VfB-Pleite gegen Bayer in der ZVW-Analyse Ein 0:0 wäre drin gewesen - mehr aber nicht

Verursachte den letztlich spielentscheidenden Strafstoß: Gonzalo Castro. Foto: Pressefoto Baumann

Stuttgart.
Bei all der Aufregung um die Rote Karte für Santiago Ascacibar nach der Spuck-Attacke gegen Leverkusens Siegtorschützen Kai Havertz: Fußball wurde zuvor in der Mercedes-Benz-Arena auch gespielt. Aus Sicht des VfB Stuttgart einmal mehr ohne Erfolg. Nach der 18. Niederlage im 29. Saisonspiel grenzt es fast schon an ein Wunder, dass die Weinzierl-Elf noch immer nicht auf einem direkten Abstiegsplatz steht. Das liegt aber vielmehr an der schwachen Konkurrenz und weniger an der fußballerischen Klasse der Schwaben. 

Wie das Spiel lief und warum für den VfB mal wieder nichts zu holen war, zeigen wir in unserer ZVW-Analyse:

Startformation und Aufstellung

Überraschend gab Gonzalo Castro nach seinem Bündelriss im Adduktorenbereich sein Comeback. Gegen seinen Ex-Verein startete der Routinier im Stuttgarter 5-3-2-System in der Schaltzentrale. Zudem rückten Daniel Didavi (für Donis) und Nicolas Gonzalez (für Insua) in die Anfangsformation. Im Spiel mit dem Ball formierten sich die Stuttgarter in einer Viererkette, ohne Ball gab’s die Weinzierl’sche Fünferreihe in der Steven Zuber erstmals auf der Position des Linksverteidigers agierte. Der erfahrene Rechtsverteidiger Andreas Beck führte die Mannschaft - da Christian Gentner verletzt fehlte und Mario Gomez zunächst auf der Bank Platz nehmen musste - als Kapitän aufs Feld.

Spielidee und Taktik

Mit viel Laufarbeit und einer kompakten Staffelung wollten die Stuttgarter das Zentrum verdichten. Die Fünferreihe und davor die drei Sechser (Castro, Ascacibar und Esswein) standen über weite Strecken stabil und waren giftig und griffig in den Zweikämpfen. Im Umschaltspiel sollte das Mittelfeld mit langen Bällen schnell überbrückt werden. Bei eigenem Ballbesitz agierte der VfB in einem 4-5-1-Sytsem mit Nicolas Gonzalez als einziger Spitze und Daniel Didavi auf der Zehn. 

Linksverteidiger Zuber rückte dann eine Position nach vorne und Marc Oliver Kempf übernahm die linke Außenbahn in der Viererkette. Nach dem Rückstand musste Weinzierl mehr Risiko gehen und brachte mit Erik Thommy (für Didavi) und Anastasios Donis (für Gonzalez) noch einmal zwei frische Offensivspieler auf den Platz. Die beiden bildeten eine Doppelspitze und in der Schlussphase kam mit Mario Gomez auch noch ein dritter Stürmer auf den Rasen. Für Torgefahr konnten aber alle drei nicht sorgen.

Spielentscheider

War der verwandelte Elfmeter von Kai Havertz, den Gonzalo Castro nach 63. Minuten mit einem unnötigen Foul an Kevin Volland verursacht hatte. Die „Werkself“ dominierte die Partie (68 Prozent Ballbesitz), war aber im letzten Drittel zu unpräzise. Volland, Brandt und Co. fehlten Mut und Zielstrebigkeit. „Den Elfer hat Leverkusen heute gebraucht“, analysierte Markus Weinzierl im Nachgang zerknirscht. Und Bayer-Coach Peter Bosz räumte ein: „Zu Beginn stand Stuttgart sehr kompakt und hat aggressiv verteidigt. Das war nicht einfach für uns.“ 

Für den Stuttgarter Trainer hielt die 14. Niederlage seiner Amtszeit wenig neue Erkenntnisse bereit. Die VfB-Defensive stand lange Zeit sattelfest, einmal mehr knirschte es aber gewaltig im Vorwärtsgang. Ein 0:0 hätten sich die Schwaben gegen fahrige Leverkusener, die mit drei Niederlagen im Gepäck nach Stuttgart gereist waren, durchaus erarbeiteten können. Mehr aber auch nicht.

Ausblick 30. Spieltag

Samstag, 20. April

  • Bayern München - Werder Bremen; 15.30 Uhr 
  • Bayer Leverkusen - 1. FC Nürnberg; 15.30 Uhr
  • FC Augsburg - VfB Stuttgart; 15.30 Uhr
  • FSV Mainz 05 - Fortuna Düsseldorf; 15.30 Uhr
  • Bor. Mönchengladbach - RB Leipzig; 18.30 Uhr
  • FC Schalke 04 - 1899 Hoffenheim; 20.30 Uhr

Sonntag, 21. April 

  • SC Freiburg - Borussia Dortmund; 15.30 Uhr
  • Hertha BSC - Hannover 96 18 Uhr

Montag, 22. April

  • VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt; 20.30 Uhr

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