VfB Stuttgart Warum Philipp Klement noch nicht gezündet hat

Philipp Klement und der VfB haben noch viel Luft nach oben. Foto: ZVW/Benjamin Büttner

Marbella.
Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Insofern hofft Philipp Klement nach zwei Aufstiegen mit dem SC Paderborn auch mit dem VfB Stuttgart auf eine große Aufstiegssause Ende Mai. Bis dahin ist es für den Mittelfeldspieler und seinen neuen Club aber noch ein weiter Weg. Im vergangenen Sommer wechselte der 27-Jährige vom Bundesliga-Aufsteiger Paderborn zum Bundesliga-Absteiger nach Stuttgart. Kleinere Verletzungen und ein komplett neues Spielsystem unter dem mittlerweile geschassten Trainer Tim Walter führten zu einem holprigen Start für den gebürtigen Ludwigshafener im Schwabenland. Wirklich gezündet hat der Offensivmann, der für Paderborn in der Vorsaison 16 Tore erzielt und weitere sieben Treffer vorbereitet hat, beim VfB noch nicht. Warum eigentlich?

„Oft wird die Leistung zu sehr auf Tore reduziert“

„Ich kam in ein neues Umfeld und eine neuformierte Mannschaft ohne gefestigte Strukturen“, sagte Klement in einem am Donnerstag veröffentlichten kicker-Interview. Viele Fans sahen in dem ehemaligen U-20-Nationalspieler ein direkte Verstärkung. Einen Profi, der die Liga kennt und keine Eingewöhnungszeit benötigt. Doch diese Hoffnungen der Anhängerschaft wurden nicht erfüllt. Auf zwölf Pflichtspieleinsätze (zwei Vorlagen) kommt der offensive Mittelfeldmann bislang. „Ich war nicht zufrieden und kann mehr. Das will ich zeigen“, so Klement, der aber auch anmerkt: „Oft wird die Leistung zu sehr auf Tore reduziert. Trifft man, ist alles gut, macht man ein ordentliches Spiel, vergibt aber zwei Chancen, ist alles schlecht.“

In jedem Fall will Klement jetzt gemeinsam mit seinen Kollegen endlich durchstarten. Der Wiederaufstieg ist das selbstgesteckte Ziel, die Ausgangsposition vor dem Pflichtspielstart gegen Heidenheim am 29. Januar – Tabellenplatz drei bei drei Zählern Rückstand auf Spitzenreiter Arminia Bielefeld – sei gut. Dennoch habe das Team „noch viel Luft nach oben“. Den Schlüssel zum Erfolg sieht er in der Konstanz. Diese – mit Blick auf Leistung und Ergebnisse – soll der neue Trainer Pellegrino Matarazzo den VfB-Profis einimpfen.

„Ich habe jetzt meinen Platz in der Gruppe gefunden“

Den studierten Mathematiker aus dem US-Bundesstaat New Jersey kennt Klement noch aus gemeinsamen Tagen beim 1. FC Nürnberg. Dort war Matarazzo jahrelang im Nachwuchs tätig und so als Co-Trainer der zweiten Mannschaft auch für Klement mitverantwortlich. Die ersten Eindrücke vom neuen Übungsleiter im Trainingslager im spanischen Marbella seien „wie erwartet gut. Seine Art ist angenehm. Ruhig, aber sehr kommunikativ.“ Ob der Neue auf dem Stuttgarter Trainer-Schleudersitz mit seiner Ansprache den richtigen Ton trifft, wird sich zeigen. Mit Sicherheit würde er sich aber über einen torgefährlicheren Philipp Klement freuen. Der verspricht seinem Coach: „Es war ein halbes Jahr, um mich zurechtzufinden, ich habe jetzt meinen Platz in der Gruppe gefunden.“

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