Wahl-Check Plüderhausen Zukunft der Schlossgartenschule beschäftigt Eltern

Er vertritt die Belange der Eltern von rund 800 Schülern: Gesamtelternbeiratsvorsitzender Oliver Roggenkamp vor der Hohbergschule. Foto: Habermann / ZVW

Plüderhausen. Renovierungen, der Schulbauernhof, Eltern, die mit dem Auto auf den Plüderhäuser Bildungshügel hochkurven, die Zukunft der Schlossgartenschule und auch die des Jugendhauses: Als Gesamtelternbeiratsvorsitzender weiß Oliver Roggenkamp, was sich alles an der Hohbergschule tut und welche Themen insbesondere die Eltern bewegen. Darum geht’s in diesem Teil unserer Serie „Wahl-Check“.

Grund-, Real- und Werkrealschule vereint das Dach der Hohbergschule als Verbundschule. Klar, dass es da eine Vielzahl von Interessen, Altersgruppen und Notwendigkeiten zu bedenken gibt. Oliver Roggenkamp vertritt als Gesamtelternbeiratsvorsitzender die Belange aller Eltern für alle Schularten, in denen rund 800 Schüler unterrichtet werden. Er vermittelt zum Beispiel, wenn in Meinungsverschiedenheiten mit mehreren Betroffenen die Situation festgefahren ist, spricht bei Fragen des Schulalltags wie etwa den Toiletten mit, ebenso bei strategischen Themen in der Schulkonferenz, wenn es um die inhaltliche Richtung und Weiterentwicklung der Schule geht, und sitzt auch im Schulbeirat, der mit Gemeinderäten und Gemeinde tagt.

Viel hat sich getan an der Hohbergschule, viel tut sich. „Es wird viel renoviert“, weiß Oliver Roggenkamp. Neue Physiksäle wurden zum Beispiel eingerichtet. Der Schulbauernhof und sein Ausbau ist auch ein spannendes Thema. Im Rahmen eines Wettbewerbs für den schönsten Schulgarten sollen Kräutergarten, Streuobstwiese, Biotop und Barfußpfad wieder mehr „belebt“ werden, fährt Roggenkamp fort und berichtet von der Idee, diese Themen im Unterricht mit zu verankern, und spricht von einem naturpädagogischen Konzept.

Mit Interesse verfolgt Roggenkamp, der 44-Jährige ist selbst IT-Fachmann, auch den Einsatz moderner Medientechnik im Unterricht. Tablets, sogenannte „Whiteboards“ als eine Art digitaler Tafel, Internetnutzung: Wie der Unterricht der Zukunft aussehen könnte, dazu werden bei der Mediennutzung Erfahrungen gesammelt.

Zufahrtswege: „Es kommt immer zu so Fast-Zusammenstößen“

Ein anderes Thema, das der Gesamtelternbeiratsvorsitzende anspricht, sind die Zufahrtswege zur Schule. „Die Eltern fahren wie die Wahnsinnigen hoch.“ Das ist verboten. „Es kommt vermutlich ein Schrankensystem hin“, so Roggenkamp. Er weiß von „übervorsichtigen Eltern“ und auch, dass das Problem der vorfahrenden Väter und Mütter genauso an der Schlossgartenschule besteht. „In der Straße ist es auch eine Katastrophe. Dort kämpfen wir schon seit Jahren.“

Wie auch oben auf dem „Bildungshügel“. „Jedes Schuljahr machen wir Aktionen.“ Eltern sind mit Warnwesten unterwegs, die Polizei kommt dazu, dann ist alles „super-ordentlich“, sagt Roggenkamp über die Zeit der verstärkten Aktivitäten. Aber das sei nicht auf Dauer so. „Es kommt immer zu so Fast-Zusammenstößen.“ Weil etwa Eltern auf dem Gehweg parken oder aus dem Pausenhof rangieren, nennt er Beispiele.

Was wird aus dem historischen Gebäude? 

Überhaupt, die Schlossgartenschule. Die Frage, was mit dem historischen Gebäude künftig geschieht, beschäftigt den Gesamtelternbeirat. Die Schülerzahlen würden sinken, Räume zunehmend frei werden. „Viele wollen das schöne, ehrwürdige Gebäude als Schule erhalten“, so Roggenkamp. Aber er gibt zu bedenken, dass die derzeitige Belegung mit Erst- und Zweitklässlern eine tägliche „Prozession“ von 60 bis 80 Kindern bei Wind und Wetter zur Hohbergschule bedeutet, wo die Kleinen in die Mensa und Kernzeitbetreuung gehen.

Mit der Frage der Schlossgartenschule sieht Roggenkamp die des Jugendhauses verknüpft. Nachdem das alte Jugendhaus am Gänswasen abgerissen wurde, ist es in Räumen der früheren Förderschule an der Hohbergschule untergekommen. „Es sollte nur eine kurze Interimslösung sein“, meint der Gesamtelternbeiratsvorsitzende und berichtet, dass durchaus auch mal Bierflaschen und Zigarettenkippen gefunden würden. „Im Moment klappt es alles gut“, ordnet Oliver Roggenkamp ein. Aber: „Ein Teil der Eltern sieht das kritisch.“ Wenn die Schlossgartenschule einmal hinauf an die Hohbergschule zöge, dann sieht Roggenkamp in den derzeitigen Jugendhaus-Räumen ein denkbares Quartier. „Das wäre eine gute Möglichkeit der Unterbringung.“

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