Urbach Garagenbrand ist noch ungeklärt

Urbach. Bei einem Brand von vier Garagen in der Dieselstraße des Urbacher Industriegebiets ist in der Nacht zum Mittwoch ein Schaden in Höhe von rund 230 000 Euro entstanden. Bei dem Betrieb handelt es sich um einen Fahrzeughandel. Die Ermittlungen zur Brandursache hielten zum Redaktionsschluss noch an.

Der Brandalarm war bei der Urbacher Freiwilligen Feuerwehr gegen 23.30 Uhr eingegangen. Als die 43 Einsatzkräfte die Firma in der Urbacher Dieselstraße erreichten, standen die vier Garagen schon voll in Flammen, berichtet tags drauf Roland Christ, stellvertretender Kommandant. Um das nur zwei Meter entfernte angrenzende Gebäude zu sichern, bauten die Kameraden zunächst eine sogenannte Riegelstellung auf. Dabei wurden Fassaden und Dach des noch unbeschadeten Nachbarhauses reichlich mit Wasser übergossen, um einem Vordringen der Flammen prophylaktisch Einhalt zu gebieten.

Nachdem das Haus gesichert war, kümmerten sich die Feuerwehrmänner um die im Vollbrand stehenden Garagen. Um zum Brandherd zu gelangen, mussten zunächst die Garagentore aufgebrochen werden, die sich zum einen inzwischen nicht nur verkeilt hatten, sondern vom oberen Ende her angefangen hatten zu schmelzen. Diese Arbeit kostete einiges an Zeit, weiß der Kommandant. „Das war für die Leute in den ersten Reihen auch tierisch heiß, schließlich waren sie mehreren Hundert Grad ausgesetzt.“ Nach einer Stunde harter Arbeit konnte endlich „Feuer aus“ gemeldet werden.

Feuerwehrleute bis morgens im Einsatz

Damit war’s für die Feuerwehrleute aber noch nicht vorbei. Die Nachlöscharbeiten standen noch an. Mit Wärmebildkameras wurde der Brandort nach möglichen Glutnestern abgesucht, mit weiterem Wasser wurde nachgelöscht. „Sie können ja nicht einfach gehen, sobald der Brand bekämpft ist“, erklärt Christ. Anschließend ging’s zurück ins Gerätehaus. Schließlich mussten die Fahrzeuge wieder gesäubert und befüllt werden, könnte der nächste Einsatz doch schon wieder in der kommenden Stunde sein. Am frühen Morgen war der Einsatz erst vorbei.

Die vorläufigen Ermittlungen der Polizei haben am Mittwoch ergeben, dass in den Garagen ein Smart, zwei VW-Golf-Cabrio sowie ein Lastwagen abgestellt waren, die teilweise vollständig ausbrannten. Der Schaden an den Fahrzeugen beläuft sich auf rund 50 000 Euro. Darüber hinaus befand sich ein Diagnosegerät im Wert von circa 100 000 Euro in einer der Garagen. Der Gebäudeschaden wurde mit circa 80 000 Euro beziffert. Die Urbacher Wehr war mit fünf Fahrzeugen im Einsatz. Der Rettungsdienst, der mit einem Fahrzeug und zwei Sanitätern vor Ort war, musste keine medizinische Hilfe leisten. Es wurde niemand verletzt.

Kein Öl in Kläranlage

Weil die Feuerwehr vermutete, dass mit dem Löschwasser auch Öl in die Kanalisation gelangt sein könnte, wurde noch in der Nacht das Regenklärbecken abgeriegelt, so dass kein Öl ins Urbacher Klärsystem gelangen konnte. Würde dies passieren, könnte es nämlich umkippen.

Abwassermeister Tobias Schaupmeier konnte aber am Mittwoch Entwarnung geben: Kein Öl war in die Anlage gelangt.

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