Unsere Selbstheilungskräfte, Teil 1 Offen sein für ein heikles Thema

Eine Artikelserie über Selbstheilungskräfte? Das scheint das Natürlichste auf der Welt zu sein. Schließlich hat sich jeder schon mal in den Finger geschnitten und zugesehen, wie der Körper das selbst repariert hat. Oder hat in einem Gipsverband abgewartet, bis das gebrochene Bein wieder heil war. Doch mehr trauen wir unserem Körper offenbar nicht zu, und deshalb steht das Wort Selbstheilungskräfte sofort unter Esoterikverdacht. Auf jeden Fall scheint hier erst einmal Vorsicht geboten zu sein.

So waren auch die Reaktionen im Kollegenkreis auf die Ankündigung, über Selbstheilungskräfte zu schreiben, zurückhaltend bis skeptisch und gipfelten im Rat, doch mal bei den Freikirchen nachzufragen. Die müssten doch Experten fürs Gesundbeten sein.

Wir trauen unserem Körper nichts zu. Eine Schnittwunde, ein unkomplizierter Bruch, das kriegt er schon hin. Alles andere aber muss der Arzt erledigen. Der entfernt, was krank ist, näht zusammen, was zusammengehört, und greift, wenn’s nötig ist, in die Ersatzteilkiste. Den Rest erledigen Medikamente. Der Körper muss bei all dem nur ruhig abwarten und zusehen, wie ihm geholfen wird.

Von genau dieser Haltung jedoch müssen wir uns verabschieden. Die moderne Medizin ist unerlässlich und erster Ansprechpartner. Sie wird aber immer teurer und steht deshalb womöglich bald nicht mehr jedem zur Verfügung. Grund genug, die Verantwortung für unsere Gesundheit – und damit auch für die Heilung – wieder selbst zu übernehmen. Mehr Vertrauen in die Selbstheilungskräfte zu entwickeln und diese vor allem gezielt zu fördern.

Dazu jedoch ist vor allem ein erster Schritt nötig: dem Thema offen und unvoreingenommen zu begegnen.

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