VfB Stuttgart Kandidat Claus Vogt: Nachwuchs und weniger Kommerz

Claus Vogt nimmt an einer Pressekonferenz teil. Foto: Marijan Murat/Archiv Foto: dpa

Stuttgart.
Claus Vogt weiß offensichtlich, wie man Wahlkampf macht. Bei einer Fan-Veranstaltung soll der Unternehmer kürzlich erzählt haben, dass es bei den Spielen des VfB Stuttgart schon in kommenden Jahr wieder Bier einer lokalen Brauerei geben könnte. Bisher werden die Fans von einer überregionalen Marke versorgt, was nicht bei allen Anklang findet. Mit seiner Bemerkung dürfte Vogt bei den Mitgliedern den ein oder anderen Pluspunkt gesammelt haben.

Die sollen ihn bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am Sonntag, wenn es nach ihm geht, zum neuen VfB-Präsidenten wählen. Setzt er sich gegen den zweiten Kandidaten Christian Riethmüller durch, will der 50-Jährige dafür sorgen, dass der Fußball-Zweitligist künftig das beste Nachwuchsleistungszentrum in Baden-Württemberg hat - also besser als das des SC Freiburg und das von 1899 Hoffenheim.

Das dürfte manchem Fan unter den Mitgliedern genauso gut gefallen wie die Tatsache, dass Vogt Vorsitzender des Vereins FC PlayFair! ist, der sich gegen eine überzogene Kommerzialisierung des Profifußballs wendet. Wird er tatsächlich Nachfolger des zurückgetretenen Wolfgang Dietrich, soll es beim VfB bald auch Frauenfußball geben. In den Aufsichtsrat sollen Ex-VfB-Trainer Rainer Adrion und Grünen-Politiker Cem Özdemir einziehen. Özdemir hat ihm aber schon zweimal abgesagt.

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