VfB Stuttgart Test gegen Basel: Erste Erkenntnisse und eine Entwarnung

Musste gegen Basel angeschlagen vom Platz: Stürmer Nicolas Gonzalez. Foto: ZVW/Benjamin Büttner (Archiv)

Marbella.
Gelungener Einstand für Pellegrino Matarazzo beim VfB Stuttgart: Mit 2:0 (0:0) haben die Schwaben am Montagnachmittag das erste Testspiel unter dem neuen Trainer gewonnen. Zum Abschluss des Trainingslagers im spanischen Marbella folgt am Sonntag ein weiteres Freundschaftsspiel gegen den amtierenden ungarischen Pokalsieger MOL Fehérvár (Uhrzeit noch nicht bekannt). Bereits der erfolgreiche Test gegen den FC Basel lieferte Fans und Beobachtern erste Erkenntnisse zur Spielweise unter Matarazzo.

Grundordnung

„Wir wollen in allen Phasen des Spiels aktiv sein, den Gegner auf dem Platz steuern und das Spiel dominieren“, umriss Pellegrino „Rino“ Matarazzo bei seinem ersten öffentlichen Auftritt als neuer Cheftrainer am Cannstatter Wasen seine Philosophie. Am Montag gab es nun einen ersten Einblick in die taktische Herangehensweise des 42-Jährigen. Klar ist jetzt schon: die klassische Denkweise in 4-4-2, 4-3-3 oder 3-5-2 muss über Bord geworfen werden. Die Übergänge zwischen den verschiedenen Anordnungen sollen fließend sein. Gegen Basel formierte sich der VfB in Halbzeit eins im Spiel mit dem Ball in einem 3-1-5-1-System. Bei gegnerischem Ballbesitz war über weite Strecken ein 4-1-4-1-System zu beobachten. Matarazzo hat laut eigener Aussage Vieles von seinem ehemaligen Chef Julian Nagelsmann mitgenommen. Auch der aktuelle Trainer von Bundesliga-Herbstmeister RB Leipzig ist für seine taktische Variabilität bekannt.

Pressingverhalten

„Die Struktur unseres Pressings war streckenweise gut. Auch unsere Konterabsicherung hat funktioniert“, analysierte Matarazzo im Nachgang das Basel-Spiel. Gegen den Schweizer Traditionsclub hielt die VfB-Defensive Dicht, ließ über die gesamte Spielzeit kaum etwas zu. Wenn es für die Torhüter Gregor Kobel und Fabian Bredlow (beide bekamen je 45 Minuten Spielzeit) gefährlich wurde, dann aus der Distanz oder einmal nach einem groben Schnitzer von Liverpool-Leihgabe Nathaniel Phillips (69.). Defizite beobachtete Matarazzo bei seinem Team noch beim Thema Aggressivität: „Natürlich gibt es auch noch einige Dinge zu verbessern, zum Beispiel haben wir den Gegner noch zu einfach das Spiel verlagern lassen.“

Offensivspiel

In der Hinrunde wurde dem Bundesliga-Absteiger in vielen Spielen die katastrophale Chancenverwertung zum Verhängnis. Hier muss Matarazzo seiner Mannschaft einen neuen „Killer-Instinkt“ einimpfen. Davon war gegen den FC Basel lediglich zu Beginn der zweiten Halbzeit, als die eingewechselten Nicolas Gonzalez (49.) und Hamadi Al Ghaddioui (51.) zur Stelle waren, etwas zu sehen. Vor allem im ersten Durchgang gab es zwar viele Ballstafetten mit hoher Passfrequenz, aber kaum eine zwingende Torchance. „Bei eigenem Ballbesitz brauchen wir noch mehr Diagonalität im Spiel“, forderte Matarazzo laut dem kicker. „Wenn kein Raum da ist, wollen wir ihn schaffen, da müssen Ball und Gegner laufen. Ihn auf eine Seite locken und in den ballfernen Halbraum verlagern - dann ist ein guter Angriff möglich.“

Entwarnung bei Nicolas Gonzalez

Der junge Argentinier kam zur zweiten Hälfte in die Partie – und knallte den Ball nur vier Minuten nach seiner Einwechslung eiskalt unter die Latte. Doch bereits in der 68 Minute war wieder Schluss für den 21-Jährigen. Nach einem Schlag aufs Sprunggelenk musste Gonzalez vom Platz. Für den argentinischen Nationalspieler kam Darko Churlinov und feierte sein Debüt im VfB-Trikot. Doch am Dienstagvormittag gab es bereits Entwarnung: Wie ein Vereinssprecher auf Nachfrage unserer Reaktion erklärte, stand Gonzalez bei der 10.30 Uhr Einheit auf dem Trainingsplatz und absolvierte das normale Pensum. Am Nachmittag haben die VfB-Profis frei und am Abend soll es im Teamhotel noch einen Mannschaftsabend geben.


So hat der VfB gespielt

1. Halbzeit: Kobel - Aidonis, Kempf, Stenzel - Endo - Sosa, Klement, Didavi, Egloff, Wamangituka - Gomez

2. Halbzeit: Bredlow - Phillips, Karazor, Awoudja (79. Kleinhansl) - Mangala - Castro, Förster (79. Bätzner), Gonzalez (68. Churlinov), Klimowicz, Massimo - Al Ghaddioui

Der komplette Spielverlauf zum Nachlesen hier in unserem Liveticker.

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