Vegan, vielfältig, vollwertig Vegan kochen ist nicht nur gesund und lecker, sondern auch vielfältig.

Claudia Bihlmaier ist Köchin, Restaurantfachfrau, Gesundheitsberaterin – und Veganerin. Diese Kombination ließ sie im Jahr 2015 zu einem Herzensprojekt wachsen: einem veganen Restaurant.

REZEPTIDEEN

(NICHT NUR) ZU WEIHNACHTEN

Cremige Petersilienwurzelsuppe

300 g Petersilienwurzel, eine Handvoll Röstgemüse (Lauch, Sellerie, Karotten), 150 g Kartoffeln, 1 Zwiebel, 2 EL Sonnenblumenöl, 500 ml Gemüsebrühe, 200 ml pflanzliche Sahne, Salz, Pfeffer, Muskat, Petersilie

Zubereitung: Petersilienwurzel mit einer Bürste gut reinigen, Kartoffeln und Zwiebeln schälen und das Gemüse in grobe Würfel schneiden. Das Öl in einem Topf erhitzen und das Gemüse dazugeben. Etwa zwei Minuten anschwitzen. Anschließend mit der Gemüsebrühe ablöschen und etwa zehn Minuten bei mittlerer Hitze weich garen. Die Sahne dazugeben und aufkochen lassen. Den Topf vom Herd nehmen und mit einem Mixer cremig pürieren. Zum Schluss die gehackte Petersilie frisch vor dem Servieren hinzugeben.

Orangen-Joghurt-Creme

1/2 Liter Orangensaft (frisch gepresst), 1 Päckchen Vanille-Puddingpulver (ohne Sahne), 120 g Zucker, 100 g Soja- oder Lupinenjoghurt, 100 g geschlagene, vegane Sahne, 4 EL Orangenlikör (optional), Orangen und Minze

Zubereitung: Den Orangensaft aufkochen. Das Puddingpulver mit dem Zucker und etwas Flüssigkeit anrühren, anschließend zum Orangensaft geben und kurz aufkochen lassen. Erkalten lassen. Die geschlagene Sahne, den Likör und den Joghurt vermischen und vorsichtig mit einem Schneebesen unter den kalten Orangensaft-Pudding rühren. In Gläser füllen und mit frischen Orangen und Minzblättchen garnieren.

Guten Appetit!

„Ich habe irgendwann gemerkt, dass mir Fleisch und andere tierische Produkte nicht so bekommen. Das war also keine Blitzidee, um auf einen Trend aufzuspringen, sondern ist in meinem Leben mit mir gewachsen.“ Vormals das Gasthaus „Schwobastüble“ und Pension, ist das Haus bereits seit vier Generationen in Familienhand. Seit dem Jahr 2006 führt Claudia Bihlmaier das Restaurant alleine, seit 2015 unter dem Namen „Gaja’s Welt natürlich vegan“. Hier bietet sie zum einen eine vielfältige, vegane und vollwertige Küche an, zudem möchte sie einen Begegnungsort für veganes und spirituelles Leben schaffen. „Die Freude an der Natur mit Gleichgesinnten zu teilen liegt uns am Herzen. Der Nachhaltigkeitsgedanke war für mich schon immer ein Thema, das mich begleitet hat, lange bevor es zum Modebegriff wurde“, erklärt die Inhaberin. Den Restaurantbetrieb stemmt sie weitgehend alleine. „Ich habe einige Aushilfen, die mit mir arbeiten, wenn sehr viel los ist oder wir Veranstaltungen haben. Und auch meine Kinder stehen mir zur Seite und helfen ab und an mit.“ Das „Gaja’s Welt“ hat mittags und abends geöffnet, am Sonntag durchgängig, und bietet 70 Sitzplätze im Innenbereich, der sich auf verschiedene Zimmer verteilt und eine angenehme, ruhige und entspannte Atmosphäre bietet. Für die warme Jahreszeit lässt es sich im herrlichen Garten mit weiteren 50 Sitzplätzen entspannen.

„Für unsere Gerichte verwende ich so viel wie möglich Bio-Produkte und regionale Lebensmittel. Obst und Gemüse beziehe ich von einem Gärtner. Doch zu einer nachhaltigen Ernährung gehört für mich viel mehr – auch setzen wir auf Mehrwegverpackungen, verzichten auf Geschmacksverstärker, Farbstoffe und andere Zusatzstoffe. Nach langem Suchen habe ich zum Beispiel endlich ein Frittierfett ohne Palmöl gefunden. Was ich tun kann, um unsere Erde zu schützen, das versuche ich – ich nenne es manchmal meine kleine Revolution mit Messer und Gabel“, erklärt Claudia Bihlmaier.

Weihnachten: Menü und Brunch an den Feiertagen

Auch an den Weihnachtsfeiertagen bietet Claudia Bihlmaier vegane Köstlichkeiten statt der weit verbreiteten Gans oder Ente – und zeigt damit, dass lecker auch anders geht. Am ersten Feiertag können sich Gäste über ein abwechslungsreiches Mittagsmenü freuen – bestehend aus Suppe, Salat, Hauptgang (statt Gans oder Ente gibt es etwa einen gefüllten Seitanbraten oder überbackene Portobello-Pilze) und Dessert. Am zweiten Feiertag gibt es Brunch: Von 11 bis 14 Uhr können sich die Gäste an einem großzügigen Buffet aus kalten und warmen Speisen erfreuen. „Am Silvestertag bieten wir ein abendliches Buffet. Wer gut essen gehen und anschließend für sich in das neue Jahr feiern möchte, ist bei uns genau richtig.“

Catering und Events

Als Begegnungsort für Gleichgesinnte bietet Claudia Bihlmaier zahlreiche Events wie Lesungen, Vorträge, Workshops – passend zum Thema vegane Ernährung und gesunder Lebensstil. Auch Open-Air-Konzerte finden im Sommer im Garten statt. Ob Geburtstag, Familienfeier oder Firmenevent – für Veranstaltungen stellt Claudia Bihlmaier gerne ein abwechslungsreiches Buffet zusammen und berücksichtigt dabei die Wünsche ihrer Gäste.

Und woher kommt eigentlich der Name des Restaurants? Die Inhaberin erklärt es gerne: „Gaja ist die Mutter Erde in der griechischen Mythologie.“ Und diese finden Interessierte und Stammgäste – wovon Claudia Bihlmaier zahlreiche zu den ihren zählt – in Form eines veganen Restaurants mitten in Ebni, einem kleinen Dorf im Schwäbischen Wald.

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