Urbach Ehemaliger "Ochsen" in Flammen - ein Todesopfer

, aktualisiert am 29.03.2019 - 12:17 Uhr

Urbach. Am Freitagmorgen (29.3.) stand der ehemalige Ochsen in Flammen.  Zwei Verletzte und eine vermisste Person meldete die Polizei. Mittlerweile ist bestätigt: Es gibt einen Toten. Bewohner der angrenzenden Gebäude wurden evakuiert. Der Brand ist mittlerweile unter Kontrolle, die Feuerwehr ist aber noch vor Ort und versucht, Glutnester zu entschärfen. 

Weitere Informationen veröffentlichte die Polizei am frühen Freitagnachmittag, hier geht es zur Meldung.

Im ehemaligen Ochsen in Urbach ist am Freitagmorgen ein Feuer ausgebrochen. Laut Polizei gab es zwei Verletzte, einer davon schwer, und ein Todesopfer. Noch ist der Mann nicht identifiziert, aber die Polizei geht davon aus, dass es sich um den vormals vermissten 62-jährigen Bewohner der Obdachlosenunterkunft handelt. 

14 Personen wohnten im Gebäude, drei davon in einer Wohnung der Gemeinde für Obdachlose. Nach Zeugenangaben ist eine Person aus dem Fenster gesprungen, um sich vor den Flammen zu retten. 

Noch immer ist die Feuerwehr mit den Löscharbeiten beschäftigt. Die Einsatzkräfte haben gegen 11.25 Uhr begonnen, mit einer Motorsäge das Gebälk des Dachstuhls zu zersägen. Kurz darauf begann der kontrollierte Abriss des noch immer heftig rauchenden Dachstuhls. Es gibt noch Glutnester im Gebäude, die Feuerwehr legt sie nach und nach frei. 

Der Einsatzleiter vor Ort, Feuerwehrkommandant Michael Hurlebaus, zum Einsatz:

Brand unter Kontrolle

Es sind mehrere Einsatzwägen der Polizei, Rettungskräfte und die Feuerwehren von Urbach, Plüderhausen, Schorndorf, Fellbach und Welzheim mit zwei Drehleiterfahrzeugen vor Ort. Auch ein Rettungshubschrauber und ein Polizeihubschrauber sind im Einsatz. Der Rettungshubschrauber hatte den Notarzt transportiert.

Der Brand ist seit 10.14 Uhr unter Kontrolle. Das Haus ist extrem einsturzgefährdet, die Feuerwehr versucht nun dennoch, auch von innen zu löschen. Auch der Dachstuhl eines Nebengebäudes ist beeinträchtigt.

Die Bewohner

Die Bewohner der angrenzenden Gebäude wurden evakuiert. Für die betroffenen Bewohner des ehemaligen Ochsen sucht Bürgermeisterin Martina Fehlen dringend Unterkünfte. Eine Familie mit zwei kleinen Kindern kam erst bei Nachbarn unter. Nun hat eine Mitarbeiterin des DRK hat spontan ihre Ferienwohnung in Plüderhausen angeboten, sagte Achim Grockenberger von der Gemeindeverwaltung Urbach unserem Reporter vor Ort.

Vor dem Eintreffen der Feuerwehr hatten nach Zeugenangaben Nachbarn bereits Personen aus dem Haus geholt. Sie hatten Türen aufgebrochen und Leitern an Fenster gestellt.

Auch die Urbacher Gemeinderätin Ursula Jud ist vor Ort. Sie ist seit 35 Jahren in Urbach und hat einen solchen Brand noch nicht erlebt, sagt sie. "Ich hatte Sorge, dass das Haus ganz zusammenbricht. Die Bausubstanz ist marode."

Der Sachschaden am Gebäude wird auf mindestens 200.000 Euro beziffert.

Polizeiermittlungen

Zur Dokumentation des Brandverlaufs hat die Polizei eine Drohne im Einsatz, die über dem rauchenden Haus kreist. Untersuchungen im Haus können laut Polizeisprecher Ronald Krötz frühestens morgen stattfinden. Grund dafür ist die Einsturzgefahr.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Vogel gerettet

Wie unser Reporter vor Ort erfahren hat, wurde ein Vogel in einem Käfig in der Erdgeschosswohnung ebenfalls durch die Feuerwehr gerettet.

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