Verkehr auf B 14 und B 29 65 000 Fahrzeuge täglich

In den vergangenen fünf Jahren ist die Verkehrslawine im Rems-Murr-Kreis und im Raum Stuttgart immer weiter angeschwollen. Foto: Gabriel Habermann / ZVW

Remshalden/Korb. Die B 14 und B 29 gehören zu den am stärksten belasteten Bundesstraßen in Baden-Württemberg. Und der Verkehr nimmt immer weiter zu. An der automatischen Messstelle Korb an der B 14 werden Werktag für Werktag fast 65 000 Fahrzeuge gezählt, davon rund 3500 Brummis. An der B 29 in Grunbach sind es 62 000 Kfz, davon rund 3800 Lastwagen.

Ein Blick auf die vorläufigen Daten der Straßenverkehrszentrale Baden-Württemberg für das Jahr 2017 zeigt: Ähnlich stark belastet wie die Bundesstraßen 14 und 29 im Rems-Murr-Kreis sind in der Region die B 27 in Kornwestheim (werktäglich 54 400 Kfz, davon 3818 Schwerverkehr) und vor allem Echterdingen (77 500 Kfz, davon fast 2000 Lastwagen) sowie die B 10 wie beispielsweise in Plochingen (rund 77 500 Kfz, davon fast 6000 Lastwagen).

 

In den vergangenen fünf Jahren schwoll die Verkehrslawine immer weiter an. Es sind aber nicht so sehr die Lastwagen über 3,5 Tonnen, die die Straßen verstopfen, sondern die Personenwagen und Transporter. Rasten in Korb vor fünf Jahren werktäglich noch rund 57 600 Fahrzeuge vorbei, so sind es mittlerweile fast 65 000 Kfz. Eine Zunahme von mehr als zehn Prozent. Nicht gar so stark zugenommen hat der Verkehr auf der Bundesstraße 29. Waren es 2012 noch rund 56 900, sind es inzwischen 62 000 Fahrzeuge.

Zunehmende Bedeutung des Güterverkehrs

Die Belastung durch den Schwerverkehr stagniert. Allerdings zählen Transporter und Lieferwagen bis 3,5 Tonnen nicht als Lastwagen – und just dieses Segment boomt, stellte das Statistische Landesamt von Anfang des Jahrzehnts fest. „Die zunehmende Bedeutung des Güterverkehrs mit leichten Nutzfahrzeugen spiegelt sich auch in der Entwicklung des Fahrzeugbestandes wider“, schreiben die Landesstatistiker über den steigenden Anteil der Kleintransporter, deren Anteil an den Lastwagen schon 2013 bei über 70 Prozent gelegen hat.

Bei der Entwicklung des Schwerverkehrs mag aber auch eine Rolle gespielt haben, dass seit 1. Juli 2015 vierspurige Bundesstraßen wie die B 14 und B 29 mautpflichtig sind. Wie wirksam die Maut gewesen sein könnte, zeigt das Jahr 2016: Der Schwerlastverkehr auf der Bundesstraße 29 ging um zehn Prozent auf rund 3700 Brummis am Werktag zurück. Im vergangenen Jahr aber nahm der Schwerlastverkehr wieder um 2,4 Prozent auf 3800 Brummis zu.

Die Bundesstraße 14 ist hingegen bei den Lastwagenfahrern unvermindert begehrt. Rund 3000 Lkw waren es 2012; im vergangenen Jahr waren es 3465 – ein Plus von 5,2 Prozent gegenüber 2016.

Maut wird auf alle Bundesstraßen ausgeweitet

Zum 1. Juli 2018 wird die Maut auf alle Bundesstraßen ausgeweitet. Laut Toll Collect verfolgt die Bundesregierung damit das Ziel, „die Finanzierung der Bundesfernstraßen zu verbessern und eine moderne, sichere und leistungsstarke Verkehrsinfrastruktur in Deutschland zu gewährleisten“. Die Nutzerfinanzierung soll konsequent vorangetrieben werden.

Der Verkehr auf den beiden Bundesstraßen im Rems-Murr-Kreis hat deutlich mehr zugelegt als im Land. Auf den Bundesstraßen habe sich der Verkehr an allen Tagen des Jahres mit Plus 1,1 Prozent ähnlich wie auf den Autobahnen entwickelt, schreibt die Straßenverkehrszentrale im Jahresbericht 2016.

Der Bericht für 2017 liegt noch nicht vor. Für die Werktage fiel der Zuwachs mit plus 1,5 Prozent höher aus, an den Sonn- und Feiertagen fiel er mit plus 0,6 Prozent niedriger aus.

Landesstraßen:

Auf den Landesstraßen war der Verkehrsanstieg an allen Tagen und an den Werktagen im Land etwas stärker als auf den Autobahnen und Bundesstraßen, sonntags war die Entwicklung dagegen rückläufig.

Im Rems-Murr-Kreis wird der Verkehr an zwei Landesstraßen gezählt. An der Landesstraße 1142 in Waiblingen-Hegnach und am Autobahnzubringer Backnang-Mundelsheim (L 1115) bei Großbottwar. Wegen einer Baustelle war der Verkehr in Hegnach 2017 leicht rückläufig. Gezählt wurden werktags rund 21 200 Fahrzeuge (-1,9 Prozent), davon rund 1700 Lastwagen (-4,8 Prozent).

Unvermindert rollte der Verkehr auf dem Zubringer zur A 81: Werktags waren es von Januar bis September 2017 rund 14 200 Kfz (+2,4 Prozent), davon fast 2000 Lastwagen (+6,5 Prozent).

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