Urbacher Marktplatzfest Fest für alle: Rock, Pop, Kasperl und Musikverein

Schlemmen am Morgen: Musik und Weißwurst zum Frühschoppen. Foto: ZVW/Gabriel Habermann

Urbach. Gemütlich, entspannt und trotzdem bestens besucht, war das Urbacher Marktplatzfest. Die Zusammenarbeit von Gemeinde und bewirtenden Unternehmen klappte bestens. „Rundum gelungen, einfach gut“ sei’s gewesen, so Achim Grockenberger von der Gemeinde Urbach.

Für jeden war etwas dabei beim Urbacher Marktplatzfest. Am Freitag gab’s DJ-Musik für die Jüngeren, am Samstag Rockmusik mit Minute Maid und „Jogse und Daniel“. Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Familie: Zunächst stand der Musikverein Urwald zum Frühschoppen auf der Bühne. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss der Musikvereine Urbach und Waldhausen, die jeweils alleine nicht mehr spielstark wären. Gemeinsam aber haben sie beim sonntäglichen Frühschoppen Gas gegeben. Ein Kasperltheater hat die kleinen Urbacher unterhalten, das gemeinsame Singen am Nachmittag hat alle angesprochen, und am Abend folgte entspannte Gitarrenmusik mit dem Trio „Lochtobel“.

„Am Samstagabend waren sicher 1000 Leute da“, schätzt Achim Grockenberger vom Ordnungs- und Kulturamt der Gemeinde Urbach. Er freut sich, dass bei dem Marktplatzfest die Urbacher sich selbst feiern. Allzu viele Auswärtige verirren sich nicht aufs Fest, obwohl die natürlich auch willkommen wären. Dennoch sind die Urbächer hier doch traditionellerweise unter sich. Das Ergebnis: Einen Security-Dienst während des Festes braucht man hier im Grunde nicht. „Da ist genug soziale Kontrolle“, weiß Grockenberger. Schließlich sind hier alle auf dem Marktplatz, vom Kleinkind bis zum Opa. Und so ist es am Freitagabend auch nur zu einem kleinen Zwischenfall gekommen, als ein knappes Dutzend Jugendlicher nicht so recht glauben wollte, dass das Fest nun vorbei war. Als dann der Streifenwagen um die Ecke kam, war das Thema aber schnell erledigt und die Jugendlichen hatten ein Einsehen.

Die Bewirtung funktionierte diesmal ganz ohne die Beteiligung von Vereinen. Das übernahmen die Bar M1 und das Schützenhaus Urbach. Zwar seien die Preise ein klitzekleines bisschen höher als bei einem von Vereinen bewirtschafteten Fest, „dafür gibt’s aber auch gute Musik und ein tolles Programm drum herum“, findet Grockenberger. Und noch etwas: „Sie finden zwar von den Vereinen leicht jemanden, der ihnen am Grill zwei Stunden die Würste dreht oder Bier ausschenkt, aber Leute, die die Schrannen aufbauen oder hinterher spülen, die bekommen Sie nicht mehr so leicht.“ Da hätten die Vereine ein ordentliches Problem, ihre Mitglieder zu motivieren. Mit Profis klappt das leichter.

Die allerdings müssen reichlich Mitarbeiter einstellen, die während des Festes die 1000 Gäste bewirten. Insofern müssen die die ausschenkenden Betriebe auch ordentlich strecken. „Bereichern tut sich da keiner“, so Achim Grockenberger. Und mit der Zusammenarbeit ist man vonseiten der Gemeinde durch und durch zufrieden. Die hatte Geschirrmobil, Technik, Bühne und die Nachtwache organisiert. Letzteres sei vor allem deshalb nötig, damit nächtens nicht die Bar oder die Technik auf der Bühne geplündert werden.

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