Wahl-Check Plüderhausen Für die Wahl ist alles bereit

Die Plüderhäuser bestimmen am Sonntag, wer ihr neuer Bürgermeister wird. Symboldbild. Foto: Benjamin Büttner / ZVW

Plüderhausen. Das wird ein spannender Sonntag: Wer neuer Plüderhauser Bürgermeister wird, wird man erst am Sonntag wissen, voraussichtlich gegen 19.30 Uhr. Bis dahin haben hoffentlich viele Plüderhäuser ihre Stimme abgegeben und mitgeteilt, wer ihr neuer Bürgermeister sein soll. Schon jetzt sieht es nach einer hohen Wahlbeteiligung aus. Ab 18 Uhr berichten wir hier live.

Schon sind mehr als 600 Wahlbriefe im Rathaus eingegangen. Per Briefwahl können die Plüderhäuser seit Anfang Februar ihr Votum abgeben. Bei der letzten Bürgermeisterwahl 2010 gab es nur 239 Briefwähler, die Wahlbeteiligung lag bei 29,8 Prozent. Damals gab es aber mit Andreas Schaffer nur einen Bewerber. „Die Wahlbeteiligung wird hoch sein“, davon geht Tilmann Kropf, für die Wahl zuständiger Mitarbeiter im Rathaus, aufgrund des hohen Briefwahlaufkommens aus. „Dementsprechend muss man mehr Stimmzettel auszählen.“ Stand das Ergebnis bei früheren Bürgermeisterwahlen gegen 18.45 Uhr fest, könnte es an diesem Sonntag etwas länger dauern, davon geht Tilmann Kropf aus.

Sieben Wahllokale haben von 8 bis 18 Uhr geöffnet

Wichtig bei jeder Wahl ist eine möglichst hohe Beteiligung der Wähler, für die Kandidaten, aber auch für die Gemeinde. Deshalb: wählen gehen und dafür das Wahlbenachrichtigungsschreiben und den Ausweis oder Pass mitnehmen. In Plüderhausen sind sieben Wahllokale im ganzen Gemeindegebiet eingerichtet, die von 8 bis 18 Uhr geöffnet sind. Welches das eigene ist, das steht im Wahlbenachrichtigungsschreiben.

Nun kann sich plötzlich allerlei Unvorhergesehenes ereignen. Ein klassischer Fall: Man wird krank und fühlt sich zu schlecht, um ins Wahllokal zu gehen. Kein Plüderhäuser muss deshalb auf die Stimmabgabe verzichten. Wer einen Vertreter ins Rathaus schickt mit einem ausgefüllten Wahlscheinantrag, den haben alle Wähler zugesandt bekommen mit dem Wahlbenachrichtigungsschreiben, kann die Briefwahl beantragen. Damit bekommt der Vertreter im Rathaus bis 15 Uhr die Briefwahlunterlagen. Die füllt man daheim aus. Dann müssen sie bis 18 Uhr ins Rathaus gelangen.

Ausweis vergessen? Trotzdem kann man wählen

Noch ein Klassiker am Wahltag: Man ist schon auf dem Weg ins Wahllokal und stellt fest: Der Ausweis liegt daheim. In dem Fall: weiter- und wählen gehen. Man kann sich auch mit dem Führerschein oder dem Pass ausweisen. Und wenn man beide auch nicht dabeihat? Trotzdem wählen gehen. Das kann man zum Beispiel auch, wenn man einem der Helfer im Wahllokal persönlich bekannt ist. Die Chance dafür ist groß, in vielen Wahllokalen sind am Sonntag Gemeinderäte und Rathaus-Mitarbeiter als ehrenamtliche Helfer aktiv, weiß Tilmann Kropf. „Entscheidend ist der Eintrag ins Wählerverzeichnis“, weiß der Fachmann ohnehin. Wer wählen kann, steht dort verzeichnet.

Deshalb ist es nicht schlimm, wenn man am Sonntag die Wahlbenachrichtigung vergisst oder verbummelt hat. Man schnappt sich den Ausweis und geht ins Wahllokal. „Entscheidend ist der Eintrag ins Wählerverzeichnis“, wiederholt Tilmann Kropf.

Jeder Wähler hat eine Stimme

Wer aus irgendwelchen Gründen keine Wahlbenachrichtigung erhalten oder andere Probleme rund um die Wahl hat, kommt am Samstag von 10 bis 12 Uhr im Einwohnermeldeamt im Rathaus vorbei und lässt sich helfen. Wer am Sonntag zur Wahl Fragen hat, meldet sich im Rathaus unter Tel: 0 71 81/80 09 33. Tilmann Kropf hilft.

So weit die Vorbereitungen. Im Wahllokal selbst erhält dann jeder Wähler den Stimmzettel. Darauf stehen die vier Bewerber, die ihre Kandidatur erklärt hatten. Jeder Wähler hat eine Stimme. Man kann nur einen Kandidaten ankreuzen. Kreuzt man mehrere Bewerber an, wird der Stimmzettel ungültig. Die aufgeführten Bewerber kann man wählen, man muss es aber nicht. Es gibt auf dem Stimmzettel eine leere Zeile unten. Dort können eigene Vorschläge eingetragen werden. Nicht selten werden hier Pfarrer, Rathaus-Mitarbeiter oder ortsbekannte Persönlichkeiten genannt. Wichtig ist, dass man klar vermerkt, wem man die Stimme gibt, am besten mit Beruf, Adresse und eindeutigen Angaben. Beispiel: Friseur Hans Häberle, Hauptstraße, Musterstadt.

Zweiter Wahlgang wäre am 11. März

Schnell ist’s passiert: Man hat sich vertan beim Setzen des Kreuzchens. Nun kann man sich einen neuen Stimmzettel holen oder das falsche Kreuz durchstreichen und den richtigen Bewerber kennzeichnen. „Der Wählerwille muss eindeutig erkennbar sein“, so Tilmann Kropf. Hat man sein Kreuz gesetzt, gibt man den Stimmzettel gefaltet ab mit der Schrift nach innen, so dass niemand sieht, wen man gewählt hat.

Dann heißt es: abwarten. Um 18 Uhr schließen die Wahllokale. Bis das vorläufige amtliche Endergebnis feststeht, wird es voraussichtlich 19.30 Uhr werden. Wer live mitfiebern will, kommt ins Rathaus. Dort werden die Ergebnisse der Wahlbezirke per Beamer ins Foyer übertragen. Auch die Schorndorfer Nachrichten berichten live aus dem Rathaus vom Wahlabend.

Bürgermeister wird der Bewerber, der mehr als 50 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen erreicht. Sollte das keinem der Kandidaten gelingen, werden die Plüderhäuser erneut an die Wahlurnen gerufen. Man spricht dann meist von einem „zweiten Wahlgang“. Genau genommen handelt es sich aber um eine Neuwahl. Sprich: Neue Kandidaten könnten sich ab Montag bis Mittwoch, 18 Uhr, bewerben. Die bisherigen Bewerber könnten ihre Kandidatur bis Mittwoch, 18 Uhr, zurückziehen. Die tatsächliche Wahl wäre dann am 11. März.

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