Stuttgart Musiker-Blockade vor US-Zentrale Africom teilweise geräumt

Stuttgart. Die Polizei hat vor der US-Kommandozentrale für Afrika (Africom) in Stuttgart-Möhringen eine Blockade an einer Zufahrt zum Gelände aufgelöst.

Wie die Polizei in Stuttgart am Montag mitteilte, hatten Beamte am Morgen damit begonnen, rund 25 Musiker des Netzwerkes Lebenslaute vor dem Tor an der Ohnholdstraße wegzutragen, nachdem sie nach mehrmaliger Aufforderung nicht bereit waren, einen der vier Zugänge frei zu machen. Dem Einsatz war eine Anordnung der Stuttgarter Versammlungsbehörde vorausgegangen, die eine Demonstration lediglich vor dem Haupttor genehmigt hatte.

Nach Angaben der Gruppe Lebenslaute hatten am frühen Morgen rund 80 Orchestermusiker die vier Zufahrtstoren blockiert und begonnen Psalmvertonungen von Heinrich Schütz zu spielen. Mit der Aktion, die unter dem Titel "Schlussakkord dem Drohnenmord" steht, will die Gruppe gegen die Drohneneinsätze der Vereinigten Staaten in Afrika demonstrieren. Die Gruppe aus Musikern und Unterstützern kommt einmal im Jahr zusammen und führt "klassische Musik an ungewöhnlichen Orten" auf, immer mit einer mahnenden Komponente.

In einem Liveticker auf ihrer Website berichtet Lebenslaute, um 9 Uhr habe die Polizei angefangen, die nördliche Zufahrt zu räumen. Die ersten Chorsängerinnen seien weggetragen worden.

 
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