VfB Stuttgart TV-Gelder: Dem VfB winken rund 32 Millionen Euro

Auch der VfB Stuttgart würde in der ersten Liga vom neuen Fernsehvertrag profitieren. Foto: Büttner/ZVW

Stuttgart.
Bei einem Aufstieg in die erste Bundesliga würde der VfB Stuttgart im nächsten Jahr mindestens 31,99 Millionen Euro an Fernsehgeldern kassieren. Nach einem Kicker-Bericht erhöht sich der Betrag sogar noch einmal um über 1,5 Millionen Euro, sollte auch der Drittplatzierte der zweiten Liga den Aufstieg schaffen.

Neuer Verteilungsschlüssel für die TV-Einnahmen

Insgesamt werden nach einem neuen Verteilerschlüssel 1,194 Milliarden Euro an die 36 Profiklubs aus dem neuen Fernsehvertrag und aus der internationalen Vermarktung ausgezahlt.

Das Präsidium der Deutschen Fußball Liga (DFL) hatte sich im November auf einen neuen Verteilungsschlüssel für die Verteilung der Einnahmen aus der TV-Vermarktung geeinigt und dem bisherigen "Zwei-Säulen-Modell", zwei weitere hinzugefügt.

Das neue Vier-Säulen-Modell

Die DFL verteilt die TV-Milliarden künftig nach vier Kriterien. Die nationalen Einnahmen, die ab der Saison 2017/18 für vier Spielzeiten auf 1,19 Milliarden Euro pro Saison steigen, werden anhand eines „Vier-Säulen-Prinzips“ ausgeschüttet – eingerechnet werden die Fünfjahreswertung getrennt nach Ligen, die Erfolge der vergangenen 20 Jahre, die Nachwuchsarbeit sowie eine Wettbewerbswertung.

Im Rahmen des Vier-Säulen-Modells gestaltet sich die Verteilung der nationalen Erlöse im Einzelnen wie folgt:

  • In Säule 1 („Bestand“), die 70 Prozent der nationalen Einnahmen ausmacht, wird nach dem bekannten Schlüssel verteilt. Das heißt: Es gibt sowohl für die Clubs der Bundesliga als auch für die der 2. Bundesliga eine Fünf-Jahres-Wertung, bei der die vergangenen fünf Spielzeiten gewertet werden (im Verhältnis 5:4:3:2:1, beginnend mit der zuletzt gespielten Saison). Wie bislang, erhält in der Bundesliga der Erste dieser Wertung 5,8 Prozent der Erlöse, der Letzte 2,9 Prozent. In der 2. Bundesliga erhält der Erste 1,69 Prozent und der Letzte 0,75 Prozent.
  • Säule 2 („Sportliche Nachhaltigkeit“) umfasst 5 Prozent der nationalen Erlöse. Vorgesehen ist dabei eine 20-Jahres-Wertung mit Blick auf das sportliche Abschneiden. Anders als in Säule 1, werden hier alle Spielzeiten (beginnend mit der zuletzt gespielten) gleich gewichtet. Und: Bundesliga und 2. Bundesliga werden nicht separat betrachtet, zu Grunde liegt vielmehr eine 36er-Rangliste.
  • Säule 3 („Nachwuchs“) enthält 2 Prozent der nationalen Erlöse. Die Verteilung erfolgt proportional zu den Einsatzminuten in Deutschland verbandsausgebildeter U23-Spielerin der aktuellen Saison. Berücksichtigung finden alle Spiele einschließlich der Saison des 23. Lebensjahres (exklusive Relegation und Nachspielzeiten). Ausländische Spieler müssen vor Vollendung des 18. Lebensjahres bei einem im Bereich des DFB befindlichen Club registriert sein.
  • In Säule 4 („Wettbewerb“), in der 23 Prozent der nationalen Erlöse vergeben werden, erfolgt die Bewertung in den unterschiedlichen Tabellenregionen nach einer gewichteten Fünf-Jahres-Wertung (5:4:3:2:1, beginnend mit der zuletzt abgelaufenen Spielzeit) und - anders als Säule 1 auf Basis einer 36er-Rangliste. Im Vergleich zu Säule 1 kommen dabei zudem andere Prozentsätze je Tabellenplatz zum Tragen. Die ersten sechs Clubs in der dieser Säule erhalten denselben Betrag.
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