Wahl-Check Plüderhausen Noch ein Bewerber: Christian Maier will Bürgermeister werden

Christian Maier möchte Bürgermeister in Plüderhausen werden. Foto: privat

Plüderhausen. Kurz vor Ende der Bewerbungsfrist für die Plüderhäuser Bürgermeisterwahl kommt noch einmal Bewegung ins Bewerberfeld: Christian Maier hat nach Andreas Schaffer und Friedhild Anni Miller seine Kandidatur erklärt. Der 45-Jährige aus dem badischen Seebach tritt als parteiloser Bewerber an.

Dass er damit liebäugelt, sich in Plüderhausen zu bewerben, hatte Christian Maier bereits bei Facebook mitgeteilt. Er hatte aber damals auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt, er sei noch in der Sondierung.

Nun hat Christian Maier seine Bewerbung für das Amt des Bürgermeisters im Plüderhäuser Rathaus abgegeben. Maier ist von Beruf Vertriebsleiter. Er ist in Offenburg zur Welt gekommen. Er hat das Abitur abgelegt und eine Ausbildung als Technischer Zeichner Maschinenbau absolviert. Außerdem hat er eine Fortbildung „Kontaktstudium Verwaltung“ an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl absolviert. Christian Maier tritt als parteiloser Bewerber an.

Durch Anzeige im „Staatsanzeiger“ aufmerksam geworden

Zu seiner Motivation teilt er gegenüber unserer Zeitung mit: „Ich bin durch eine Anzeige im ,Staatsanzeiger’ von Baden-Württemberg auf Plüderhausen aufmerksam geworden. In der Anzeige war klar erkennbar, dass sich einige Plüderhäuser einen Wechsel an der Spitze der Verwaltung wünschen. Herr Schaffer hat in seiner bisherigen Amtszeit viel für Plüderhausen bewegt, trotzdem wünscht sich ein Teil der Bürgerinnen und Bürger einen neuen Bürgermeister.

In Besuchen vor Ort habe ich schon viele Bürgerinnen und Bürger aus Plüderhausen sowie den Waldkindergarten kennengelernt, um nur ein Beispiel zu nennen. Wer die Geschichte der Entstehung des Waldkindergartens kennt, weiß um die Tatkraft und Offenheit für Neues der Plüderhäuser.

„Zudem stehe ich für eine moderne Verwaltung“

Durch meine langjährige Erfahrung in deMaier: r freien Wirtschaft und durch meine Weiterbildung an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl vereinbare ich zwei Berufsfelder, welche einem bürger- und unternehmensfreundlichen Bürgermeister zusprechen.

Zudem stehe ich für eine moderne Verwaltung, die auch neue Kommunikationswege, wie zum Beispiel Facebook et cetera, einrichten sollte.“

Maier hat bereits in anderen Städten kandidiert

Zu seinem Familienstand schreibt Christian Maier von einer Partnerin und einem 13-jährigen Sohn.

Christian Maier hatte bereits bei anderen Bürgermeisterwahlen kandidiert. In Simonswald im Landkreis Emmendingen, einer Gemeinde mit 3000 Einwohnern, hatte er etwas mehr als acht Prozent der Stimmen erreicht. Zuvor war er bereits erfolglos bei zwei weiteren Wahlen in Baden angetreten. Im Jahr 2014 bekam er in Biberach (Baden) 2,35 Prozent sowie in Wolfach 0,75 Prozent.


Fortbildung

Bei Facebook hatte Christian Maier Anfang Januar gepostet: „Mit Abschluss des modular aufgebauten ,Kontaktstudiums für Verwaltung’ an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl schaffe ich die unbedingte Grundlage für den Einstieg in die Laufbahn des gehobenen Verwaltungsdiensts. Also auch für das Amt des Bürgermeisters.“ Maier stellt auf Nachfrage klar, dass er nicht das klassische Verwaltungsstudium an der Kehler Hochschule absolviert hat. „Ich möchte einfach nicht, dass man auf die Idee kommt, ich hätte das studiert.“ Gestern schrieb Maier gegenüber unserer Zeitung von einer Fortbildung „Kontaktstudium Verwaltung“. „Es sind definitiv drei Tagesseminare pro Themeneinheit, insgesamt vier Blöcke à drei Tage“, so Maier. Das „Kontaktstudium Verwaltung“ sei ein Grundseminar gewesen, das er bereits absolviert habe. „Das Grundseminar war dazu, dass ich in der Lage bin, eine Verwaltung zu führen.“ Das, was er habe, „würde eigentlich schon reichen“, so Maier. „Ich bin aber eher der Mensch, der alles macht, was er kann.“ So mache er noch ein Aufbauseminar „Allgemeines Beamtenrecht“ mit zwei Blöcken à drei Tagen. Das „Kontaktstudium Verwaltung“ sei ein Programm der Landesregierung, das für Quereinsteiger aufgelegt worden sei, so Maier.

Gibt es unbedingte Grundlagen für den gehobenen Verwaltungsdienst oder für einen Bürgermeister? Dazu sagt der Gemeindetag: Wer als Bürgermeister wählbar ist, dazu gibt es formale Vorgaben im Gesetz. Eine besondere berufliche Qualifikation ist nicht nötig. Für den gehobenen Verwaltungsdienst hat man an einer Hochschule für öffentliche Verwaltung studiert oder ist Quereinsteiger. Letztere können einen verwaltungsnahen Studiengang, etwa Betriebswirtschaft, absolviert haben mit Zusatzausbildung wie einem Trainee-Programm. Dafür braucht man einen praktischen Bezug.

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