TVB empfängt Bergischen HC Höchste Zeit für den ersten Heimsieg

Rudolf Faluvégi (mit Ball, links Robert Markotic) belebt das Spiel des TVB zweifelsfrei. Nach seiner langen Verletzungspause fehlt dem Ungarn aber noch die Konstanz über 60 Minuten hinweg. Foto: Ralph Steinemann Pressefoto

Fünf Punkte aus den jüngsten fünf Partien haben die Erstliga-Handballer des TVB Stuttgart gesammelt. Das ist nicht übel, allerdings waren gleich drei Unentschieden darunter. Es wird also höchste Zeit für den ersten Heimsieg in dieser Saison: Mit dem Bergischen HC gastiert am Sonntag (16 Uhr) ein Team, das als Aufsteiger in der vergangenen Saison für Furore gesorgt hatte und mit Rang sieben abschloss.

Es gibt Statistiken, die schmecken einem Trainer überhaupt nicht. So möchte der TVB-Coach Jürgen Schweikardt an eine ernüchternde Serie nicht gerne erinnert werden: Den letzten Heimsieg für sein Team gab’s am 14. Februar gegen den TBV Lemgo. Indes: So ganz stimmt das nicht, weil die Stuttgarter im DHB-Pokal Ende September den Liga-Konkurrenten HC Erlangen mit 30:26 in die Knie zwangen.

„Ich habe eine andere Statistik im Kopf“, sagt Schweikardt. „Wir haben in dieser Saison erst ein Spiel in Stuttgart verloren.“ Beim 23:28 gegen den Tabellenführer TSV Hannover-Burgdorf, gegen den der TVB lange sehr gut mitgehalten hat.

Noch mehr drin gewesen wäre gegen Minden (24:24), Lemgo (26:26) und selbst gegen den Deutschen Meister SG Flensburg-Handewitt (23:23). Wie zuletzt auch im Derby beim HBW Balingen-Weilstetten (25:25).

Ein straffes Programm: Neun Spiele in sechs Wochen

Mit dem Spiel gegen den Bergischen HC startet der TVB ins anstrengende Restjahr: Acht Spiele plus das Pokalviertelfinale gegen den THW Kiel stehen auf dem Programm. Möchte der TVB die anvisierten zehn Punkte bis zur EM-Pause erreichen – vier fehlen noch –, sollte er in den Heimspielen gegen den Vorjahres-Aufsteiger Bergischer HC und den aktuellen Neuling HSG Nordhorn-Lingen eigentlich doppelt punkten. Schließlich warten mit den Rhein-Neckar Löwen, dem THW Kiel, der MT Melsungen und den Füchsen Berlin noch deutlich hochkarätigere Gegner.

„Von der Vorstellung, dass es gegen den BHC einfacher wird als gegen andere Mannschaften, kann man sich ganz schnell verabschieden“, sagt Schweikardt. Die Liga sei so ausgeglichen wie schon lange nicht mehr, es könne fast jeder jeden schlagen. „Für die Fans ist das natürlich super.“

Vor den Bergischen Löwen hat Schweikardt großen Respekt. Der Verein habe auch nach dem Abstieg in der Saison 2016/17 an seinem klaren Plan festgehalten – und an Trainer Sebastian Hinze. „Der BHC ist ein sehr gut geführter Verein, der sich auch strukturell weiterentwickelt.“

Kein Wiedersehen mit Ex-Bittenfelder Gunnarsson

Sportlich haben die Bergischen Löwen nach dem souveränen Wiederaufstieg für Aufsehen gesorgt mit ihrem siebten Tabellenplatz. „Sie waren sehr stabil und scheinen es auch in dieser Saison zu sein.“ Mit 11:13 Punkten ist der TVB-Gegner im Soll. Einzig das Unentschieden bei den Eulen Ludwigshafen, nach deutlicher Führung, kann als Ausrutscher angesehen werden. Zuletzt besiegte der BHC den HC Erlangen mit 25:24 – und zeigte dabei, dass er auch etliche verletzungsbedingte Ausfälle verkraftet. Zu den Langzeitverletzten Daniel Fontaine und Leos Petrovsky gesellten sich kurzfristig der Torhüter Tomas Mrkva, Fabian Gutbrod, Csaba Szücs und Arnor Gunnarsson. Mit dem Ex-Bittenfelder Gunnarsson wird’s am Sonntag zumindest auf dem Spielfeld auf keinen Fall ein Wiedersehen geben: Der Isländer hat sich einen Muskelbündelriss zugezogen.

Dank ihres großen Kaders haben die Löwen einige Alternativen. Zu den Stützen zählen der Torhüter Christopher Rudek, der schwedische Spielmacher Linus Arnesson und dessen Landsmann am Kreis und Mittelblock, Max Darj.

TVB zum dritten Mal in Bestbesetzung

Von Verletzungen verschont ist derzeit der TVB Stuttgart. Zum dritten Mal in Folge wird er am Sonntag in Bestbesetzung antreten. Damit hat Jürgen Schweikardt auf allen Positionen mindestens eine Alternative zur Hand. Die braucht es, um erstens das Tempo hochzuhalten und zweitens die eine oder andere Formschwäche auszugleichen. Und diejenigen Spieler, die nach längeren Verletzungen zurückgekehrt sind, können dosiert eingesetzt werden. „Für uns geht’s weiterhin darum, dass wir mit vielen Wiederholungen im Training noch mehr Stabilität in unser Team bringen“, sagt Schweikardt.


Wer noch kein Ticket hat fürs Spiel gegen den Bergischen HC, der muss sich beeilen: Es gibt noch wenige Restkarten.

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