TVB Stuttgart Vier Heimspiele in Folge für den TVB

Oft Pech im Abschluss hatte Adam Lönn (beim Wurf) im Spiel gegen den THW (hier von links Pavel Horak, Max Häfner, Steffen Weinhold und Ole Rahmel). Der durchsetzungsstarke Schwede ist eine wichtige Stütze im Team des TVB Stuttgart. Foto: Sascha Klahn

Den Fans des Handball-Erstligisten TVB Stuttgart wird in den kommenden zweieinhalb Wochen das komplette Programm geboten in der Scharrena und Porsche-Arena: Gleich viermal in Folge ist der TVB Gastgeber. Los geht’s an diesem Donnerstag (19 Uhr/ZVW-Liveticker) gegen den einzigen bayerischen Vertreter in der Liga, den HC Erlangen. „Das ist zum jetzigen Zeitpunkt ein Brett“, sagt der TVB-Trainer Jürgen Schweikardt.

Nach der Entlassung von Trainer Adalsteinn Eyolfsson hat der HCE unter seinem neuen Trainer Rolf Brack mit dem 32:27-Erfolg gegen den HBW Balingen-Weilstetten viel Selbstvertrauen getankt. Ein weiterer Erfolg in der Scharrena wäre für die Erlanger ein gewaltiger Schritt in Richtung Ligaverbleib – wie für die Stuttgarter auch.

Zumindest in drei der vier aufeinanderfolgenden Heimpartien stehen die Chancen nicht schlecht auf Punkte: Erlangen hat drei Punkte mehr als der TVB, Göppingen zwei und Balingen liegt lediglich aufgrund der besseren Trefferdifferenz vor dem TVB. Von sogenannten „Muss-Spielen“ will Schweikardt allerdings nichts wissen. „Ich habe viel zu viel mit anderen Dingen zu tun, um mich mit derartigen Rechenspielen zu beschäftigen“, sagt er. „Das bringt nichts.“

In der Liga geht es eng zu

Der HC Erlangen hat den Rhein-Neckar Löwen beim 29:29 einen Punkt abgeknöpft und die Füchse Berlin mit 34:29 geschlagen. Die eine oder andere Niederlage in dieser Spielzeit fiel sehr knapp aus, sonst hätten die Franken mehr als 18 Punkte auf dem Konto. „Wir haben aber auch schon Punkte verschenkt, wenn ich nur an die Spiele gegen Berlin und Balingen denke“, sagt Schweikardt. Bei zwei Zählern mehr wäre der TVB gleichauf mit Mannschaften wie dem Bergischen HC und Göppingen. „Das muss uns Selbstvertrauen geben.“ Wie eng es in diesem Jahr zugeht in der höchsten Liga, ist leicht an der Tabelle abzulesen: Den TVB trennen zwar nur drei Punkte von den Abstiegsplätzen, ebenso wenig sind’s jedoch auf Rang elf.

Der Vergleich zur vergangenen Saison zeigt, wie schwierig die Mission Klassenverbleib ist: Im Vorjahr hatte der TVB nach 23 Spieltagen 18 Punkte gesammelt, aber zehn Punkte Polster auf den vorletzten Rang. Die aktuell 15 Punkte hätten 2019 zum Ligaverbleib gereicht, der Drittletzte Eulen Ludwigshafen hatte am Ende nur 14.

Erlanger sind stark besetzt

Auch in seinem dritten Jahr nach dem Aufstieg in die erste Liga hatte sich der HC Erlangen von den hinteren Tabellenregionen ferngehalten. Mit 30 Punkten reichte es immerhin zu Rang neun. In dieser Saison hatten die Erlanger hin und wieder ein paar Probleme. Wozu sie jedoch fähig sind, zeigten sie zuletzt beim 32:27-Sieg gegen Balingen. „Das war schon sehr beeindruckend“, sagt Jürgen Schweikardt. „Vor allem das Tempospiel.“ Acht Gegenstoßtore kassierte Balingen in den ersten 30 Minuten, die Erlanger Außenspieler Christopher Bissel und Johannes Sellin waren zusammen für fast die Hälfte der Erlanger Tore verantwortlich.

Stark besetzt ist der Stuttgarter Gegner durch die Bank: im Rückraum mit den wurfgewaltigen Nico Büdel und Sime Ivic, am Kreis gleich dreifach mit dem norwegischen Vize-Weltmeister Petter Överby, Sebastian Firnhaber und Jan Schäffer und natürlich im Tor mit den ehemaligen deutschen Nationalkeepern Carsten Lichtlein und Nikolas Katsigiannis. Bekannt sind die Erlanger für ihren großen Einsatz und ihr körperbetontes Spiel – es ist die Handschrift des neuen Trainers Rolf Brack. „Wir müssen von Anfang an dagegenhalten“, so Schweikardt. „Und wir brauchen unbedingt unsere Fans im Rücken.“

Feuerwehr wird vor Ort sein

Es dürfte also heiß hergehen in der Scharrena – allerdings nur auf dem Spielfeld. Die Verantwortlichen haben Vorkehrungen getroffen, damit es keinen dritten Fehl- oder Feueralarm geben wird. Falls es in der Küche wieder zu einer Rauchentwicklung kommen sollte, werde zunächst ein optischer Alarm ausgelöst, sagt der TVB-Sicherheitsbeauftragte Sven Heib auf Anfrage. „Ein stiller Alarm sozusagen, dann wird geschaut, was los ist.“ Zur „Absicherung“ werde die Feuerwehr vor Ort sein.

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