VfB Stuttgart Präsident Vogt entschuldigt sich für sexistische Fan-Transparente

VfB-Präsident Claus Vogt. Foto: ZVW/Benjamin Büttner

Stuttgart/Hamburg.
Der VfB Stuttgart hat sich am Montag für sexistische Spruchbänder seiner Fans entschuldigt. Ein beleidigendes Transparent war in der zweiten Halbzeit des Auswärtsspiels beim FC St. Pauli (1:1) gezeigt worden und schon während des Heimspiels gegen Heidenheim (3:0) waren Teile der Anhänger mit einem sexistischen Plakat negativ aufgefallen.

"Derartige Aktionen sind absolut indiskutabel und mit den Werten des VfB Stuttgart nicht vereinbar. Dagegen verwehrt sich der VfB ausdrücklich – ganz egal, ob es als Antwort auf ein gezeigtes Plakat der Pauli-Fans gedacht war oder aus sonst einem anderen Beweggrund gezeigt wurde", so der Verein in einer am Montag veröffentlichten Stellungnahme. Nach Informationen der Stuttgarter Nachrichten waren die Spruchbänder von der Fangruppe „Südbande“ in die Höhe gehalten worden. Der FC St. Pauli hatte die Aktion schon während des Spiels kommentiert: "Bisschen Sexismus in Plakatform im Gästeblock. Das ist doch Mist. Einfach lassen." Via Twitter meldete sich am Montag jetzt auch VfB-Präsident Claus Vogt zu Wort: 

Weiter teilte das Präsidium des Vereins mit, dass man die beiden Vorfälle nicht auf sich beruhen lassen wolle. Nur so könne man der "gesellschaftlichen Verantwortung im Sinne des Fußballs gerecht werden und dafür sorgen, dass sich Derartiges nicht in unserer Fankurve verfestigt." Der Zweitligist setzt dabei auch auf die Unterstützung der aktiven Fanszene. Sportdirektor Sven Mislintat sprach sich gegenüber den StN klar gegen Sanktionen - wie zum Beispiel den Entzug der Dauerkarte - aus: "Viel eher müssen wir in einem vernünftigen Rahmen mit den Leuten darüber diskutieren."

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