Unsere Haustiere Ein Herz für Hühner und Hunde

Weinstadt. Sie ist stolz auf ihr lustiges Rudel aus Hühnern und Hunden: Annika Trumpp liebt es, mit Tieren zusammenzuleben. Zum Auftakt der neuen Serie „Unsere Haustiere“ erzählt die Beutelsbacherin, warum ihre beiden Hunde ihre drei Hühner in Ruhe lassen – und was sie in Sachen Futter und Hygiene alles beachtet.

„Ich bin mit Tieren aufgewachsen. Ich kann gar nicht ohne Tiere leben“, sagt Annika Trumpp und lächelt. Um sie herum wuseln gerade ihre Chihuahuas Lenny und Luna. Die 23-Jährige sitzt im Wohnzimmer ihrer Wohnung, die sich im Haus ihrer Großeltern befindet. Draußen im Garten steht der Hühnerstall, den sie mit ihrem Mann Benni Trumpp (26) selbst gebaut hat – und darin leben seit Juni 2014 Lady Gaga, Gerda und Jutta. So heißen nämlich ihre drei Hühner. „Das finde ich so cool, schon immer. Als Kind habe ich mir gesagt: Hühner sind ein Muss“, sagt Annika Trumpp. Bei Freunden ihrer Mutter hat sie die Tiere früher immer im Stall besucht – doch selbst hatte sie lange nie die Möglichkeit, Hühner zu halten. Das hat sich jetzt mit dem eigenen Garten geändert. Lady Gaga, Gerda und Jutta haben zudem noch einen ganz praktischen Nutzen: Jeden Morgen gibt es Frühstückseier – und zwar in der Regel drei Stück. Das liegt auch daran, dass Annika Trumpp Hybridhühner hält. „Die sind legefreudig.“

„Ihre Leibspeise sind Kartoffelschalen und altes Brot“

Die Bindung zu ihren Hühnern ist bei Annika Trumpp natürlich nicht ganz so groß wie zu ihren Hunden Lenny und Luna. „Die brauchen aber auch nicht so viel Aufmerksamkeit.“ Überhaupt ist nach Erfahrung der Beutelsbacherin der Aufwand viel geringer. Morgens kümmert sich ihr Mann um die Tiere und holt die Eier, abends schaut sie im Stall vorbei. Alle zwei Tage entfernen die Trumpps den Kot, einmal im Monat ist Großputz angesagt. Zu 70 Prozent füttert das Paar seine Hühner mit Legemehl, dann gibt es noch Körnermix und etwas Kalk. Letzteres, sagt Annika Trumpp, sei für die Qualität der Eierschalen wichtig – damit diese schön hart werden. Ab und an gibt es für die Hühner auch Essensreste. „Ihre Leibspeise sind Kartoffelschalen und altes Brot.“ Und wenn Oma und Opa bei der Gartenarbeit mal einen Regenwurm oder Schnecken finden, dann werden damit natürlich die Hühner gefüttert.

Zum Tierarzt musste Annika Trumpp wegen ihrer Hühner bislang nicht. Gesundheitliche Probleme gab es nur einmal, kurz nachdem die damals 20 Wochen alten Hühner im Sommer 2014 zu den Trumpps kamen. Da hatte sich die Rote Vogelmilbe im Stall eingenistet, ein blutsaugender Parasit, der auch den Menschen befallen kann. Ehemann Benni Trumpp recherchierte daraufhin im Internet, kaufte ein entsprechendes Mittel – und seither ist Ruhe.

Als Annika Trumpp sich ihre beiden Langhaar-Chihuahuas zulegte, hatte sie ihre Hühner schon eine Weile. Luna war damals zehn Wochen alt, Lenny elf. „Die waren noch in ihrer Prägungsphase – und da passiert alles Wichtige.“ Annika Trumpp nutzte die Gelegenheit und ließ ihre Hunde immer im Garten bei den Hühnern. Was dazu führte, dass die beiden Chihuahuas die Hühner auch heute noch in Ruhe lassen. „Sie kuscheln zwar nicht miteinander, aber sie ignorieren sich“, sagt Annika Trumpp.

Die 23-Jährige freut sich über das gute Miteinander der Tiere, schließlich ist für sie ein Leben ohne Hunde nur schwer vorstellbar. Bereits mit elf Jahren hat sie ihren ersten Hund erhalten, einen Tibetterrier namens Billy. Schon jetzt wünscht sie sich, dass Lenny und Luna irgendwann Nachwuchs bekommen: Ihr Chihuahua-Männchen und ihr Chihuahua-Weibchen sind immerhin vor kurzem als offiziell zuchttauglich eingestuft worden. „Es wäre ganz schön, einen Wurf zu kriegen“, findet Annika Trumpp.

Bei Jutta, Lady Gaga und Gerda hofft sie, dass die drei noch viele Jahre Eier legen. Denn die drei Hühner sind bislang ziemlich pflegeleicht. „Die stören nicht, es ist immer ein leises Gegacker.“ Was sie tun werden, wenn die Legefreudigkeit nachlässt, weiß Annika Trumpp noch nicht. „Ich werde sie aber sicher nicht schlachten.“

Was die 23-Jährige total freut, ist der Umstand, dass ihr Mann Benni Trumpp seine anfängliche Skepsis gegenüber Haustieren überwunden hat – und sowohl die Hühner als auch die Hunde ins Herz geschlossen hat. „Ich find’s langweilig ohne Tiere. Ich will nicht mehr ohne sein – und Benni geht’s genauso.“

Weitere Haustierbesitzer gesucht

Haben Sie auch Lust, dass wir über Sie und Ihr Haustier berichten? Dann melden Sie sich doch in unserer Redaktion. Wir suchen noch weitere Teilnehmer für unsere Serie. Wichtig wäre, dass Sie bereit sind, sich zusammen mit Ihrem Tier fotografieren zu lassen. Außerdem muss Ihr Wohnort in Weinstadt liegen.

Sie haben drei Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme: Sie können uns einen Brief schreiben an Zeitungsverlag Waiblingen, Lokalredaktion Waiblingen, zu Hd. Bernd Klopfer, Albrecht-Villinger-Straße 10, 71332 Waiblingen. Per Fax erreichen Sie uns unter 0 71 51/566 402, per Mail unter bernd.klopfer@zvw.de. Wichtig: Nennen Sie bitte Ihre Festnetz- oder Handynummer, damit wir Sie anrufen können, um einen Gesprächstermin mit Ihnen zu vereinbaren.

Weitere Hunde- oder Katzenbesitzer sollten sich übrigens nicht mehr melden. Denn wir wollen, dass in unserer Serie auch andere Tiere zum Zug kommen. Sprich: Wenn Sie einen Hamster, ein Meerschweinchen, einen Goldfisch, einen Wellensittich oder einen Hasen haben, würden wir uns besonders über Ihre Rückmeldung freuen. Auch Besitzer exotischer Tiere wie Schlangen oder Vogelspinnen dürfen sich gerne melden.

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