VfB Stuttgart Warum es für die Schwaben auswärts nicht läuft

„Wir werden versuchen, alle Statistiken in eine positive Richtung zu kippen“, sagt VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo. Foto: ZVW/Danny Galm

Stuttgart. Seit fast fünf Monaten wartet der VfB Stuttgart in der 2. Liga auf einen Auswärtssieg. Diese schwarze Serie will der neue Trainer Pellegrino Matarazzo am Montag in Bochum unbedingt beenden. Denn auch der 42-Jährige weiß: Jeder weitere Punktverlust könnte jetzt wehtun. 

Eine Erklärung für die Auswärtsschwäche seiner Mannschaft hat auch Coach Matarazzo nicht. Wie soll er sie auch haben? Der neue Trainer saß bislang erst bei drei Zweitliga-Spielen der Stuttgarter auf der Bank, sein einziges Auswärtsspiel beim FC St. Pauli (1:1) hat aber ebenfalls keinen Sieg eingebracht. So wartet der Aufstiegsfavorit bereits seit Ende September auf einen Erfolg auf fremdem Platz. "Ich kann's nicht erklären, weil ich erst ein Auswärtsspiel mit der Mannschaft hatte", sagt der im Winter verpflichtete US-Amerikaner. „Wenn diese Statistik so bleibt, kann ich es vielleicht später besser erklären.“

„Wenn wir aufsteigen wollen, werden wir auswärts auch mal gewinnen müssen“

Beim VfL Bochum startet der VfB am Montag (20.30 Uhr/ZVW-Liveticker) den nächsten Versuch, auswärts mal wieder drei Punkte zu holen. Zuletzt hatte das am 27. September unter Matarazzos Vorgänger Tim Walter mit dem 1:0 bei Spitzenreiter Arminia Bielefeld funktioniert. Danach gelang auf fremden Plätzen punktetechnisch kaum noch was. Sechsmal in Serie. „Da müssen wir uns noch steigern. Wenn wir aufsteigen wollen, werden wir auswärts auch mal gewinnen müssen“, fordert Spielmacher Daniel Didavi.

Ohne seine Heimstärke hätte der VfB längst den Anschluss an die Aufstiegsränge der Liga verloren. Mit 27 Punkten führen die Schwaben sogar die Heimtabelle vor dem 22. Spieltag an. Als Gäste holten sie dagegen bislang lediglich elf Punkte - und liegen damit auf dem elften Rang der Auswärtstabelle. „Wir werden versuchen, alle Statistiken in eine positive Richtung zu kippen“, sagt Matarazzo. Der Sieg in Bielefeld war übrigens auch der bisher letzte, dem weitere Erfolge vorausgegangen warten. Seit Ende September wartet der VfB also nicht nur auf einen Auswärtssieg, sondern auch auf zwei Siege in Serie.

Was die Mannschaft im Aufstiegsrennen benötigt

„Ich habe das nicht thematisiert, und ich werde das auch nicht thematisieren vor der Mannschaft“, so Matarazzo. „Denn das ist ein Thema, das uns in der aktuellen Situation nicht betrifft.“ Es könnte aber auch für Matarazzo zum Thema werden, sollte in Bochum wieder kein Sieg gelingen. Zumal der Hamburger SV und Bielefeld auf den direkten Aufstiegsrängen bislang im neuen Jahr äußerst konstant auftreten. Jeder weitere Punktverlust könnte für den VfB in der Endabrechnung teuer werden. „Wir brauchen Stabilität, wir brauchen Stehvermögen, um die Spiele zu gewinnen“, fordert Matarazzo.

Das gilt gerade für den Montagabend in Bochum, wo den VfB ein enges Stadion und ein schwer ausrechenbarer Gegner erwartet. Wie die Stuttgarter hat auch der VfL zuhause bereits 24 Treffer erzielt. Zudem meint Mittelfeldspieler Didavi, dass auswärts immer eine Art „Pokalcharakter“ herrsche - also ein Spiel Klein gegen Groß. Außerdem seien die Plätze „oft schlechter. Wir schaffen es nicht, so dominant aufzutreten wie daheim.“ Die Stuttgarter Arena sei dagegen das „Wohnzimmer“ der Mannschaft. „Irgendwann nehmen wir hier den Gegner auseinander.“

Wollen die Stuttgarter Profis Ende Mai gemeinsam mit den Fans auf dem Wasen eine große Aufstiegssause feiern, sollten die Gegner künftig auch in der Fremde auseinandergenommen werden.

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