Urbach Ärger um Hunde im Bärenbachtal

Symbolbild. Foto: Pixabay.com / CC0 Creative Commons

Urbach. Im Sommer haben Nachbarn sich über ihr Bellen beschwert, nun wurde eine Fußgängerin leicht verletzt: Zwei Schäferhunde im Bärenbachtal sorgen für Ärger in Urbach. Die Gemeinderätinnen Anke Schön (SPD) und Ursula Jud (Freie Wähler) fordern, dass die Gemeinde jetzt handelt. Der Besitzer will den Zwinger nun besser sichern.

Letztlich vor allem mit den Schrecken davon kam eine Spaziergängerin am Dienstagmorgen im Bärenbachtal. Zwei Schäferhunde, die dort als Wachhunde für einen landwirtschaftlichen Betrieb dienen, waren ausgebüxt. Einer davon hat die Frau gebissen und leicht verletzt (ärztlich behandelt werden musste die Frau zum Glück nicht).

Die Spaziergängerin wandte sich daraufhin an die Gemeinde. Der Besitzer hat die Hunde noch am selben Vormittag wieder eingefangen und in den Zwinger gesperrt, aus dem sie zuvor über ein Loch ausgebüxt waren. Auch eine Hundestaffel der Polizei hat die Situation zwischenzeitlich geprüft. Ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung wurde eingeleitet.

Hunde sorgen nicht zum ersten Mal für Ärger

Es ist nicht das erste Mal, dass die beiden Hunde für Ärger sorgen. Im Sommer hatten sich benachbarte Anwohner über ihr anhaltendes Bellen beklagt. Auch waren die Schäferhunde immer wieder ausgebüxt. Weitere Fälle, in denen die Hunde Menschen angegangen haben, sind der Hundestaffel indes nicht bekannt.

Schon seit Jahren sei das Problem bekannt, sagte nun Anke Schön (SPD) im Gemeinderat. Viele Spaziergänger würden das Bärenbachtal deshalb inzwischen meiden. Dass Polizei und Verwaltung nicht durchgreifen, ärgert sie. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis etwas Schlimmeres passiere.

Gespräch mit den Besitzern suchen

Ihre Ratskollegin Ursula Jud (Freie Wähler) hatte das Thema unter dem Punkt „Verschiedenes“ zuvor auf die öffentliche Tagesordnung gebracht. „Das ist eine Gefahr“, meint Jud, die von der Gemeinde nun konkrete Maßnahmen forderte.

Achim Grockenberger vom Ordnungs- und Kulturamt der Gemeinde will nun das Gespräch mit dem Besitzer suchen – und ihm klarmachen, dass es so nicht weiter gehen könne. Er müsse sicherstellen, dass die Hunde nicht mehr ausbüxen. Im schlimmsten Falle könnten dem Halter die Hunde auch weggenommen werden.

Dass die Hunde immer wieder aus dem Zwinger ausgebüxt sind, ärgert indes auch den Besitzer, der die Tiere dort seit einigen Jahren untergebracht hat, um sein Gelände zu schützen. In der Vergangenheit seien dort nämlich immer wieder Sachen gestohlen worden. Einer der beiden sei durchaus scharf, auch das bestätigt er.

Verletzungen nur oberflächlich

Dass ihr Bellen in der Nachbarschaft diesen Sommer für Unmut gesorgt hat, versteht er zwar. Da des Nachts Wildtiere unterwegs seien und die Hunde darauf reagieren, könne er dies aber nicht verhindern. Die Forderung, die Hunde nachts dort wegzubringen, lehnt er ab, da die Tiere im Bärenbachtal ihr Zuhause hätten.

Die von einem der Hunde leicht verletzte Frau habe er mittlerweile besucht und sich nach ihrem Wohlbefinden erkundigt. Die Verletzung sei glücklicherweise nur oberflächlich. Auch um die Sicherheit des Zwingers will er sich nun kümmern und ihn künftig besser sichern. Momentan besteht dieser aus einem Bauzaun.

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