Vor dem Pokalspiel in Rostock VfB-Trainer Tim Walter nimmt die Favoritenrolle gerne an

VfB-Trainer Tim Walter erwartet von seiner Mannschaft einen Sieg in Rostock. Foto: ZVW/Benjamin Büttner

Stuttgart.
In der jüngsten Vergangenheit waren Auswärtsspiele im Pokal bei Hansa Rostock eine bittere Angelegenheit für den VfB. Beim letzten Aufeinandertreffen im August vergangenen Jahres verloren die Schwaben mit 0:2 im Ostseestadion. Damit war bereits in der ersten Pokalrunde Schluss für den damaligen Erstligisten. „Der VfB kam direkt aus der Vorbereitung. Das ist nicht zu vergleichen mit unserer jetzigen Situation“, sagte Trainer Tim Walter auf der Pressekonferenz am Freitagmittag.  

Nun kommt es zu einer Neuauflage des Duells mit dem Drittligisten. Die Stuttgarter haben einiges gut zu machen, denn: Von vier Spielen im DFB-Pokal konnte der VfB kein einziges gegen die Hansestädter für sich entscheiden – ein wahrer Angstgegner, wenn es nach den Statistiken geht. Doch gerade diese K.O-Spiele gegen den vermeintlichen Underdog haben für den Stuttgarter Coach ihren besonderen Reiz: „Ich habe total Bock auf solche Endspiele, denn ich mag diesen Wettbewerb sehr“, sagte Walter.

Eines ist klar: Das Duell am Montagabend (18.30 Uhr/ZVW-Liveticker) steht unter anderen Vorzeichen als noch vor gut einem Jahr. Beide Teams stehen bereits voll im Saft und haben den Auftakt in die neue Spielzeit mehr oder weniger erfolgreich gestalten können. Die Verantwortlichen beim VfB dürften mit vier Punkten aus den ersten beiden Spielen durchaus zufrieden sein.

Auf der anderen Seite ist die Stimmung dagegen etwas gedrückt. Nach einem durchwachsenen Saisonstart hat das Team von Trainer Jens Härtel aus vier Spielen lediglich vier Punkte geholt und dabei erst einen Sieg eingefahren. Doch das Vergangene zählt im Pokal bekanntlich nicht. VfB-Coach Walter ist sich dessen bewusst und sieht seine Mannschaft gut vorbereitet auf das, was da kommt: „Rostock spielt aus einer kompakten Defensive heraus. Wir wissen also, was uns erwartet.“

Im Pokal wie in der Liga müssen sich die VfB-Spieler auf abwartende Gegner einstellen, die den Schwaben das Spiel überlassen. Auch bei der „Kogge“ erwartet der Trainer ein solches Spiel. „Natürlich sind wir der Favorit und genau so müssen wir dort auch auftreten“, gibt der 43–Jährige die Marschroute vor. Im selben Atemzug warnt Walter vor dem Gegner aus dem Norden der Republik: „Auch Hansa Rostock wird die Partie gegen uns mit 150 Prozent angehen. So läuft das jetzt die ganze Runde, wenn man der Favorit ist.“

Auf das unnötige Remis in Heidenheim am vergangenen Wochenende, als der VfB eine Zwei-Tore-Führung noch verspielte, blickt Walter nur kurz zurück. "Die Partie ist abgehakt." Der selbstbewusste Coach war phasenweise angetan vom Auftritt seines Teams: „Wir haben schon sehr viel richtig gemacht. Genau da müssen wir ansetzen und so weitermachen“, sagte Tim Walter. Dann habe man auch „genügend Qualität“, um gegen Hansa Rostock eine Runde weiter zu kommen.  

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