VfB Stuttgart - Eintracht Frankfurt VfB will der Eintracht einen heißen Tanz bieten

Markus Weinzierl blickt voraus auf Eintracht Frankfurt. Foto: Sebastian Gollnow Foto: dpa

Stuttgart.
Nach der zweiten 0:4-Pleite innerhalb einer Woche steht der VfB Stuttgart als Tabellenletzter im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt am Freitagabend (20.30 Uhr/ZVW-Liveticker) gehörig unter Druck. Die Mannschaft von Markus Weinzierl sollte vor heimischem Publikum punkten, um den Abstand nach oben nicht früh in der Saison zu groß werden zu lassen. Der Gegner aus Frankfurt kommt dagegen mit einer guten Bilanz nach Stuttgart. Die Eintracht steht aktuell voll im Soll - Tabellenplatz sieben mit 14 Punkten.

Kompakt zusammengefasst: Die wichtigsten Aussagen von VfB-Trainer Markus Weinzierl vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt:

Personal

Markus Weinzierl sieht die Situation so, dass "personelle Alternativen aktuell rar gesät" sind. Immerhin absolvierte Innenverteidiger Marc Oliver Kempf zuletzt seine erste Einheit nach einem Muskelfaserriss. Der Trainer mahnt aber zur Geduld: "Marc war lange Zeit raus und braucht noch ein bisschen", sagt Weinzierl.

Auch Mittelfeldspieler Dennis Aogo ist seit kurzem zurück im Mannschaftstraining und wieder vollständig genesen. Das ist besonders deshalb von Bedeutung, da mit Borna Sosa (verletzt) und Emiliano Insua (Rotsperre) die beiden etatmäßigen Liksverteidiger fehlen und Aogo diese Position auch bekleiden kann.

Gegner

"Eintracht Frankfurt kommt mit einer Serie und viel Selbstvertrauen im Gepäck nach Stuttgart", ist sich Weinzierl der Schwierigkeit der anstehenden Aufgabe bewusst. Weinzierl hat den kommenden Gegner diese Saison schon häufig gesehen und dabei "eine positive Entwicklung" festgestellt. Nach dem schwieirigen Start unter Neu-Coach Adi Hütter habe sich die Eintracht "nun gefunden", sagt Weinzierl.

Die Stärken von Eintracht Frankfurt sieht der VfB-Trainer vor allem im "unheimlich starken Konterspiel". "Da kommt am Freitagabend ein schwerer Gegner mit starken Einzelspielern auf uns zu", sagt Markus Weinzierl.

Tabellensituation

Die Gesamtsituation sei für die Spieler "sehr schwieirg", gibt Weinzierl zu Bedenken. "Wir müssen den Ist-Zustand und die besonderen Gegebenheiten annehmen und das Beste daraus machen", gibt sich der Trainer trotz Tabellenplatz 18 optimistisch. "Ich sehe nicht nur das Negative", sagt er und fügt hinzu: "Auch die beiden Niederlagen zuletzt haben uns wertvolle Erkenntnisse geliefert".

Nun gelte es, "zielgerichtet an Lösungen zu arbeiten", um dort unten wieder raus zu kommen, so Weinzierl, der davon überzeugt ist, dass sein Team besser ist als der Tabellenplatz. Dem Trainer ist bewusst, dass "die Vergangenheit und die Zukunft aktuell nicht zählen" und gibt für Freitagabend die Marschroute vor: "Der Rasen muss brennen. Meine Spieler müssen zeigen, dass sie zurecht das VfB-Trikot tragen", sagt Weinzierl und nimmt damit sein Team gehörig in die Pflicht.

Spielweise

"Wir brauchen gegen Frankfurt das richtige Maß an Agressivität", sagt Weinzierl und spricht damit wohl den frühen Platzverweis von Emiliano Insua im Spiel gegen Hoffenheim an. "Überhart zu agieren ist auch keine Lösung - aber wir wollen schon über gewonnene Zweikämpfe gut ins Spiel reinkommen", so der 43-Jährige.

Angriff ist die beste Verteidigung - nach diesem Prinzip möchte auch Weinzierl das nächste Spiel angehen. Die Zuschauer sollen möglichst "guten Fußball" zu sehen bekommen. Auch wenn der VfB in der Verteidigung mehr Stabilität braucht, dürfe seine Mannschaft "nicht nur defensiv denken", so Weinzierl. "Da Daniel Didavi fehlt, müssen nun andere Spieler in die Bresche springen, um unser Offensivspiel anzukurbeln", so der Trainer weiter.

Die Pressekonferenz im Video

Das sagt Eintracht-Coach Adi Hütter

Auch auf der Gegenseite hat man mit Verletzungen zu kämpfen: "Lucas Torro wird uns nicht zur Verfügung stehen", sagt Hütter. Bei den Langzeitverletzten Pacienca und Chandler sei man "auf einem guten Weg". Das VfB-Spiel komme aber noch zu früh.

Der Trainer der Eintracht attestiert dem VfB, trotz zweier klarer Niederlagen zuletzt "phasenweise sehr gut gespielt" zu haben. Seine Mannschaft erwarte vor dem Stuttgarter Publikum "ein heißes Spiel", so Hütter.

Auf die Frage, was den VfB auszeichne, antwortet der 48-Jährige: "Sie spielen sehr kompakt, lassen dem Gegner nur wenig Räume und schalten gut um". Generell sieht der Österreicher beim Tabellenletzten eine "hohe Qualität in den eigenen Reihen".

Auch wenn Hütter nach dem etwas schmeichelhaften 1:1 in Nürnberg vergangene Woche die "tolle Mentalität" seiner Mannschaft lobt, gilt es nun, "wieder besser aufzutreten" als am vergangenen Sonntag.

Voraussichtliche Aufstellungen

Stuttgart: Zieler - Pavard, Badstuber, Baumgartl - Aogo, Gentner, Ascacibar, Maffeo - Thommy, Gonzalez, Gomez

Frankfurt: Trapp - Abraham, Hasebe, Ndicka - Kostic, Gacinovic, G. Fernandes, de Guzman, da Costa - Rebic, Haller

Matchfacts & Statistiken

Bilanz aus VfB-Sicht:

Gesamt: 92 Spiele, 42 Siege, 19 Unentschieden, 31 Niederlagen, 173:154 Tore

Heim: 46 Spiele, 28 Siege, 10 Unentschieden, 8 Niederlagen, 102:57 Tore

Auswärts: 46 Spiele: 14 Siege, 9 Unentschieden, 23 Niederlagen, 71: 97 Tore

Lieblingsgegner: Gegen kein anderes Team gewann der VfB in der Bundesliga öfter als gegen Eintracht Frankfurt (42 Siege)

Rückkehrer: Frankfurts Filip Kostic feiert am Tag vor dem Spiel seinen 26. Geburtstag und trifft auf seinen Ex-Klub. Mit dem VfB war er 2016 abgestiegen. Im Trikot mit dem Brustring gelangen dem Serben in 59 Bundesliga-Spielen für Stuttgart 21 Tore

Schiedsrichter:

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