Typisierungsaktion in Plüderhausen Riesige Welle der Hilfsbereitschaft

, aktualisiert am 21.01.2019 - 18:51 Uhr
An der Typisierungsaktion haben sich nachmittags um 15 Uhr schon 450 Menschen beteiligt. Und nicht nur aus Plüderhausen, das Einzugsgebiet war enorm und reichte bis nach Heilbronn. Foto: Ralph Steinemann Pressefoto

Plüderhausen.
Das war nicht vorhersehbar: Zur Typisierungsaktion für den an Blutkrebs erkrankten Max in Plüderhausen sind die Menschen in solchen Scharen erschienen, dass die Helfer den Ansturm kaum bewältigen konnten. „Wir mussten noch mehr Leute zur Unterstützung holen“, berichtete Organisator Jochen Faust, der auch Jugendtrainer beim SV Plüderhausen ist. Ab 13 Uhr standen die Menschen Schlange, und es riss nicht ab. Die Frist von 13 bis 17 Uhr musste verlängert werden. Um 15 Uhr waren es bereits 450 Spender, die eine Speichelprobe abgegeben hatten. Auch das Einzugsgebiet war enorm: Bis aus Heilbronn reisten Menschen an, um sich bei der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) registrieren zu lassen. Die sozialen Medien sorgten dafür, dass sich nicht nur Plüderhäuser auf den Weg gemacht haben. Am Ende des Tages waren es über 950 Spender.

Bis jeder potenzielle Stammzellenspender in die entsprechende Datei aufgenommen wird, dauere es sicher drei Wochen. „Der Andrang übertrifft alle unsere Erwartungen, sagt Jochen Faust. „Wir müssen Sonderschichten einlegen.“ Der 13-jährige Maximilian Mayer aus Plüderhausen ist an Blutkrebs erkrankt. Eine Stammzellspende ist seine einzige Überlebenschance. Der SV Plüderhausen, Max’ Sportverein, setzte sich für den Jungen mit der Typisierungsaktion ein, bei der sich potenzielle Spender bei der DKMS registrieren lassen konnten.

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