VfB Stuttgart Gründe für den Negativlauf: Die „Didavi-Delle“

Fehlt der Mannschaft seit dem 9. Spieltag: Mittelfeldspieler Daniel Didavi. Foto: Pressefoto Baumann

Stuttgart. Es kriselt mal wieder am Cannstatter Wasen: Fünf der letzten sieben Spiele hat der VfB Stuttgart verloren. Die Leistungskurve vieler Stuttgarter Profis zeigt nach unten, Ergebnisse bleiben aus und Trainer Tim Walter gerät unter Druck. Doch was sind die Gründe für den aktuellen Negativlauf der Schwaben?

Rückblick: Ende Juli startete der Bundesliga-Absteiger mit einem 2:1-Heimsieg gegen Hannover 96 in die neue Saison. Es folgten sieben weitere Partien ohne Niederlage und nach dem knappen 1:0-Erfolg am 8. Spieltag auf der Bielefelder Alm grüßten die Schwaben mit 20 Punkten von der Tabellenspitze. Dann kamen das Heimspiel gegen Aufsteiger Wehen Wiesbaden, eine kuriose erste Saisonpleite (1:2) - und die Verletzung von Spielmacher Daniel Didavi. Was folgte, darf in der Retrospektive getrost als „Didavi-Delle“ bezeichnet werden. Nach der Wadenverletzung des 29-Jährigen, der in seinen bisher neun Einsätzen an fünf Toren direkt beteiligt war (drei Tore, zwei Vorlagen), begann die Misere.

No Didavi, no Party

Während der Bundesliga-Absteiger an den ersten acht Spieltagen ohne Niederlage blieb, 14 Tore erzielte und lediglich acht kassierte, kamen die Stuttgarter nach dem Ausfall des offensiven Mittelfeldmanns aus dem Tritt. Fünf der letzten sieben Spiele gingen verloren. Es setzte 13 Gegentore und nur zehnmal klingelte es im gegnerischen Gehäuse. Seit dem 9. Spieltag heißt es beim VfB: no Didavi, no Party.

Vor allem die katastrophale Chancenverwertung von Gonzalez und Co. kostete den VfB in Spielen gegen vermeintlich schwächere Gegner wie Kiel, Osnabrück oder Sandhausen wichtige Punkte im Aufstiegsrennen. Die Statistiken untermauern diesen Trend: An den ersten acht Spieltagen benötigte die Walter-Elf pro Tor im Schnitt 9,7 Versuche. In den letzten sieben Spielen mussten 14,6 Schüsse abgefeuert werden. Was die gesamte Torausbeute angeht, hinkt der VfB dem aktuellen Führungsduo hinterher. 33 Tore stehen bei Arminia Bielefeld und dem HSV zu Buche. Die schwäbische Offensive war erst 24-mal erfolgreich. Im ligaweiten Vergleich belegt Stuttgart damit den 6. Platz. Sogar der KSC (26), Bochum (27) und Regensburg (28) sind treffsicherer.

Ebenso sind die 20 Gegentore in 15 Partien kein Ruhmesblatt für die Defensive um Holger Badstuber. Bielefeld (16) und Hamburg (15) stehen auch hier besser da und selbst Sandhausen (16), Heidenheim (17) und Osnabrück (14) stellen eine stabilere Abwehr.

Comeback gegen den 1. FC Nürnberg?

Die Stimmung in der Vorweihnachtszeit ist getrübt. Hoffnung macht den VfB-Fans die baldige Rückkehr ihres verletzten Spielgestalters. Nach mehreren Wochen Pause konnte Daniel Didavi am Montag erstmals wieder mit der Mannschaft trainieren. „Wir müssen jetzt schauen, wie er die Woche verträgt“, sagte Trainer Tim Walter mit Blick auf das kommende Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg (09.12./20.30 Uhr). Walter weiter: „Über eine Rückkehr wäre ich sehr glücklich. Daniel Didavi ist ein wichtiger Spieler. Das hat er immer wieder unter Beweis gestellt - nicht nur auf dem Platz, auch außerhalb. Er verbindet Ehrgeiz und Lockerheit und ist somit ein Teil unserer Mannschaft, der nicht einfach zu ersetzen ist.“ Ob es aber nach der Rückkehr des Regisseurs automatisch wieder besser läuft, wird sich zeigen.

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