Ultra-Proteste gegen VfB-Präsident Wolfgang Dietrich erneut im Zentrum der Kritik

VfB-Präsident Wolfgang Dietrich stand am Sonntagabend erneut im Zentrum der Kritik. Foto: Pressefoto Baumann

Stuttgart. Auch im Rahmen des Landesduells gegen den SC Freiburg (2:2) haben die Ultras des VfB Stuttgart am Sonntag gegen Präsident Wolfgang Dietrich protestiert. "Nur ein ahnungsloser Vollidiot glaubt an einen Zusammenhalt mit euch Blendern und Wahrheitsbeugern", stand auf einem Spruchband, das vor dem Anpfiff in die Höhe gehalten wurde.

Bereits vor zwei Wochen hatte Teile der Anhänger bei der 2:3-Niederlage gegen Mainz 05 mit „Dietrich raus“-Sprechchören ihrem Unmut freien Lauf gelassen. In einer auf ihrer Homepage veröffentlichten Erklärung präzisieren die Ultras vom „Commando Cannstatt 97“ ihre Kritikpunkte an Präsident Dietrich, Sportvorstand Michael Reschke und den Strukturen in der AG. 

In erster Linie geht es dabei um die „strukturell bedingte Ämterhäufung“ des Präsidenten: Dietrich habe "in allen denkbaren Gremien den Vorsitz." Darunter fallen der Aufsichtsrat der neu gegründeten Aktiengesellschaft (AG), der „selbsternannte“ Präsidialrat sowie die Hauptversammlung der AG.

Da der Rolle des Sportvorstands „eine immense Bedeutung“ zukomme, sei es "unverantwortlich", sich auf dieser Position „komplett abhängig von den Ideen einer einzigen Person“ zu machen. Die Ursache des Problems sei die geringe sportliche Kompetenz im Aufsichtsrat – hier saßen in der Vergangenheit zeitweise „nur Sponsorenvertreter“, so die Kritik. 

Auch die fehlende fußballerische Kompetenz innerhalb der VfB-Strukturen ist den Ultras ein Dorn im Auge. In Präsidial- und Aufsichtsrat sei „der Sport“ gegenüber Vertretern aus der Wirtschaft „in der Minderheit“. Ein konstruktiver Vorschlag des CC wäre, einen Vorstandsvorsitzenden zu installieren – als „direkter Vorgesetzter der Vorstände im täglichen Geschäft […] und Gegenpol zum Aufsichtsratsvorsitzenden“. 

Die Ultras erkennen keine Weiterentwicklung im sportlichen Bereich und empfinden ihren Herzensverein als „gespalten“ und akut abstiegsbedroht. Die Identifikation vieler Fans sei „kaputt gegangen." Der VfB-Anhang wünsche sich in Zukunft einen „transparent geführten VfB“, der „großen Worten auch Taten folgen lässt.“ Dies funktioniere nur, wenn „die richtigen Leute mit dem größten Fachwissen auf den entscheidenden Positionen sitzen“. Aktuell gebe es beim Verein mit dem Brustring aber noch „zu viel Wolfgang Dietrich.“ 


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