TVB Stuttgart Der TVB fiebert dem ersten Heimspiel entgegen

Dem TVB-Neuzugang Zarko Pesevski (mit Ball, gegen die Erlanger Sebastian Firnhaber/links und Sime Ivic) fehlt noch etwas die Treffsicherheit. Am Sonntag wird er wie Tim Wieling, Patrick Zieker, Elvar Asgeirsson und Adam Lönn erstmals vor heimischem Publikum spielen. Foto: Sportfoto Zink / Daniel Marr

Stuttgart. Im dritten Saisonspiel, dem ersten vor heimischer Kulisse, möchte der Handball-Erstligist TVB Stuttgart die ersten Punkte aufs Konto buchen. Der TSV GWD Minden wird am Sonntag (16 Uhr / ZVW-Liveticker) mit reichlich Rückenwind in die Scharrena einlaufen: Am Mittwoch siegte er überraschend bei den Füchsen Berlin. Der TVB muss auf David Schmidt und Rudolf Faluvégi verzichten.

Ein wenig unglücklich läuft’s schon zu Saisonbeginn für den TVB Stuttgart. Eigentlich ist das Auftaktprogramm mit Erlangen, Leipzig und Minden keines zum Fürchten. Nun hat der TVB jedoch das Pech, dass die Kontrahenten nach überraschenden Erfolgen und starken Leistungen in den Spielen zuvor entsprechend selbstbewusst den Stuttgartern gegenübertreten.

Auch der TSV GWD Minden. Das Team von Trainer Frank Carstens startete durchwachsen in die Runde. Nach dem Aus in der ersten DHB-Pokalrunde gegen den Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen gab’s auch in Hannover (30:36) und gegen Leipzig (21:25) nichts zu holen. Umso überraschender war der furiose Auftritt am Mittwoch bei den Füchsen Berlin. Nach 44 Minuten führte Minden mit 22:16 und spielte die Partie beim 29:25 souverän nach Hause.

So eine Vorstellung hatte auch Jürgen Schweikardt nicht erwartet. „Das zeigt aber, wie eng es in der Liga zugeht“, sagt der TVB-Trainer. „Wenn eine Mannschaft einen schlechten Tag erwischt und die andere einen guten, kommt eben so etwas dabei heraus.“

Zwei Niederlagen gegen Minden in der vergangenen Saison

Für sein Team ändere sich durch den Coup der Mindener nichts. „Wir müssen uns weiterentwickeln und ein Stück besser sein als gegen Leipzig.“ Das Augenmerk lag in der Vorbereitung auf der Defensive, die in Leipzig im zweiten Spielabschnitt zu löchrig war. Nach individuellen Fehlern zu Beginn habe die Abwehr zu offensiv agiert und dadurch ihre Kompaktheit verloren.

Probleme in der Defensive hatten die Stuttgarter in der vergangenen Spielzeit gegen die Mindener. Auswärts kassierten sie in einem ihrer schlechtesten Spiele eine bittere 25:38-Schlappe, auch das Rückspiel in der Scharrena ging mit 30:31 verloren. „Wir wissen, was auf uns zukommt“, so Schweikardt. „Aber jetzt ist eine neue Saison. Klar ist, dass wir unser erstes Heimspiel unbedingt gewinnen wollen.“

Eigentlich ist Minden ein Team in der TVB-Kategorie. Der 14. des Vorjahres möchte in dieser Saison jedoch angreifen, ein einstelliger Tabellenplatz ist das Ziel. Wie der TVB, so hat auch Minden sein Team ziemlich umgekrempelt – und ebenfalls deutlich verjüngt. Von den Füchsen Berlin kamen der Torhüter Malte Semisch (27) und der rechte Rückraumspieler Christoph Reißky (24), der Linksaußen Joscha Ritterbach (25) wechselte von Göppingen zu den Ostwestfalen und der Schweizer Nationalspieler und Kreisspieler Lucas Meister (23) aus Schaffhausen. Mit dem Spielmacher Juri Knorr (19) holte Minden eines der größten deutschen Talente aus Barcelona.

Der TVB wird mit demselben Kader wie in Leipzig antreten

Mit dem Routinier Dalibor Doder hat der TVB-Gegner zwar einen langjährigen Führungsspieler verloren. Das Gerüst indes um den Rückraum-Shooter Christopher Rambo, den deutschen Nationalspieler Marian Michalczik und den Kreisläufer Magnus Gullerud steht nach wie vor.

Der TVB wird mit demselben Kader wie in Leipzig antreten. Die Hoffnung auf die Rückkehr von Rudolf Faluvégi hat sich zerschlagen. Nach einer Schleimbeutelentzündung am Ellbogen, einhergehend mit Fieber, war zunächst von höchstens vier Tagen Pause ausgegangen worden. Weil der Schleimbeutel jedoch auch eingerissen war, entschieden sich die Ärzte zu einer Operation. Damit fällt der Spielmacher drei bis vier Wochen aus. Nach einer mehrmonatigen verletzungsbedingten Pause hatte er in Erlangen sein Comeback gefeiert. „Rudi ist natürlich frustriert“, sagt Schweikardt. „Aber da muss er jetzt durch.“

Ebenfalls noch nicht einsatzfähig ist David Schmidt (Schambeinentzündung). Der Linkshänder hat zwar leicht trainiert, klagt aber immer noch über Schmerzen. Auch Minden wird nicht in Bestbesetzung antreten. In Berlin mussten Magnus Gullerud, der Torhüter Espen Christensen und Savvas Savvas passen.


Für die Partie gegen den TSV GWD Minden am Sonntag (16 Uhr) in der Scharrena gibt es noch rund 200 Karten

Für die Partie gegen den TSV GWD Minden am Sonntag (16 Uhr) in der Scharrena gibt es noch rund 200 Karten.

Am Sonntag, 29. September, steigt in Göppingen das erste Derby für den TVB in dieser Saison. Der TVB organisiert zwei kostenlose Fan-Busse, die um 11.30 Uhr am Vereinsheim in Bittenfeld (Schulstraße 29) in Richtung EWS-Arena abfahren. Zur Einstimmung gibt es von 10 Uhr an ein Weißwurstfrühstück und Frühschoppen auf dem Gelände des Vereinsheims. Die Tickets für das Spiel können über die Geschäftsstelle des TVB bestellt werden. Anmeldungen und Kartenbestellungen sind möglich bis 12. September per Mail an mw@tvbstuttgart.de.

Der TVB und der VfB haben sich eine gemeinsame Aktion einfallen lassen: Für die Spiele TVB gegen die TSV Hannover-Burgdorf (Donnerstag, 19. September, 19 Uhr, Porsche-Arena) und VfB gegen die Spvgg Greuther Fürth am Samstag, 21. September (13 Uhr), bieten die Vereine ein Ticket-Paket an: Für insgesamt 39 Euro gibt’s einen Platz in der Porsche-Arena (Kategorie 2) und einen Platz in der Mercedes-Benz-Arena (Haupttribüne Seite). Weitere Informationen sowie den Erwerb des Ticket-Pakets: http://bit.ly/TvbVfb.

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