VfB Stuttgart Huub Stevens bangt um Daniel Ginczek

Fehlt womöglich gegen den SC Freiburg: VfB-Stürmer Daniel Ginczek Foto: Bm

Stuttgart - Die Nummer 33 steht für Hoffnung unter den Fans des VfB. Das war vor Jahren so, als Mario Gomez mit dieser Rückennummer für die Roten auf Torejagd ging. Und das gilt im Endspurt dieser Saison, wenn Daniel Ginczek den VfB mit seinen Treffern in der Fußball-Bundesliga halten soll. Fünf Tore hat der Stürmer in den letzten vier Spielen erzielt – doch jetzt droht ausgerechnet der Top-Angreifer für das Derby an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den SC Freiburg auszufallen.

Am Mittwoch jedenfalls musste Ginczek (24) das Training abbrechen, am Donnerstag strampelte er lediglich auf dem Ergometer im Kraftraum, während sich die Kollegen auf dem Trainingsplatz auf das schwäbisch-badische Kräftemessen vorbereiteten. „Daniel hat muskuläre Probleme“, sagte Huub Stevens, „wahrscheinlich hat er, um sein Knie zu entlasten, andere Muskeln überbelastet.“ Ginczek hatte sich im vergangenen Jahr das Kreuzband gerissen, zuletzt war er körperlich wieder in guter Verfassung, nun aber setzt VfB-Coach Stevens „keine 40 Prozent darauf, dass er spielen kann“. Dabei wäre ein Ausfall des Stürmers fatal.

Der junge Familienvater ist nicht nur ­wegen seiner Tore eine wichtige Figur in ­Stevens’ Ensemble, sondern entfaltet auch auf den Gegner eine entsprechende Wirkung und harmoniert gut mit dem wiedererstarkten Spielmacher Alexandru Maxim. Muss Ginczek tatsächlich passen, muss Huub Stevens sein Team gleich auf zwei Schlüsselpositionen umbauen.

Geoffrey Serey Dié, mittlerweile Fixpunkt im defensiven Mittelfeld, ist nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt – was für seinen Coach nicht überraschend kommt. Stevens ist dennoch angetan von der robusten Spielweise des Ivorers: „Wir fordern doch immer Kerle, die Zweikämpfe annehmen – er ist so ein Typ.“ Den Part des Afrika-Meisters müssen am Samstag andere übernehmen, vermutlich vor allem Ersatzmann Oriol Romeu. Keine Zweifel gibt es für Stevens an der Ausrichtung im Derby.

„Wir sind nicht in der Verfassung, um vorsichtig zu spielen, wir stehen hinter Freiburg und haben ein Heimspiel“, sagte der Trainer, der weiß, wie sehr sein Team unter Zugzwang steht: „Wir haben uns spielerisch weiterentwickelt. Aber wir haben zu wenige Punkte.“ Offen ist noch, ob Daniel Didavi gegen den Sportclub im Kader stehen wird oder wie in der vergangenen Woche Spielpraxis beim VfB II sammelt. „Ich war überrascht, wie lange er schon spielen konnte, und er hat es gut überstanden“, sagte ­Stevens über den 66-Minuten-Einsatz des Mittelfeldspielers in Liga drei.

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