Urbach Brücke verbindet jetzt Rems-Radweg mit Urbach

Gartenschau-grün sieht sie aus, die Brücke, die am Donnerstag eingehoben wurde und über den renaturierten Urbach führt. Foto: ZVW/Gaby Schneider

Urbach. Mit der Einsetzung der Radbrücke steht die Renaturierung des Urbach kurz vor dem Abschluss. Gleichzeitig wurde die Lücke zwischen Rems-Radweg und Urbacher Mitte geschlossen. Ende April und damit rechtzeitig zur Gartenschau soll der Radweg frei sein.

Bis vor einem Jahr floss der Urbach zwischen Neumühlenweg und der Mündung noch auf festen Bahnen in die Rems. Ein Trapez mit Betonplattenetonplatten hinderte den Bach am Mäandrieren. Genau dies wurde nun in einer Renaturierungsmaßnahme des Wasserverbands Rems ermöglicht. Das Bachbett ist deutlich breiter, mit Wasserbausteinen und alten Baumstumpfen als Störelementen versehen. Der Bach ist damit zugänglich geworden.

13 Meter lang, 3,4 Tonnen schwer

Am Donnerstagvormittag wurde nun außerdem eine Lücke geschlossen. Bislang endete der Radweg mitten in Urbach. Nun wurde er entlang des renaturierten Bachs verlängert, so dass künftig vom Marktplatz bis zum Rems-Radweg eine durchgängige, fast kerzengerade Verbindung besteht.

Möglich ist dies nicht nur, weil Radwege asphaltiert wurden. Sondern auch, weil seit Donnerstag eine Aluminiumbrücke die beiden Ufer des Urbachs miteinander verbindet.

Die Gartenschau-grüne Brücke ist knapp 13 Meter lang und 3,4 Tonnen schwer. Zusammen mit den Nebenarbeiten belaufen sich die Kosten für die Brücke auf rund 100 000 Euro, die Hälfte der Summe wird mit Landesmitteln gefördert.

Holzbrücke für die Urbacher Mitte kommt am Freitag

Die Brücke soll nun nicht dem Tourismus während der Gartenschau zugutekommen „Da der Remstalradweg immer interessanter wird, gehen wir davon aus, dass die Urbacherinnen und Urbacher in Zukunft diese attraktive Verbindung nutzen, um zum Beispiel auch mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren“, sagte Bürgermeisterin Martina Fehrlen beim Brückeneinhub.

Bereits eingesetzt ist die Brücke für die Steinbeisstraße etwas weiter südlich am Urbach. Hier sind noch letzte Asphaltarbeiten notwendig. „Dadurch erhoffen wir uns, dass der Lieferverkehr ins Gewerbegebiet und in den Gewerbepark Hornschuch nicht mehr durch den Neumühleweg fährt und dieser deutlich entlastet werden kann“, so Bürgermeisterin Fehlen.

Nun steht noch der Einhub einer weiteren Brücke über den Urbach an: die Stuttgarter Holzbrücke an der Urbacher Mitte II. Noch in der Nacht auf Freitag soll sie angeliefert werden. Gegen neun Uhr morgens wird der Einhub dann starten.

Auch die Renaturierung des Baches ist fast abgeschlossen, wie Ruben Sommer vom Tiefbauamt berichtet. Neben der Asphaltierung an der Steinbeisstraße stehen noch Bepflanzungen rund um das Gewässer an. Spätestens Anfang Mai können die ersten Radfahrer den Lückenschluss nutzen.

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