VfB Stuttgart Licht und Schatten beim Sieg über den VfL Bochum

Gonzalo Castro und der VfB haben die Hürde VfL Bochum übersprungen. Foto: Pressefoto Baumann
Bochum.

Nach dem Schlusspfiff war das vorherrschende Gefühl bei den Profis des VfB Stuttgart Erleichterung. Mit einem knappen, aber nicht unverdienten 1:0-Erfolg über den VfL Bochum holten sich die Schwaben den ersten Auswärtssieg seit knapp fünf Monaten. „Es ist nicht einfach, wenn die Konkurrenten punkten und man am Montag nachlegen muss“, sagte beispielsweise Abwehrspieler Pascal Stenzel, „wir haben lange nicht auswärts gewonnen. Wir sind froh, dass wir es geschafft haben.“

Matarazzo: „Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht“

Nach einem strukturierten Auftritt im ersten Durchgang, ließen die Stuttgarter in Hälfte zwei merklich nach. Der VfL wurde mutiger und so entwickelte sich eine phasenweise wilde Partie. Erst Edeljoker Hamadi Al Ghaddioui sorgte zehn Minuten vor dem Abpfiff für das schwäbische Happy End. In die Freude über den ersten Dreier auf fremdem Platz seit dem 27. September 2019 mischte sich im Lager des VfB aber auch Ärger über den durchwachsenen Auftritt nach der Pause. „Insgesamt müssen wir das souveräner zu Ende spielen und unsere Konter besser ausspielen“, bemängelte Spielmacher Daniel Didavi.

Licht und Schatten beobachtete auch Trainer Pellegrino Matarazzo, der mit seinem Team nach vier Ligaspielen (drei Siege, ein Remis) weiter ungeschlagen ist: „Bochum hat leidenschaftlich gespielt, aber wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht und hätten unsere Chancen besser nutzen müssen.“ Vor allem in Halbzeit eins gingen die VfB-Kanoniere fahrlässig mit ihren guten Gelegenheiten um. Mal stand Bochums Keeper Manuel Riemann im Weg (4. Minute Kopfball Castro), mal war es ein überhasteter Abschluss (31. Minute Wamangituka).

Struktur und Ordnung sind der Schlüssel zum Erfolg

Bei all den immer noch vorhandenen Mängeln im Stuttgarter Spiel steht unter dem Strich ein gelungener Start ins Pflichtspieljahr 2020. Trainer Matarazzo hat augenscheinlich ein funktionierendes taktisches Konzept für die Mannschaft gefunden. Das Zauberworte sind dabei Struktur und Ordnung: Die Abläufe in der Defensive und im Angriffspiel sind klar definiert, im Umschaltspiel wird konsequent gepresst und gerade die neuformierte Hintermannschaft um den starken Atakan Karazor strahlt Ruhe und Sicherheit aus. Mittelfeldspieler Daniel Didavi sieht das Team auf dem richtigen Weg: „Wenn wir weiterhin unsere Heimspiele gewinnen und auswärts punkten, führt am Ende kein Weg an uns vorbei.“

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