VfB Stuttgart Welche Aufgaben hat Hitzlsperger als neuer Vorstandsvorsitzender?

Am Dienstag beginnt offiziell die neue Amtszeit von Thomas Hitzlsperger als Vorstandsvorsitzender des VfB Stuttgart. Foto: ZVW/Danny Galm

Stuttgart.
In kurzer Zeit ist Thomas Hitzlsperger beim VfB Stuttgart ein steiler Aufsteiger gelungen. Eine Woche nach seiner Beförderung rückt der frühere Fußball-Nationalspieler am Dienstag nun offiziell zum Vorstandsvorsitzenden auf. Der 37-Jährige fühlt sich bereit für die Verantwortung für Sport, Strategie und Kommunikation, auch ohne Erfahrungen in der Wirtschaft. Was kommt nun auf ihn zu? 

Welche Aufgaben hat Hitzlsperger als neuer Vorstandsvorsitzender?

Als Chef der VfB Stuttgart 1893 AG trägt Hitzlsperger die Hauptverantwortung für den gesamten Profibereich des Fußball-Zweitligisten. Er ist der Kopf des VfB für wirtschaftliche, personelle und vor allem sportliche Belange. Von Fans wird er besonders am sportlichen Erfolg gemessen werden. Also daran, ob der VfB schon in dieser Saison in die Bundesliga zurückkehrt und sich dort wieder etabliert.

Welche Gefahren kann seine Beförderung haben?

Hitzlsperger gilt als integre und intelligente Persönlichkeit. Ihm fehlt allerdings die unternehmerische Erfahrung, die für die Leitung einer Aktiengesellschaft normalerweise erforderlich ist - er ist erst 37 Jahre alt und war bis vor wenigen Jahren noch Spieler. Zudem ist er in Personalunion Sportvorstand und hat damit eine große Machtfülle. Eine zu große?

Wie verändert sich die Struktur beim VfB?

Als Vorstandsvorsitzender und Sportvorstand in einer Person ist und bleibt Hitzlsperger auch der Vorgesetzte von Sportdirektor Sven Mislintat und Cheftrainer Tim Walter. Neben dem neuen Präsidenten, der auf der Mitgliederversammlung am 15. Dezember gewählt werden soll, sind diese drei auch weiterhin die wichtigsten Figuren beim VfB.

Was bedeutet seine Beförderung für die Wahl des künftigen Präsidenten?

Da in Hitzlsperger nun ein Ex-Profi die AG leitet, wird der Verein beim Amt des Präsidenten möglicherweise nicht auf einen weiteren früheren Fußballer setzen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass stattdessen eher ein Jurist oder ein Wirtschaftsvertreter infrage kommen könnte. Damit würden die Chancen von Weltmeister Guido Buchwald sinken. Der Ehrenspielführer des VfB sieht seine Chancen allerdings durch die Beförderung von Hitzlsperger nicht gemindert. "Ich habe auch Erfahrung und Kompetenz als Unternehmer", sagte Buchwald der Bild.

Was bedeutet Hitzlspergers Aufstieg für die Suche nach einem zweiten Investor?

Sie dürfte nicht leichter werden als unter dem zurückgetretenen Präsidenten Wolfgang Dietrich. Als früherer Fußballprofi kann Hitzlsperger keine so guten Kontakte in die Wirtschaft haben wie ein erfahrener Unternehmer. In diesem Bereich ist er ein Neuling. Allerdings sitzen im Aufsichtsrat mehrere Topmanager von Wirtschaftsunternehmen, die entsprechende Kontakte haben. "Was ich noch nicht weiß, möchte ich erlernen", sagte Hitzlsperger.


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