TVB Stuttgart Schwache Leistung gegen den Bergischen HC

So sahen die Angriffsbemühungen des TVB gegen den Bergischen HC häufig aus: Kristian Nippes und Max Darj (verdeckt) stoppen Elvar Asgeirsson. Foto: Ralph Steinemann

Ein bisschen länger gedauert als üblich hat die Spiel-Analyse am Tag nach der ernüchternden 25:31-Niederlage des Handball-Erstligisten TVB Stuttgart gegen den Bergischen HC. „Es war ein durchweg gebrauchter Tag“, sagt Jürgen Schweikardt. „Wir brauchen nichts schönzureden, das war keine gute Leistung.“ Drei wesentliche Gründe für die Pleite hat er herausgearbeitet.

Wurfqualität aus dem Rückraum

„Wir hatten eigentlich ordentliche Gelegenheiten aus dem Rückraum“, sagt Schweikardt. Die Qualität der Würfe sei jedoch durch die Bank „katastrophal“ gewesen. Ein Blick in die Statistik bestätigt diesen Eindruck: Von 29 Distanzwürfen fanden lediglich elf den Weg ins Tor. David Schmidt, Max Häfner und Dominik Weiß kommen auf eine Wurfquote von unter 25 Prozent.

Abwehrverhalten

In etlichen Spielen war die Defensive der Trumpf des TVB, am Sonntag zeigte sie ungewöhnliche Schwächen. „Wir machten zu viele individuellen Fehler“, so Schweikardt. Die beiden Kreisläufer des BHC, Max Darj und Rafael Baena, bekam der TVB nie zu fassen. „Sie haben uns so sehr beschäftigt, dass wir gegen den Rückraum oft zu spät dran waren.“ Zu nah ließ die TVB-Defensive vor allem Linus Arnesson und Tomas Babak herankommen, da hatte es auch der TVB-Torhüter Johannes Bitter schwer. Der verlor das Spiel gegen den Löwen-Keeper Christopher Rudeck klar.

Abpraller

Wer das Spiel in der Scharrena verfolgte, der hatte den Eindruck, dass nahezu jeder Abpraller beim Bergischen HC landete. Und dieses Gefühl täuschte nicht: Acht Aktionen hat Schweikardt gezählt, in denen der Gast bei diesen 50:50-Situationen der Sieger war. Und der TVB? Fehlanzeige. „Das war nicht nur der Unaufmerksamkeit geschuldet, der Ball fiel einfach in die Hände des Gegners“, sagt Schweikardt.

Nicht aufgegangen ist auch Schweikardts Wechselstrategie. In Balingen war Dominik Weiß von der Bank gekommen und hatte nicht ins Spiel gefunden. Gegen den BHC stand er in der Anfangsformation – wie auch Max Häfner. Beide blieben blass. Schweikardts Plan war, die Breite des Kaders auszunutzen und von der Bank aus Impulse zu setzen in Person von Adam Lönn und Rudolf Faluvégi. „Auch diese Idee ging nicht wirklich auf“, sagt Schweikardt.

Signifikant besser wurde das Spiel des TVB nicht – ganz gleich, wen der Trainer auf die Platte schickte. „Bis auf Zarko Pesevski hat keiner Normalform erreicht“, so Schweikardt. Weshalb die Stuttgarter dem Gegner hoffnungslos unterlegen waren.

Um so erstaunlicher war die Unterstützung der Fans bis zur Schlusssirene. „Dafür möchte ich mich bei den Zuschauern, auch im Namen der Mannschaft, ausdrücklich bedanken.“

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