VfB Stuttgart Trainer Weinzierl verteidigt Santiago Ascacibar

Weinzierl über Ascacibar: "Er ist ein junger Spieler, der jetzt auch fehlerhaft ist, weil er mit der Situation unzufrieden ist und dann eher Übereifer an den Tag legt und zu viel will." Foto: Büttner / ZVW

Stuttgart. In der Defensive und in der Offensive sind die Probleme des VfB Stuttgart groß - das liegt auch an Schwächen im defensiven Mittelfeld. Trainer Markus Weinzierl stellte sich hinter den zuletzt formschwachen Santiago Ascacibar. Der Weltmeister Benjamin Pavard wäre allerdings eine Alternative für das wichtige Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf.

Schmunzelnd erklärte VfB-Verteidiger Benjamin Pavard einmal, er würde sich sogar ins Tor stellen. "Ich spiele überall", sagte der Abwehrspieler, als er über seine zukünftige Position bei einem Topverein sprach. In der tristen Gegenwart beim abstiegsbedrohten VfB Stuttgart könnte der künftige Bayern-Spieler tatsächlich auch abseits der Abwehrreihe gebraucht werden. Im defensiven Mittelfeld, wo Pavard seit den Zeiten unter Markus Weinzierls Vor-Vorgänger, Hannes Wolf, nicht mehr gespielt hat.

Fehler abstellen ohne Spieler zu verdammen

Vor dem wichtigen Auswärtsspiel am Sonntag (18 Uhr / ZVW-Liveticker) beim Abstiegskonkurrenten Fortuna Düsseldorf räumte Weinzierl ein, dass im zentralen Mittelfeld nicht alles klappt wie gewünscht. Den zuletzt ungewohnt schwachen Santiago Ascacibar, für den Pavard ins Mittelfeld rutschen könnte, verteidigte der Trainer aber: "Er ist ein junger Spieler, der jetzt auch fehlerhaft ist, weil er mit der Situation unzufrieden ist", erklärte der Straubinger, "und dann eher Übereifer an den Tag legt und zu viel will."

Es bringe auch nichts, einen Spieler nach einem Fehler aus der Mannschaft zu nehmen. "Dass Fehler gemacht werden, muss man ansprechen und abstellen ohne Spieler zu verdammen", sagte der 44-Jährige und deutete damit auch an, weiter auf Ascacibar zu setzen.

Der 1,68 Meter große Argentinier war lange aus der Startelf nicht wegzudenken, nur im Dezember beim 0:3 in Mönchengladbach fehlte er gelbgesperrt. In den vergangenen Wochen erweckte der 21-Jährige jedoch den Eindruck, dass auch ihm die Negativspirale des VfB zu schaffen macht. Etwa beim 2:3 zum Rückrundenstart gegen Mainz, als er dann auch noch den Ball zum 0:1 ins eigene Tor abfälschte.

Weinzierl über Pavard: "Der ist einfach gut"

Nur 17 Tore hat der VfB in dieser Saison bislang erzielt und stellt gemeinsam mit dem Tabellenvorletzten 1. FC Nürnberg die schwächste Offensive. Die 44 Gegentore hat der VfB mit Nürnberg und dem Letzten Hannover 96 gemeinsam - mehr hat kein anderer Bundesligist. Auch deswegen war beim Tabellen-16. in der Winterpause über einen neuen defensiven Mittelfeldspieler spekuliert worden, der aber nicht kam. "Im Winter ist es schwer, sich zu verstärken", sagte Weinzierl.

Der frühere Nationalspieler Dennis Aogo, den Weinzierl zu seiner Achse für die VfB-Elf zählte, fällt für die Partie in Düsseldorf weiter mit Wadenproblemen aus. Gonzalo Castro steckt seit langem im Formtief. Weltmeister Pavard meldete sich beim 2:2 gegen den SC Freiburg nach seinem auskurierten Muskelbündelriss als Rechtsverteidiger zurück.

Schon vor einiger Zeit schwärmte Weinzierl über den 22-Jährigen: "Benjamin Pavard könntest du fünfmal in der Mannschaft haben, einmal rechts, einmal in der Mitte, einmal auf der Sechs. Links könnte er glaube ich auch spielen. Der ist einfach gut."


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