schweikardt. Außer Öhler wird Luis Foege zum erweiterten Kader gehören und damit der fünfte Linkshänder im Team sein.

Ein neues, fernsehtaugliches TVB-Logo

Auch abseits des Spielfelds erneuert sich der TVB: Nach vier Jahren wird das Logo erneut angepasst. Kern des neuen Emblems ist weiterhin das bisherige Wappen des TVB. Es wird umschlossen mit einem weißen Kreis – mit einem Bekenntnis zur Landeshauptstadt. Seit dem Jahr 2015 tritt die Bundesligamannschaft unter dem Namen TVB Stuttgart an.

Hauptgrund für die Modifizierung sei gewesen, so Schweikardt, dass das bisherige, langgezogene Logo in der TV-Übertragung gar nicht richtig zu sehen sei. „Ich denke, wir haben mit diesem Logo jetzt eine gute Lösung gefunden, wie wir unsere Geschichte, den Dorfverein, der immer größer geworden und jetzt in der Landeshauptstadt beheimatet ist, sehr gut ausdrücken können.“ Offiziell verwendet werden soll das neue Logo in der nächsten Saison.

Mit der Verpflichtung des Rechtsaußens Tim Roman Wieling (22/links) ist der Kader des TVB für die neue Spielzeit fix. Der Trainer und Geschäftsführer Jürgen Schweikardt (rechts) freut sich zudem über die vorzeitige Vertragsverlängerung von Max Häfner. Der 22-Jährige bleibt bis mindestens 2022 bei den Stuttgartern. In der nächsten Saison gibt’s überdies ein neues, fernsehtauglicheres Logo (unten). Foto: Wagner

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