Vermisste Frau aus Aspach Die Spur führt zum Ex-Lebensgefährte

, aktualisiert am 11.06.2019 - 22:03 Uhr
Wer hat das Wohnmobil gesehen, mit dem Täter die Frau verschleppten und welches inzwischen in Frankreich bei Straßburg leer aufgefunden wurde? Foto: PP AAlen

Waiblingen/Aspach. Im Fall der vermissten 47-Jährigen führt die Spur nach Angaben der Polizei zum Ex-Lebensgefährten der Frau. Wie die Polizei und die Staatsanwaltschaft Stuttgart gemeinsam mitteilen, geht die Polizei davon aus, dass die Vermisste an einen bislang unbekannten Ort verschleppt wurde. Die Polizei geht davon aus, dass sie am Leben ist. 

 Die Vermisste hatte am Montag, gegen 13.30 Uhr ihre Arbeitsstelle in Aspach verlassen und ist seitdem nicht mehr zurückgekehrt.

 

Nach bisherigem Erkenntnisstand wurde sie gegen 14 Uhr bei Aspach von den beiden Beschuldigten überwältigt und gegen ihren Willen mit einem Wohnmobil verschleppt. Das Wohnmobil wurde inzwischen in Frankreich in einem Waldstück im Bereich Straßburg leer aufgefunden. Über den aktuellen Aufenthaltsort der beiden Beschuldigten und dem Opfer liegen derzeit keine konkreten Hinweise vor. Das Polizeipräsidium Aalen hat am Dienstag eine Ermittlungsgruppe eingerichtet, die eng mit den französischen und polnischen Behörden zusammenarbeitet und nun insbesondere um Mithilfe der französischen, polnischen und deutschen Bevölkerung bittet.

Der 51-jährige Tatverdächtige gilt laut Polizeipressesprecher Ronald Krötz als "aggressiv und psychisch auffällig." Er und Jolanta S. haben eine gemeinsame bereits erwachsene Tochter. Die Frau hat weitere Kinder. Vor ein paar Tagen habe die offensichtlich entführte Frau die Beziehung zu dem 51-Jährigen beendet. Darin sieht die Polizei das Motiv für die Freiheitsberaubung. Die beiden Männer sind laut Krötz in Deutschland nicht polizeibekannt. Der 51-Jährige und der weitere Beschuldigte, sein 23-jähriger Kollege, sind offenbar von Polen nach Deutschland eingereist, um die Frau in ihre Gewalt zu bringen.

Weshalb die drei in dem Wohnmobil nach Frankreich gefahren sind, ist unklar: "Das hat uns auch überrascht", so Ronald Krötz. Die beiden Männer haben den Ermittlungen zufolge das Wohnmobil nicht freiwillig in einem Waldstück zurückgelassen; das Fahrzeug war steckengeblieben. Auf welche Weise die Männer und die Frau den Wald verlassen haben und in welche Richtung, ist unklar. Mittlerweile liegt ein internationaler Haftbefehl gegen die beiden Männer vor. Er ist Grundlage für die Fahndung, die nun grenzüberschreitend läuft. Das Landeskriminalamt ist inzwischen ebenfalls mit dem Fall betraut, Krötz spricht von intensiver Zusammenarbeit. Auch mit der Polizei in Frankreich funktioniere die Kooperation "vorzüglich".

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