VfB Stuttgart Benjamin Pavard träumt von der WM in Russland

Mit Leistungen wie gegen RB Leipzig will sich Benjamin Pavard für den französischen WM-Kader empfehlen. Foto: Büttner/ZVW

Stuttgart.
Benjamin Pavard ist aus der Defensive des VfB Stuttgart nicht mehr weg zu denken und macht mit guten Leistungen auf sich aufmerksam. In einem Interview mit der französischen Sportzeitschrift "France Football" äußerte sich der Franzose am Dienstag zu seinem großen Traum, der Teilnahme an der WM 2018 in Russland.

"Zur Not fahre ich auch als dritter Torhüter zur WM"

"Es wäre ein Traum, im 23-Mann-Kader zu sein. Können Sie sich vorstellen, bei einer Weltmeisterschaft zu spielen? Was kann einem Fußballer Größeres passieren?", so Pavard. Die Nominierung von Nationaltrainer Didier Deschamps für die Testspiele im November 2017 gegen Wales und Deutschland kam für den Franzosen überraschend. Der 21-jährige Innenverteidiger brennt nun auf weitere Einsätze im Trikot der Équipe Tricolore. "Zur Not fahre ich auch als dritter Torhüter zur WM".

Ex-Trainer Wolf verantwortlich für seine positive Entwicklung

"In Deutschland habe ich Disziplin gelernt und mich sehr weiterentwickelt", sagt der junge Franzose. Vor allem seinem Ex-Trainer Hannes Wolf ist er sehr dankbar. Er habe ihn "sehr oft angeschrien, ständig beobachtet und nie locker gelassen". Pavard habe viele Aktionen in seinem Spiel gehabt, die unnötig waren. "Jetzt gehe ich nicht mehr so ein hohes Risiko ein und trenne mich früher vom Ball. Er (Hannes Wolf, Anm. d. Red.) hatte Recht, ich habe ihm für seine Ratschläge gedankt."

Mario Gomez vergleicht Pavard mit Frankreich-Legende

Pavards Spielweise erinnert seinen Team-Kollegen Mario Gomez an die des französischen Welt- und Europameisters Lilian Thuram. Der junge Nationalspieler Pavard freut sich über diesen Vergleich mit der Legende. Denn der 140-fache französische Nationalspieler hatte wie er "die Möglichkeit, sich auf verschiedenen Positionen zu entwickeln". Auch Sergio Ramos, Kapitän der spanischen Nationalmannschaft, habe "auf der Position des Rechtsverteidigers angefangen", bevor er in die Innenverteidigung rückte.

Dreikampf mit Pavard, Umtiti und Kimpembe um einen WM-Platz

Wen Didier Deschamps in den endgültigen 23-Mann-Kader beruft, entscheidet sich im Mai. Die beiden Innenverteidiger Laurent Koscielny (FC Arsenal) und Raphael Varane (Real Madrid) scheinen gesetzt. Dahinter könnte es zu einem Dreikampf zwischen Samuel Umtiti (FC Barcelona), Presnel Kimpembe (Prais St. Germain) und Pavard kommen. Sollte es in der Verteidigung keinen Platz für den Innenverteidiger des VfB Stuttgart geben, könne er auch auf der Sechs spielen, sagt Pavard. "Ich mag diese Position. Ich habe im Heimspiel gegen Augsburg als Sechser vor der Abwehrkette gespielt und bin zwölf Kilometer in diesem Spiel gelaufen".

Rampenlicht WM: Verlässt Pavard im Sommer den VfB Stuttgart?

Noch hat der 21-Jährige acht Rückrunden-Spiele in der Bundesliga Zeit, sich für den WM-Kader zu empfehlen. Knüpft er an seine guten Leistungen der letzten Wochen an, könnte sein großer Traum in Erfüllung gehen. Eine Teilnahme an der WM würde dazu führen, dass der Innenverteidiger noch mehr in den Fokus von Clubs aus dem europäischen Ausland wie den Tottenham Hotspurs rückt. Somit könnte der VfB Stuttgart den jungen Franzosen bereits in der Sommer-Transferperiode verlieren, obwohl sein Vertrag erst im November bis 2021 verlängert wurde. Eine Nominierung Pavards in den endgültigen WM-Kader würde dann bei vielen Fans des VfB Stuttgart wohl für gemischte Gefühle sorgen.

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