VfB Stuttgart Nutzen die Schwaben den Patzer des HSV?

Silas Wamangituka und der VfB wollen durch einen Sieg in Bochum mit dem HSV gleichziehen. Foto: ZVW/Benjamin Büttner

Stuttgart.
Eigentlich ist die Sache klar. Als Tabellendritter hat der VfB Stuttgart 15 Punkte Vorsprung vor dem VfL Bochum, der um den Klassenverbleib bangen muss. Die Mannschaft von Trainer Pellegrino Matarazzo startet also als Favorit in die Partie am Montagabend (20.30 Uhr/ZVW-Liveticker). Zudem dürfte der VfBnach dem 1:1 des Hamburger SV bei Hannover 96 besonders motiviert sein, weil er mit einem Sieg in Bochum nach Punkten mit dem Tabellenzweiten gleichziehen könnte. Zur Spielvorbereitung hier ein paar Daten, Fakten und Historisches zum Flutlichduell zwischen dem VfB und dem VfL.

Auswärtsschwäche

Bereits seit Ende September warten die Stuttgarter in der 2. Liga auf einen Auswärtssieg. "Ich kann's nicht erklären, weil ich erst ein Auswärtsspiel mit der Mannschaft hatte", sagte der im Winter verpflichtete US-Amerikaner Matarazzo. Eben jenes Auswärtsspiel beim FC St. Pauli (1:1) hatte aber auch nur einen Punkt eingebracht. Zuletzt hatte der VfBam 27. September unter Matarazzos Vorgänger Tim Walter mit dem 1:0 bei Spitzenreiter Arminia Bielefeld einen Sieg auf fremdem Platz geholt. Danach gelang auswärts punktetechnisch kaum noch was. Sechsmal in Serie. Als Gast holte der VfB bislang elf Punkte. Damit liegt er auf dem elften Rang der Auswärtstabelle.

Serienschwäche

Der Sieg in Bielefeld war auch der bislang letzte, dem weitere Erfolge vorausgegangen waren. Seit Ende September wartet der VfB also nicht nur auf einen Auswärtssieg, sondern auch auf zwei Siege in Serie. Auch das will Matarazzo in Bochum ändern. "Wir werden versuchen, alle Statistiken in eine positive Richtung zu kippen", sagte der 42-Jährige. Es gibt auch Gründe, die dafür sprechen, dass das gelingt. 

Stabilität

In den drei Zweitliga-Spielen unter Matarazzo haben die Schwaben bislang lediglich ein Gegentor kassiert - und das auch auswärts auf St. Pauli. Trotzdem verteidigen die Stuttgarter mittlerweile deutlich strukturierter und geordneter als noch unter Walter. Die Abwehr könnte auch in Bochum zum entscheidenden Faktor werden. Denn der VfL steckt zwar mitten im Abstiegskampf, zählt aber dennoch angesichts von 34 Treffern zu den offensivstärksten Teams der Liga. 24 davon erzielte der Revierclub im heimischen Stadion, genauso viele gelangen übrigens auch dem VfB in der eigenen Arena.

Treffsicherheit

Die sieben Tore, die der VfB in der 2. Liga bislang unter Matarazzo erzielte, sind auch kein schlechter Wert. Zudem sind die Schwaben mit bislang zwölf erzielten Toren das treffsicherste Team in der Schlussviertelstunde. Ex-Nationalstürmer Mario Gomez traf in allen drei Spielen und hat damit unter dem neuen Coach bereits jetzt ein Tor mehr als in der gesamten Hinrunde erzielt. Auch der millionenschwere Sommer-Neuzugang Silas Wamangituka kommt immer besser in Fahrt. Schaffen die Schwaben es, ihre Offensivspieler auch in Bochum in Szene zu setzen, dürfte es auch mit dem ersehnten Auswärtssieg klappen. 

Der letzte VfB-Sieg in Bochum

Der letzte Stuttgarter Sieg an der Castroper Straße datiert auf den 23. April 2010. Damals noch in Liga eins schossen Cacau und Ciprian Marica den VfB zu einem 2:0-Sieg beim VfL Bochum. 

Alte Bekannte

Bochums Chefcoach Thomas Reis trug als Jugendspieler das Trikot mit dem Brustring, ehe er 1990 in die U19 von Eintracht Frankfurt wechselte. Auch sein Co-Trainer Heiko Butscher war im Jugendbereich für den VfB aktiv. VfL-Angreifer Simon Zoller spielte von 2005 bis 2007 in der Jugendabteilung in Bad Cannstatt. Außerdem stand Stefano Celozzi von 2009 bis 2012 beim VfB unter Vertrag und brachte es in dieser Zeit auf 30 Einsätze in der Bundesliga. Aufseiten des VfB standen Atakan Karazor und Torwarttrainer Uwe Gospodarek beim VfL Bochum unter Vertrag. Atakan Karazor spielte von 2012 bis 2015 im Nachwuchs der Bochumer, Uwe Gospodarek stand von 1995 bis 1998 bei den Profis zwischen den Pfosten.

Schiedsrichter

Frank Willenborg wird das Flutlichtspiel am Montagabend in Bochum leiten. An den Seitenlinien assistieren ihm Daniel Riehl und Fynn Kohn. Vierter Offizieller ist Eric Müller. Als Video-Assistenten sind Sven Waschitzki und Markus Wollenweber im Kölner Keller im Einsatz.

Gesamtbilanz aus Sicht der Stuttgarter

  • Gesamt: 73 Spiele, 38 Siege, 18 Unentschieden, 17 Niederlagen, 130:90 Tore
  • Davon in der 2. Liga: 3 Spiele, 1 Sieg, 2 Unentschieden, 4:3 Tore
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