Volland kritisiert Ascacibar „Solche Leute braucht man nicht in der Bundesliga“

Stuttgarts Mittelfeldspieler Santiago Ascacibar hat in der Nachspielzeit komplett die Nerven verloren und seinen Gegenspieler Kai Havertz bespuckt. Foto: Pressefoto Baumann

Stuttgart.
Kurz vor dem Schlusspfiff kochten die Emotionen in der Stuttgarter Arena noch einmal hoch - und bei einem Spieler sogar über. Bayer Leverkusen lag durch den Elfmeter-Treffer von Nationalspieler Kai Havertz knapp mit 1:0 in Führung, als VfB-Mittelfeldabräumer Santiago Ascacibar in der 91. Minute komplett die Nerven verlor. Zunächst bespuckte er den Leverkusener Torschützen, dann stieß er Referee Tobias Stieler weg und zum Schluss versuchte er Havertz noch ins Gesicht zu schlagen. 

Schiedsrichter-Experte Markus Merk: "Das schlimmste aller Vergehen"

In der Konsequenz sah der Argentinier glatt Rot und musste von Ersatzkeeper Jens Grahl vom Feld geführt werden. „Solche Leute braucht man nicht in der Bundesliga. Auch mir hat er in der ersten Halbzeit schon vor die Füße gespuckt“, schimpfte anschließend Bayer-Stürmer Kevin Volland und TV-Schiedsrichter-Experte Markus Merk meinte: „Das ist das schlimmste aller Vergehen. Ich vermute, Ascacibar hat jetzt Sommerpause.“

Aufgrund der Schwere des Vergehens und seines langen "Vorstrafenregisters" (in dieser Saison schon zehn Gelbe Karten), droht dem 22-Jährigen eine lange Sperre. "Treten, Schlagen, Stoßen, Beißen und Spucken" sind laut den Regularien des DFB "typische Vergehen", die zur einer Roten Karte führen. Die Strafandrohung: von mindestens sechs Wochen bis zu sechs Monaten. 

Trainer Weinzierl kritisiert Ascacibar scharf

VfB-Trainer Markus Weinzierl wollte und konnte sich zu der Spuckattacke seines Spielers nicht äußern: „Ich habe noch nichts gesehen“, sagte er knapp auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Im Interview bei Sky hatte er Ascacibar zuvor scharf kritisiert: "Er hat der Mannschaft einen Bärendienst erwiesen. So etwas darf nicht passieren. Du musst deine Emotionen im Griff haben. Die Rote Karte schadet uns im Abstiegskampf."

Die vorangegangenen 90 Minuten analysierte er mit bedrückter Mine auf der PK mit folgenden Worten: „Offensiv war es zu wenig. Die Kontersituationen müssen wir besser zu Ende spielen und wenn wir einmal die Chance haben, dann brauchen wir mehr Effektivität.“ 

Sein Gegenüber, Bayer-Coach Peter Bosz, war die Erleichterung nach zuvor drei Niederlagen in Serie, anzusehen: „Für das Gefühl war es wichtig, hier heute die drei Punkte mitzunehmen. Es war nicht einfach heute. Zu Beginn stand Stuttgart sehr kompakt und hat aggressiv verteidigt. Das war nicht einfach für uns. Trotzdem haben wir es gut gemacht. Ein sehr gutes Ergebnis für uns.“

Weitere Stimmen zum Spiel

VfB-Keeper Ron-Robert Zieler: „Die Niederlage ist extrem frustrierend, dennoch lebt die Mannschaft und spielt mit Leidenschaft. Die Einstellung stimmt, aber letztlich bringen uns in unserer Situation nur Punkte weiter. Angesichts des Zeitpunkts und der Tabellensituation ist das Spiel nächste Woche in Augsburg brutal wichtig für uns.“

VfB-Kapitän Andreas Beck: „Es war heute ein sehr zerfahrenes Spiel. Wir wussten um die Stärken der Leverkusener und dass sie hohes Angriffspressing spielen. Unser Spiel war aufs Kontern ausgelegt und hinten haben wir bis zur 60. Minute gut verteidigt. Nach dem Elfmeter mussten wir dann offensiver spielen. In den letzten Minuten war dann alles etwas zu zerfahren.“


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