VfB Stuttgart Michael Reschke auf WM-Tour

Am Freitag fliegt VfB-Sportvorstand Michael Reschke zur WM nach Russland, um Spieler zu beobachten und Kontakte zu pflegen. Foto: Galm / ZVW

Stuttgart. Über zu wenig Arbeit darf sich VfB-Sportvorstand Michael Reschke auch in der fußballfreien Zeit nicht beschweren. Am Freitag bricht er auf zur Weltmeisterschaft nach Russland. In acht Tagen wird sich der 60-Jährige acht WM-Spiele anschauen – und dabei die Augen nach einem Spielmacher und einem Stürmer für die Schwaben offen halten.

In diesen Mannschaftsteilen sieht Reschke noch Handlungsbedarf. Zuletzt wurden immer wieder die Namen Tolgay Arslan (27/Besiktas Istanbul) und Joel Obi (27/FC Turin) diskutiert. Laut türkischen Medienberichten hat der VfB für Arslan sogar schon ein Angebot in Höhe von zehn Millionen Euro abgegeben.

Die Stuttgarter haben laut der spanischen Marca zudem ein Auge auf den serbischen Nationalspieler Nemanja Maksimovic (23) geworfen und diesbezüglich bereits ein Interesse beim FC Valencia hinterlegt.

Reschke will Spieler beobachten und Kontakte pflegen

An diesem Freitag wird der VfB-Sportvorstand zur WM nach Russland fliegen. Am Samstagmittag wird Reschke das Auftaktmatch der Argentinier gegen Island im Moskauer Spartak-Stadion besuchen. Einen Tag später begutachtet Reschke VfB-Stürmer Mario Gomez im Luschniki-Stadion beim ersten Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Mexiko.

Am 18. Juni geht’s für Reschke nach Nischni Nowgorod, wo Schweden auf Südkorea trifft, einen Tag später wieder zurück nach Moskau zum Spiel der Polen gegen den Senegal. Das Match der Portugiesen gegen Marokko am 20. Juni ist die nächste Station auf Reschkes WM-Tour, ehe sich der 60-Jährige dann am 21. Juni Argentinien gegen Kroatien anschaut.

Bevor sich der Stuttgarter Sportvorstand am 24. Juni auf den Rückweg nach Stuttgart macht, besucht er noch das Spiel der Brasilianer gegen Costa Rica (22. Juni/St. Petersburg) und das Duell Belgien gegen Tunesien (23. Juni/Moskau).

„Es ist für mich Usus und gehört einfach dazu, in der Bundesliga-freien Zeit bei den Endrunden der Junioren-Teams und natürlich bei den großen Turnieren vor Ort zu sein, um Spieler zu beobachten und Kontakte zu pflegen“, erklärte Michael Reschke auf Nachfrage der Bild-Zeitung.

50-Millionen-Angebot für Benjamin Pavard?

Wenn auch nicht live im Stadion, wird sich Reschke mit Abwehrspieler Benjamin Pavard beschäftigen. Der 22-Jährige steht im Kader der französischen Nationalmannschaft und hat aufgrund des drohenden Ausfalls von Verteidiger Djibril Sidibé gute Chancen auf einen Platz in der Startelf. Die Mannschaft von Didier Deschamps startet am Samstag in Kasan gegen Australien ins Turnier.

Der 22-Jährige ist heiß umworben - und könnte durch eine starke WM seinen Marktwert  weiter in die Höhe treiben. Bayern, Dortmund und zahlreiche weitere Topclubs sollen bereits die Fühler nach dem Lockenkopf ausgestreckt haben. Jüngst berichtete zum Beispiel der Londoner „Daily Star“ von einem 44 Millionen-Pfund-Angebot (umgerechnet rund 50 Millionen Euro) des FC Arsenal.

Michael Reschke ist jedoch weiter von Pavards Verbleib beim VfB überzeugt. "Davon gehen wir alle weiter aus - weil es keine Anfrage, keinen Verhandlungsstand und keine neue Situation gibt."

Daniel Ginczek zum VfL Wolfsburg?

Auch in der Personalie Daniel Ginczek will keine endgültige Ruhe einkehren. So berichtet die Bild-Zeitung von einem nachhaltigen Interesse des VfL Wolfsburg am bulligen Stürmer. Ginczek (Vertrag bis 2020) sei die absolute Wunschlösung von VfL-Trainer Bruno Labbadia, so die Zeitung.

Weiter gibt es noch keine Neuigkeiten zur Zukunft von Innenverteidiger Holger Badstuber. "Eine Vertragsverlängerung mit ihm wird sicherlich sehr schwierig werden", sagte Reschke am vergangenen Sonntag auf der Mitgliederversammlung über den Verteidiger, der sich derzeit mit mehreren Anfragen - u.a. von Lazio Rom - auseinandersetze. Es gibt also auch in der Bundesliga-freien Zeit genügend Arbeit für den Stuttgarter Sportvorstand.

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