TVB Stuttgart Bitter, Schmidt, Zieker im DHB-Kader

Trägt Johannes Bitter auch in der nächsten Saison das Trikot des TVB Stuttgart? Der Weltmeister möchte gerne bleiben, die Gespräche laufen bereits. Foto: Ralph Steinemann

Nach dem spektakulären Pokal-Match gegen den THW Kiel geht’s für den Handball-Erstligisten TVB Stuttgart am Samstag (20.30 Uhr/ZVW-Liveticker) in der Liga bei der HSG Wetzlar weiter – mit Selbstvertrauen. Auch, weil die jüngsten Leistungen nun von höchster Stelle belohnt worden sind: Am Donnerstag hat der Bundestrainer Christian Prokop seinen 28-Mann-Kader für die Europameisterschaft im Januar bekanntgegeben. Vom TVB sind Torhüter Jogi Bitter, Linksaußen Patrick Zieker und Rückraumspieler David Schmidt dabei.

„Das ist ein Riesenerfolg für unseren Verein und die Spieler“, sagt der Trainer Jürgen Schweikardt. „Es zeigt, dass wir in unserer Entwicklung auf dem richtigen Weg sind.“ Bis zum Start der EM-Vorbereitung am 2. Januar muss Prokop zehn Spieler aus dem Aufgebot streichen – und zwei weitere bis zum Start der Vorrunde. Auch wenn die Berufenen von der Nominierung für den endgültigen Kader träumen: Die Konzentration liegt auf den letzten fünf Spielen bis zur EM-Pause. Gilt die Tabelle als Maßstab, stehen die Chancen auf den dritten Saisonsieg beim Tabellenzehnten HSG Wetzlar am besten. Theoretisch, denn die Erfahrungen des TVB mit dem Team von Trainer Kai Wandschneider sind nicht besonders gut: In der Saisonvorbereitung kassierte Stuttgart eine deftige 21:37-Packung.

Die Wetzlarer spielen seit Jahren eine gute Rolle in der Bundesliga. Trotz eines recht bescheidenen Etats gerieten sie nie in Abstiegsgefahr. „Wetzlar hat das Potenzial für einen Platz unter den ersten zehn“, sagt Schweikardt. Wie der TVB, so klaute auch die HSG den Flensburgern einen Punkt. Den SC Magdeburg zwangen sie mit 29:28 in die Knie, zuletzt überzeugten sie beim 31:25-Sieg in Erlangen. „Wetzlar ist Favorit, aber wir fahren nicht hin, um die Punkte abzuliefern.“ Nach wie vor angeschlagen ist Adam Lönn (Fersenprellung).

Mit einem Sieg in Wetzlar könnte der TVB den Abstand auf die Abstiegsplätze auf vier Punkte vergrößern. Das wäre zwar längst noch kein Ruhekissen, aber ein gutes Argument in den Vertragsverhandlungen mit Jogi Bitter. Nach dem zweiten Saisonsieg gegen Nordhorn bekräftigte der 37-Jährige gegenüber dem TV-Sender Sky, dass er gerne beim TVB bleiben würde. Er sei mit den Verantwortlichen im Gespräch.

Das bestätigt auch der Trainer und Geschäftsführer auf Nachfrage dieser Zeitung. „Ich habe ein ordentliches Gefühl“, sagt Jürgen Schweikardt. „Mehr kann ich dazu nicht sagen.“ Außer, dass eine frühere Einigung als bei den jüngsten Verhandlungen angestrebt werde. Da gab’s erst im März dieses Jahres eine Einigung. „Ich denke, wir werden das nach Weihnachten in Ruhe besprechen“, sagte Bitter gegenüber Sky.

Ob er die Zeit dazu hat, entscheidet der Bundestrainer.

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