VfB Stuttgart Wie die Schwaben den Patzer des HSV ausnutzen

Daniel Didavi bejubelt seinen sechsten Saisontreffer. Foto: Pressefoto Baumann
Stuttgart.

Den Ausrutscher der Konkurrenz genutzt und die bärenstarke Heimserie ausgebaut: Der VfB Stuttgart steht nach dem 2:0-Erfolg gegen den SSV Jahn Regensburg wieder auf einem direkten Aufstiegsplatz. Die Steilvorlage des Hamburger SV, der das Stadtderby gegen St. Pauli mit 0:2 verloren hat, verwandelten die Schwaben sicher. Ein Doppelschlag durch Didavi (58.) und Castro (59.) schockte die bis dahin gut organisierte Gäste aus der Oberpfalz. „Das war entscheidend für das Spiel“, analysierte Trainer Pellegrino Matarazzo im Anschluss auf der Pressekonferenz. 

„Man erkennt immer mehr, wie wir spielen wollen“

Von 15 möglichen Zählern hat der VfB unter der Anleitung des 42-Jährigen 13 Punkte eingefahren. „Ich bin zufrieden mit der Mannschaft, wie alles sich weiterentwickelt“, so Matarazzo, „man erkennt immer mehr, wie wir Fußball spielen wollen.“ Ein entscheidender Faktor am Samstagmittag war mal wieder Spielmacher Daniel Didavi. „Er hat auch heute ein hervorragendes Spiel gemacht. Nicht nur wegen seines Treffers“, lobte Matarazzo, „wenn er so spielt wie heute, ist er aus unserem Spiel nicht mehr wegzudenken.“ Der Stuttgarter Regisseur war mit dem Auftritt gegen den Jahn allerdings nicht zu einhundert Prozent zufrieden: „Offensiv sieht’s immer besser aus, wir spielen es aber noch zu unsauber aus. Zur Halbzeit müssen wir eigentlich schon 2:0 führen.“ 

Paulis Führung beflügelt den VfB

Zur Pause prangte auf der Anzeigetafel in der Mercedes-Benz-Arena allerdings noch ein 0:0. In Hamburg stand es zu diesem Zeitpunkt bereits 2:0 für den FC St. Pauli. Die Treffer von Veerman (20.) und Penney (29.) wurden auch vom Stuttgarter Publikum lautstark gefeiert. Eine Reaktion, die auch unten auf dem Rasen ankam. „Das gab uns Rückenwind“, sagte Gonzalo Castro. Aber erst ein direkt verwandelter Freistoß von Daniel Didavi lenkte das Spiel in Stuttgart „in eine andere Richtung“ (O-Ton SSV-Coach Mersad Selimbegovic). „Ich habe mir den Ball gleich geholt, weil ich ein gutes Gefühl hatte“, meinte Torschütze Didavi, der einen Tag nach seinem 30. Geburtstag seinen sechsten Saisontreffer bejubeln durfte. „Jetzt mit 30 merkt man langsam dass man alt wird - gerade im Fußball. Deshalb wollte ich allen nochmal beweisen, was ich kann“, schmunzelte der gebürtige Nürtinger.

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